31.5.
Kanzlerkandidatin Merkel kündigt eine »Agenda Arbeit« an. Und dann sind alle Probleme gelöst.

Schon wieder dieser Sarrazin! Jetzt will er, dass die BVG den Arbeitgeberverband verlässt, damit die Gewerkschaft nicht dem neuen Tarifvertrag zustimmen muss. Das ist doch der Kerl, der sich ausbedungen hat, seine reichlich hohe Frühpension von der Bahn weiter zu beziehen, auch wenn er Senator spielt...

30.5.
Nach einem Wahlsieg der CDU wird es sein wie am Tag nach der Währungsreform in den Westzonen: Plötzlich sind alle Läden voller Arbeitsplätze!

In allen Medien heißt es unisono, Frau Merkel sei Bewerberin für die Kanzlerschaft.
- Leute, man bewirbt sich UM etwas!

29.5.
Das muss man der BILD-Zeitung lassen: Wo sie gut ist, ist sie gut. So mit der Bezeichnung des übergewichtigen Noch-Außenministers als »Kugel-Fischer«.

28.5.
Mehr als 3 Stunden Übertragung des DFB-Pokal-Endspiels im 1. TV-Programm! Wer hat denn schon dazu Lust: Zwei Haufen überbezahlter - vor allem ausländischer (so viel zum »Deutschen«, da kommt ja richtig Lokalpatriotismus auf) - Jungmillionäre beim Geldscheffeln zuzugucken?

26.5.
Wie hatte sie sich doch gewehrt, die CDU-Spitze, gegen die Abschaffung der Pendlerpauschale und der Eigenheimzulage und die Erhöhung der Märchensteuer! Nun will sie für den Fall der »Übernahme der Verantwortung« genau eben dieses! Das nennt man dann wohl Verläßlichkeit und Kontinuität in der Politik.

Die USA wollen den Palästinensern 50 Millionen Dollar Aufbauhilfe geben. Das ist in etwa ein Tagessatz dessen, was sie Israel - dem dortigen Wohnraum- und Infrastruktur-Zerstörer - bewilligen.

Damit das mal klar ist: MacDonald ist »offizieller Partner« der FIFA-WM. Aber: Wer ist dann inoffizieller Weltmeisterschafts-Partner?!

Das Hauptquartier der CDU in Berlin heißt BundesGESCHÄFTSstelle. Na also! Die deutsche Sprache kann so präzise sein.

25.5.
Für den Fall ihres Wahlsieges kündigt die CDU eine sofortige Haushaltssperre und eine Vertagung von Steuersenkungen an.
- In der bequemen Oppositionsrolle konnte sie noch bequem vom Gegenteil faseln.

24.5.
Wahlarithmetik I: Bei vorgezogenen Neuwahlen wird es gewiss Klagen hageln von Bundestagsabgeordneten, Staatssekretären und Ministern, denen dann noch ein Jahr für ihre Spitzenpensionen fehlt.

Wahlarithmetik II: Die SPD holt sich ihre Leihstimmen von den Grünen zurück und die CDU fällt »wg. Merkel« unter 45 Prozent, die Wahlalternative holt 4,9 Prozent und die FDP verliert einige Spaßmacher-Wähler. Was haben wir dann? Natürlich die Große Koalition. - Bravo, Kanzler!

Wahlarithmetik III: Wenn der Bundespräsident seine Bedenkzeit von 21 Tagen voll ausschöpfte (tut er natürlich nicht, weil Frau Merkel noch einen bei ihm gut hat), und die 60 Tage-Frist bis zu Neuwahlen gehalten wird, gibt es wohl einen weiteren Grund für eine Verfassungsklage: Denn die Anzeige eines Wahlvorschlags beim Bundeswahlleiter muss 90 Tage vor dem Wahltermin eingehen. Das wäre ja wohl eine Bevorzugung der etablierten/bestehenden Parteien...

22.5.
Die SPD zeigt nun endgültig, dass sie ihre Politikfähigkeit verloren hat: Nach der Wahlniederlage in NRW spekuliert sie auf Neuwahlen im Bund. Mit anderen Worten: Wir schmeißen die Brocken.
- Dabei ginge es so einfach: Nur den normalen Wahltermin im Herbst 2006 abwarten - dann hätte die CDU in Düsseldorf ein Jahr Zeit gehabt zu zeigen, dass sie es erst recht nicht kann...

