29.4.
In den vergangenen Tagen sank der Strompreis an der »Energiebörse« (das ist dort, wo die Oligopole sich nicht absprechen, weil es verboten ist) um ca. 30 Prozent für eine Megawattstunde. Grund sind starke Kursverluste beim Emissionshandel. Selbstverständlich haben die Kunden nichts davon, denn die darbenden Konzerne müssen sich ja erholen (siehe gestern). Und Wirtschaftskasper Glos staunt...

Toll! Mädchen in Burka an deutschen Schulen! Diese tiefgläubigen und Toleranz heischenden Menschen werden sich gewiss verständnisvoll und energisch dafür einsetzen, dass katholische Nonnen oder Franziskanerpatres sich unbehelligt in Mekka und Kabul bewegen können.

28.4.
Der schwedische Staatskonzern und Stromoligopolist »Vattenfall« meldet eine Profitsteigerung von 37 Prozent gegenüber dem im Vorjahr. Das ist der, der in Berlin ab dem 1. Mai seine Strompreise für Privatkunden »aus unumgänglichen wirtschaftlichen Gründen« um 5,2 Prozent erhöht. Und denen der »rot«-»rote« Senat zugestimmt hat!!!

Einen Regimewechsel strebt George W. Bush an. Allerdings im Iran. Mit Waffengewalt. Dagegen wären mindestens 90 Prozent der Weltbevölkerung schon zufrieden, wenn es in Washington einen solchen friedlich gäbe.

Parlez-vous fryysk? Ochi? Wo finden der »Red Nose Day« und der »Girls' Day« statt? Richtig! Natürlich nicht in London, sondern im früher mal deutschsprachigen Berlin...

27.4.
Ein Beispiel besonderer Sorge hat der Präsident des »Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde« (was es so alles gibt und was wir »Verbraucher« mittelbar so alles finanzieren!) jetzt abgesondert: »Wir befürchten, dass das Problem Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen gesetzgeberisch angegangen wird.« Der BLL will nämlich weiter Fett, Zucker, Salz und andere gesundheitsschädliche Stoffe ungehindert in die Kindermäuler stopfen können. Und rechnet in »Verbraucherminister« Seehofer mit einem getreuen Bündnispartner gegen einschlägige EU-Pläne. Und wird sich darin wohl nicht täuschen.

Endlich ein Rückschlag für die MAFIFA: Der Bundesgerichtshof hat den Wahnsinn abgewiesen, dass der Begriff »Fußball-WM 2006« zu schützen sei. Das Urteil ist aber wohl vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Vatikan für die Benutzung des Wortes »Ostern« eine Gebühr erwogen hat und der Verlag Gruner+Jahr schon Abmahnungsschreiben an die Kalenderindustrie vorbereitet...

Die Spargelbauern klagen: Es gebe große Probleme mit der Vorgabe, dass 10 Prozent der Spargelstecher Deutsche sein müssen.
Es hat sich allerdings auch noch keiner der Politiker, die diese Vorschrift für ebenso nützlich wie wichtig fanden, auf den Feldern sehen lassen.

25.4.
Präziser als hier zufällig auf der Seite 1 des bürgerlichen »Tagesspiegels« kann man die Verrottung unserer Politik(er) nicht darstellen:

23.4.
Wochenende und Langeweile. Was machen da die Brandenburger Neofaschisten? Einen kleinen Abstecher in Potsdam.

22.4.
Hollywoods Julia Roberts wurde für ihr Theaterdebüt von der Kritik gnadenlos verrissen. Was wieder mal zeigt, dass die meist talentfreien, aber grundlos überbezahlten Filmsternchen in aller Regel von echter Schauspielerei keine Ahnung haben.

Die notleidende englische Königin Elizabeth II kriegt jährlich 800.000 Euro aus der EU-Kasse. Sie ist nämlich Nebenerwerbs-Landwirtin.
Da bekommt die Euro-Skepsis vieler Briten doch gleich eine nachvollziehbare Begründung!

Der Oberbürgermeister von Potsdam fand für das scheussliche Verbrechen kürzlich in seiner Stadt nur den Begriff »Vorfall«. Der Mann hat es offensichtlich aber etwas oberhalb der höchsten Bandscheibe.

Wenn es keine Beleidigung wäre, hätte ich gesagt, dass die Innenminister-Fehlbesetzung Schäuble ein ebenso gefährlicher wie ignoranter Idiot ist. So aber darf ich das öffentlich nur vermuten.

21.4.
Der Innenminister von Brandenburg legt in einem Interview mit dem »Tagesspiegel« den Offenbarungseid Schönbohmscher Innenpolitik ab: »Manche Orte meidet man nachts besser.«

Der Elektromechaniker und somit ausgewiesene Finanzpolitiker sowie designierte SPD-Vorsitzende Beck erkennt in Deutschland eine zu niedrige Steuerquote. Dies schreie nach Steuererhöhungen, welche »natürlich« die Bevölkerung zu tragen hätte.
Gleichzeitig plant der immerhin Diplomvolkswirt Steinbrück klammheimlich enorme Entlastungen per Unternehmensteuerreform für »die Wirtschaft«. Wir wissen ja seit Jahrenden, dass so etwas unüberschaubar viele neue Arbeitsplätze schafft! Wir wissen aber nicht, warum wir noch Spezialdemokraten wählen sollten...