Großes Muffensausen beim Spitzenpersonal von Rot/Grün nach der Landtagswahl in NRW und anderswo: Ihnen droht das Schicksal von rund 5 Millionen Mitbürgern - Arbeitslosigkeit. Recht so!

Die »Goldene Palme« von Cannes für den besten Film geht an Belgien für »L'Enfant«: Klar, Belgien und Kinder ist ein unschlagbarer Dauerhit.

21.5.
Eurovision Song Contest«: Nach 30 Minuten fluchtartig den Sender verlassen.
- (a) Eine derart beschämende Tonqualität, dass es völlig egal war, in welcher Sprache die Lieder dargeboten wurden - es war nichts zu verstehen.
(b) Bühnenbild und Beleuchtung waren derart miserabel, dass man so gut wie nichts sehen konnte. Insofern ehrlich, weil es ja ein Sangeswettbewerb ist - bei dem gar zu viele versuchen, ihr einschlägiges Versagen mit Bühnenshows zu kaschieren. So war die Konzentration aufs Ohr gelenkt welches feststellen konnte, dass wenige auch nur im Ansatz zu SINGEN vermögen.

20.5.
Na toll! Da hat dieses verarmte und mit Arbeitslosigkeit wie Neonazis geschlagene Bundesland Brandenburg Schulden von über 17 Milliarden. Für das nächste Jahr müssen erneut mehr als 700 Millionen Kredit aufgenommen werden.
- Da passt es ja gut, dass der Wiederaufbau des Stadtschlosses in Potsdam, das sich die Damen und Herren Abgeordneten als standesgemäßen Aufenthaltsraum wünschen, nur schlappe 120 Millionen kosten soll - derzeitige Zahl, die sich bei öffentlichen Bauten bekanntlich meist mindestens verdoppelt.

18.5.
Die Schutz-Partei Deutscher Arbeiter hat es wieder - und zufällig gerade 3 Tage vor der NRW-Wahl - geschafft, einen Bluff als Erfolg zu verkaufen: ein Gesetz zur Offenlegungspflicht von Vorstandsgehältern.
Das betrifft zum einen natürlich nur die (DAX-notierten) Aktiengesellschaften; also etwa ein Promill der Betriebe insgesamt.
Zum zweiten wird nur dann veröffentlicht, wenn nicht 60 Prozent der Aktionäre widersprechen: also genau der Prozentsatz der üblichen Verdächtigen, die Sammeldepots vertreten oder sowieso in anderen AGs betroffen wären und natürlich den Deibel tun, hier zuzustimmen.
Das Schönste aber: Bei Zuwiderhandlungen werden 50.000 Euro fällig - also in Anlehnung an die allg. Rechtsprechung 1 (in Worten: EIN) Tagessatz für die Betroffenen, die bummelige 10 Millionen im Jahr als Vorständler verdienen - sorry: einstreichen

14.5.
Wieder wurde eine Heuschrecke gesichtet! Sie hört auf den Namen Werner Seifert, ist Schweizer (schon wieder ein Ackermann, vulgo: Bauer) und erhält für grandioses Versagen eine Abfindung von 10 Millionen Euro. Da ist das Jahresgehalt als Chef der Deutschen Börse von 2,6 Millionen und eine kleine Option von 690.000 erst letzte Woche ja schon gar nicht mehr erwähnenswert.
- Damit kein Sozialneid aufkommt: Diese Beträge sind selbstverständlich VOR Steuern (welche unsere Spezialdemokraten allerdings unvorsichtigerweise erst kürzlich für solche Fälle senkten)!

13.5.
Heuschreckenschwärme? Ja. Russische. Derzeit im internationalen Damentennis.

Mehr als 66 Milliarden an Steuer-Mindereinnahmen werden bis 2008 erwartet. Das kann aber doch bitte ein Land nicht erschüttern, dessen politische »Repräsentanten« über 16 Milliarden für ein Kriegsflugzeug oder rund 3 Milliarden für Militärraketen locker übrig haben!