Die andere Seite ist aber auch nicht besser: Da tönt CDU-Vielschwätzer Biedenkopf zur Sozial- und Rentenpolitik bei May-Britt Illner: »Die Versäumnisse und Fehler, die wir in den letzten 25 Jahren begangen haben, müssen wir nun ausbaden und bezahlen.« Wobei das erste »Wir« die Politiker und das zweite »Wir« zweifellos die Bevölkerung meint.

20.4.
Die USA-Außenministerin Rice sieht schon wieder eine »Koalitionder Willigen«, die sich gegen den Iran bildet. Vermutlich sind es vor allem die Multis Bechtel, Exxon und Boeing.

Die Justizbehörden hegen vorsichtige Verdachtsmomente auf eine rechtsextremistisch motivierte Straftat bei dem bestialischen Angriff auf einen gebürtigen Äthiopier in Potsdam. Wie kommen sie nur darauf, wo doch jeder juristische Laie sieht, dass es sich höchstens um einen bedauerlichen Fall von gut gemeinter Orientierungshilfe handelt?

19.4.
Ich traue meinen Augen nicht: Anläßlich der Sitzung des VW-Aufsichtsrats lungern einige TV-Reporter vor dem Haupteingang des Werkes. Da fahren plötzlich zwei schwarze zivile Limousinen mit Blaulicht vor und werden durchgelassen. Wo gibt's denn sowas (außer offenbar in Wolfsburg)? Die Kerle sind doch ganz normale Bürger?! Wieso Sonderrechte? Herr Generalbundesanwalt, Amtsanmaß! ÜberNEHMen Sie!

Die Bundesregierung erarbeitet im Rahmen ihrer Hartz-IV-Skandale ein neues »Optimierungsgesetz« - und wir sehen in seiner Folge ab Sommer Millionen von neuen Arbeitsplätzen aus dem Boden schießen.

Der »Gemeinsame Ausschuß« (wohl in des Wortes doppelter Bedeutung) der Medizinpolitik hat nun gegen Knie- und Rückenschmerzen die Akupunktur als auch kassenmäßig anrechenbar anerkannt. Bei Migräneleiden und sonstigen Kopfschmerzen hingegen nicht. Ist logisch: Gegen diese werden ja Mittelchen genommen und Tabletten geschluckt, so dass die Vertreter der pharmazeutischen Industrie im genannten Gremium wohl energisch ihre Häupter geschüttelt haben...

18.4.
Wie weggeblasen: Am Tag nach Ostern brechen die verantwortlichen Krisen schlagartig zusammen und der Benzinpreis wie auf Kommando um 4-5 Cent ein. - Ein Schelm, wer Übles dabei denkt!

Die Kommerzialisierung des Sports ist Anlass für den Vorsitzenden des Sportausschusses des Bundestages, darüber zu lamentieren und in die Medien zu kommen. Guten Morgen, Herr Danckert! Das Problem ist nun aber schon mehrere Jahrzehnte alt und die Profitgier wurde, um im Bild zu bleiben, vom Internationalen Olympischen Komitee vorgeturnt. Dass da die MAFIFA mittun will, ist doch ein Selbstläufer.

13.4.
Enttäuschung der Hochwasser-Helfer über das bisherige Spendenaufkommen? Die Gründe liegen doch auf der Hand: Zum einen haben viele wegen der durch ihr permanentes falsches oder Nichtstun für die Überschwemmungen im Kern verantwortlichen Politiker, Ämter und Behörden »die Faxen dicke«. Zum anderen bleibt vielen Bürgern als Folge einer weiteren und von denselben verursachten Katastrofe, verbrämt als »Wirtschaftspolitik« oder »Reformen«, kaum noch Geld übrig, das sie spenden könnten.

Der CSU-»Generalsekretär« Söder hetzt im Zuge der Diskussion um einen Kombilohn gegen »permanente Arbeitsverweigerer«. Wohl solche wie er, von denen nicht bekannt ist, dass sie im Leben schon einmal einer vernünftigen oder gar nützlichen Tätigkeit nachgingen.

Wie blöde können Werbefritzen sein? So blöde: »Mit BASE kostenlos telefonieren! - Für 25 Euro im Monat.«

10.4.
Ein Vorkommnis wie der Rücktritt von Matthias Platzeck treibt einen aus der Urlaubsruhe. Denn hier gibt es zwei skandalnahe Aspekte:
1. Kann ein ziemlich ausgepowerter Mann offensichtlich keine politische Partei, aber immerhin noch ein Bundesland verantwortlich führen. Welch' eine Hybris!
2. Schon drücken die üblichen Danebensteher ihr »Verständnis« und ihren »Respekt« für das Hinschmeißen der Brocken aus. Bei jedem normalen Arbeitnehmer wären Beschimpfung und - möglichst fristlose - Entlassung die Konsequenzen (der Mann ist ziemlich krank und bitteschön bereits über 50).

2.4.
Kurzer Urlaub bis zum 11.4. einschließlich.

Wie kriegen wir die dringend benötigte Integration an deutschen Hauptschulen hin? Ganz einfach: indem die deutschen Kids dort (etwa 15 bis 25 Prozent) endlich arabisch und/oder türkisch und/oder russisch lernen...

Schröder hat zu Amtszeiten nichts von einer Milliardenkredit-Bürgschaft für Gasprom gewusst. Logisch. Denn ein Kanzler wird vom Wirtschaftsminister selbstverständlich erst ab einer Summe von einer Milliarde und einem Euro eingeweiht!

1.4.
:-)