Finanzminister Studienrat Eichel peitscht sich öffentlich darüber auf, dass die Reichen des Landes mit prallen Geldkoffern einen regen Verkehr in die Schweiz oder nach Luxemburg betreiben.
- Das ist im übrigen derselbe Minister, auf dessen Anweisung nach TV-Berichten z.B. die Oberfinanzdirektion Karlsruhe den Zoll an der Grenze zur Schweiz anweist, derartige Transporte nicht zu melden oder besser gar nicht erst zu kontrollieren.

12.5.
Sie war schon lange Jahre Mitglied in der 5er-Gruppe der peinlichsten Personen Berlins mit dort wechselnden Positionen. Nun hat sie, und wohl für längere Zeit, Platz 1 erklommen: Lea Rosh, geborene Edith Renate Ursula Rohs. Bekannt geworden vor allem als Mitinitiatorin des Holocaust-Mahnmals; einer gesuchten Aktivität, die sie im Gespräch halten sollte und was sie auch häufiger mit Unsäglichkeiten pushte. Nun steht das Mahnmal, ist eingeweiht und harrt der Dinge, die da kommen sollen. - Arme Lea. Kein Mensch wird mehr von ihr reden. Aber hallo, da gibt es doch noch Möglichkeiten: Also flugs gefordert, aus dem Mahnmal einen Reliquienschrein zu machen. Das entsetzte Abwenden von dieser Geschmack- und Geistlosigkeit: einhellig.
- Vielleicht kann sie ja noch eine Karriere starten als Bewahrerin der Rechte grönländischer Ureinwohner mit dem Kampfnamen Quaayayatsuu Innui-rosh?

11.5.
Das Atomkraftwerk Obrigheim wird gemäß des Atomkonsensus' zwischen Regierung und Energiewirtschaft abgeschaltet. Der Abbau soll 18 Jahre dauern. Die Bewachung der Reste gewiss 18.000 Jahre - so viel zum Schlagwort »billiger Atomstrom«. Die CDU wiederum will, sobald sie in »Regierungsverantwortung« geraten sollte, mit ihrer Steinzeitpolitik gegen den Atomausstieg, den offenbar nicht einmal die Kraftwerksbetreiber ernsthaft in Frage stellen, vorgehen.
- Übrigens: Bitte nicht »Kernkraftwerk«, das klingt so gemütlich nach Weihnachten und Nüsseknacken!

Einmal nötige Medienschelte: Allenthalben und derzeit mal wieder verstärkt geistert durch alle Nachrichten die Formulierung, die Bundesregierung beschließe ein Gesetz oder dessen Änderung.
- Welche' ein Demokratieverständnis! NOCH ist in unserem Lande das Parlament der Gesetzgeber!

Stichwort Demokratie: Selbst in derart bezichtigten »Bananenrepubliken« kann die Bevölkerung zumindest über eine Verfassung abstimmen. Nicht so in Deutschland. Wenn es um die EU-Verfassung geht, muss der Bundestag ran - die hierzulande bekanntlich größte Zusammenkunft der Klügsten.
- Ich verwette mein lebenslängliches Wahlrecht darauf, dass von dessen Mitgliedern noch keine 10 Prozent den Text gelesen und davon nur 3 Prozent verstanden haben!

9.5.
Maiomai, tagelang nichts aufregendes passiert (nicht einmal der neuen Großschreibung wert :-) ).
Doch! Da gibt es zwei Dinge:
Nur für die Geschichtsschreiber: Jahrelang hat das Pentagon die Veröffentlichung von Fotos der »heimkehrenden« Irak-Sieger (will meinen: in Särgen) verboten. Nun Änderung: Fotos ja, aber mit Augenbalken bei den Sargträgern.
- Mein Vorschlag: Viel früher ansetzen und die Verantwortlichen und die Sarginhalte unkenntlich machen!

Zum anderen hat sich unser hochpeinliche und unerträgliche »sozial«-demokratische Berliner Lieblingssenator (der für Finanzen) wieder aus dem Fenster gehängt mit abenteuerlichen Forderungen an andere.
- Wir erinnern erneut daran: Das ist der Mann, der mit Anfang 50 auf der Weiterzahlung einer ziemlich hohen und offenbar durch keine außergewöhnlichen Leistungen gerechtfertigte Frühpension von der Deutschen Bahn (ok, deren Missmanagement ist sowas von bekannt!) bestand, während er den Luxusjob des wahrscheinlich objektiv und in diesem Falle offenkundig überbezahlten Finanzsenators einnimmt.
- Liebe SPD und PDS: Wie sieht es da übrigens aus??!!

5.5.
Wenn ich den Chef des Münchner IFO-Institutes H.-W. Sinnlos (namen est amen, sagt der Lateiner) so vor mir sehe, fällt mir immer ein, wie wir solche Kerle früher nannten: König Trottelbart.
- Jaja, die Geschichte wiederholt sich.

Fundamentale Erkenntnis, in den ARD-Tagesthemen exklusiv verbreitet: »Gewinne sind nicht nur für Aktionäre da, sondern auch für Arbeitnehmer.«
- Ich glaube, der kühne Denker dieser Zeile wird in der Börsenredaktion dort nicht alt.

4.5.
Ich kann dieses Arschgesicht Hitler nicht mehr sehen! Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, alle wochenlang voll damit. Zum 60. Jahrestag usw. Und natürlich mit dem Impetus »distanzieren, abgewöhnen, nie wieder«. Zum Kotzen.
- Viel besser und effektiver und vor allem ehrlicher: Einmal die Woche Erwin Leisers unübertrefflichen Film »Mein Kampf« auf allen Fernsehkanälen und monatlich in allen Schulen statt Morgenandachten einen Film über die Befreiung von sogenannten Konzentrationslagern durch die Alliierten!!!

Apropos Hitler: Die offensichtlich hirnamputierte Lynndie England (die mit der Hundeleine im Bagdader Gefängnis Abu Ghreib) verteidigt sich 60 Jahre nach den Nürnberger Prozessen mit dem Idiotenspruch »Ich habe nur Befehle befolgt«.
- So viel zur Demokratietradition der US-Army.

3.5.
Heute ist Welt-Asthma-Tag.
- Leider hat die Welt nicht sonderlich darauf gehört und wir haben relativ wenig Huster.
:-)

Kleines Preisrätsel. Wer hat dieses Motto ausgegeben: »Finger weg von den Dividenden!«
a) Dagobert Duck
b) John D. Rockefeller
c) Friedrich Flick
d) Adolf Hitler
d) Karl Marx
e) Hans »die rote« Eichel
In unserer grenzenlosen Güte geben wir noch einen Tip: Der Spruch ist ganz nahe zeitgenössisch!
Ja! Richtig! Unser derzeitiger SPD-Finanzminister!
So kommen wir natürlich weiter.

2.5.
Kann man den Störer des sozialen Friedens Sarrazin, derzeit Berliner Finanzsenator, bei seinen Forderungen gegen Hartz-IV-Beschissene und andere nicht endlich einmal daran erinnern, dass er bei der Ernennung zum Spitzenbeamten zunächst um seine 5-stellige Frühpension von der Deutschen Bahn ZUSÄTZLICH zur Senatorenapanage rücksichtslos kämpfte!!??
- DAS ist zum Kotzen!

Warum machen die Medien - überwiegend - ohne Not diesen Etikettenschwindel mit? »Investoren« waren früher und sind auch noch heute ganz einfach Spekulanten; »Wettbewerb«, möglichst auch noch bombastisch »internationaler«, war einmal simpel Konkurrenz.
- Da weiß man doch, woran man ist!

1.5.
Ungerechtfertigte Zinsgewinne der Unternehmen will Sozialministerin Ulla Schmidt streichen, indem die Firmen die Zahlung der Sozialbeiträge um einige Wochen auf den Monatsbeginn vorverlegen. Riesengeschrei in der betroffenen Szene. Uns Arbeitnehmern hingegen werden diese Beiträge sofort abgezogen, und das Finanzamt nimmt gar vierteljährliche Vorauszahlungen von uns entgegen!
- Man versteht das demagogische Geschrei »der Wirtschaft« nicht: Die Umstellung passiert doch nur einmal. Danach ist der Vier-Wochen-Rhythmus wiederhergestellt.

CDU- und FDP-Hinterbänkler wollen auch mal wieder in die Medien: So fordern sie - ernsthaft! - ein »Bündnis für Mais«, um »der Gentechnik in der Landwirtschaft in Deutschland endlich zum Durchbruch zu verhelfen«. Rund 90 Prozent der Bevölkerung wollen das aber gar nicht.
- Haben die Abgeordneten aber ein Glück, dass sie keine Minister sind: Die müssen nämlich in ihrem Amtseid schwören, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden.