
30.11. Gute 2 Minuten in der Tagesschau über die »Enzyklika« einer weltanschaulichen Minderheit - und das nennt sich öffentlich-rechtliches Fernsehen? Finanzminister Steinbrück mährt bei der Rechtfertigung des Kriegshaushaltes über die »auswärtigen Verpflichtungen« der Bundeswehr. Klassisches Beispiel von self-fulfilling prophecy: wer hat sie denn hingeschickt? Wahrscheinlich die Kommunen, die zu viel Geld für Jugendeinrichtungen usw. haben. Da wird die Wettbewerbsfähigkeit beschworen und zugleich gewarnt, dass bei Einführung eines Mindestlohns » 1.000.000 Arbeitsplätze« (die für 4 Euro oder weniger pro Stunde) wegfallen könnten. Logischerweise wären genau diese Firmen doch offensichtlich unter gleichen Bedingungen für alle NICHT wettbewerbsfähig, Herr Bauernfänger Brüderle!!! In einem Zeitungsbeileger schreit uns Karstadt an: »Top-Preise«.
29.11. Hei, was tummelt sie sich in Selbstgefälligkeit: Seit 13 Jahren zeige die Statistik nicht so wenige Arbeitslose! Die Statistik. Einige Journalisten erinnern sich zumindest an das 1. Semester Publizistik und ergänzen: Gemeldete Arbeitslose! Aber das ist auch nicht besser. Sehr viele melden sich gar nicht mehr. Und dann all' die »Aufstocker«, die Kleinstmindestlohnbezieher, die Doppeljobber... Nicht nur im Fernsehen, auch in der Politik ist es offensichtlich nützlich, nicht zu klug zu sein. Etwa wie unsere Bundes- ausgerechnet - bildungsministerin. Da schwafelt sie über die Ergebnisse der neuesten PISA-Untersuchung: »Deutschland liegt im ersten Viertel. Eine hervorragende Position!« Nun weiss jeder Zehnjährige, dass Platz 13 nicht gerade hervorragt. Aber der will wahrscheinlich nicht gerade Bundesminister werden. »Die Banken« stützen die durch Manipulationen unfähiger Vorständler doch heftiger als zunächst zugegeben ins Trudeln geratene IKB. Schadenssumme bislang 3,8 Milliarden. Die größte Stützerin mit bislang 350 Millionen ist die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau - jedenfalls der Name stimmt einigermaßen) -und die sind: wir, die Steuerzahler. Von irgendwelchen spürbaren Bestrafungen der IKB-Verantwortlichen hat man allerdings noch nichts gehört.
28.11. Man darf offenbar nicht zu klug sein, um im
Fernsehen Erfolg zu haben: Beim Warten auf das Heute-Journal
hörte ich Carmen Nebel gegen Ende ihrer TV-Unsäglichkeit sagen:
»Wir sind jetzt 120 Minuten auf Sendung. Das sind gut eindreiviertel
Stunden«... Apropos Fernsehen. Beim Zappen blieb ich kurz vor Mitternacht bei n-tv hängen und dachte »Eine Kindersendung? Auf diesem Kanal? Um diese Uhrzeit?« Es stellte sich dann aber heraus, dass es ein Gespräch mit der neuen Juso-Bundesvortsitzenden war. Die arme bringt ja keinen richtigen Satz zustande (jedenfalls nicht ohne zig »irgendwie« usw.) und kann nicht für fünf Pfennig politisch argumentieren. - Soweit ist also die personelle Misere der Spezialdemokraten bereits nach unten durchgeschlagen.
27.11. Das Landeskriminalamt von Sachsen-Anhalt ist zu jedem Scherz
bereit: So konstatiert es für das 1. Halbjahr 2007 einen Rückgang
rechtsextremistischer Straftaten um über 40 Prozent. Die Opfer der
Übergriffe sehen das zwar anders, aber Statistik ist nun 'mal Statistik;
vor allem die selbst gefälschte. Denn, so der LKA-Präsident:
Hakenkreuz-Schmierereien z.B. sind meist nicht politisch motiviert, sondern
Streiche von Schulkindern. Und ergo nicht als politische Straftat zu werten.
Und Präsidenten-»Scherze«? Die Deutsche Telekom zieht sich nun
endlich aus der Arzneimittelbranche zurück und schließt ihr
Radlerteam. Oberradfahrer Rudolf Scharping, das mündliche
Schnellfeuergewehr, sieht keinen Schaden und geht davon aus, dass die Mannschaft
sportlich und wohl auch medizinisch weitermacht. Oswald Metzger, so
hört man, will die »Grünen« verlassen. Verdammt. Da habe
ich etwas verpasst: Ich wusste gar nicht, dass er bei denen ist, denn sein Reden
hat immer schon Lambsdorf-FDP oder rechte CDU nahegelegt. Dringend
benötigte Stadtschlösser wieder aufbauen; von jedem ersehnte
Galileo-Satelliten in den Orbit schießen; die Großindustrie
alimentieren; afghanischen Gangstern vergoldete Arschlöcher verschaffen:
Deutschland ist reich und wir ham's ja!
25.11. Das TV-Programm von N24 sieht an einem Tag vor:
24.11. Noch so ein Fall von Manager-Betrug: Wegen des Dollarverfalls macht die Airbus-Gesellschaft angeblich weitere Riesenverluste. Ja, Mensch! Andere exportorientierte Firmen haben sich gegen so etwas vorab versichert! Und zudem: Macht es doch wie klügere Exporteure - verkauft in Euro! Hierzu passt
übrigens ganz prima diese Personalie: Daniel Goffart, bislang
Bevollmächtigter des Vorstands der Telekom »für Politik und
Regulierungsgrundsätze« und Leiter des Hauptstadtbüros, wird am
1.2.08 Ressortleiter für Wirtschaft und Politik beim Handelsblatt -
womit
dessen Leser eine erhöhte Chance auf objektive Berichterstattung in diesem
Falle über IT, Telekommunikation und angrenzende Unwichtigkeiten
haben... Noch so ein Hit: Wie blöd sind eigentlich unsere
Behördenchefs? Da werden mehr als 40.000 Kraftfahrer mit nicht oder
nicht
ausreichend funktionierenden Katalysatoren betrogen und müssen nach dem
Schaden wohl auch noch den Spott des Finanzamtes (Rückforderung der
Kfz-Steuererleichterung) ertragen. Und wer hat den Schrott amtlich zugelassen?
Mann, mann, mann! Und olle Mehdorn zeigt nun endgültig, dass er eine
absolute Fehlbesetzung ist, nachdem die Verhandlungsparteien bis Montag
Stillschweigen vereinbart hatten, er aber wie ein kleiner Junge »Herr
Lehrer, ich
weiss was« in die Mikrofone brüllt. 23.11. Schon wieder so einer von dem du denkst, er
müsste doch ein Fitzelchen Rechtskenntnis als sog. Topmanager haben:
Ex-EnBW-Boss Claassen soll 450.000 Piepen wegen Vorteilsgewährung
(Fussball-WM-Tickets an Spitzenpolitiker verschenkt; natürlich völlig
ohne
Hintergedanken!). Das alles weist er als »völlig absurd«
zurück. Die Privatschulen wollen - mehr - Geld vom Staat!!!
Hört mal! Entweder ihr seid religiös, dann macht ihr
Gesinnungsreklame;
oder ihr seid kommerziell. Wo bleibt die Konsequenz? Parteitag der
»Grünen« TOP1: Diskussion über ein neues Logo! Und zwar
stundenlang, weil Land und Partei keine größeren Probleme
haben. Neues Beweismaterial: Zwei bayerische (!) Lehrer bei Pilawas
»Das Quiz«: Für den einen sind allen Ernstes 100 Gramm ein
Kilogramm. Und der andere weiss nicht so recht, wieviel 1.000 mal 1.000 ist.
Kein
Wunder. Wirklich! Jetzt gibt's schon Orden für
Selbstverständlichkeiten. Der Berliner Unternehmer Lindner (Butter)
erhält dafür das Bundesverdsienstkreuz, dass er 60 Lehrlinge
ausbildet.
Bei wohl 100 Ladengeschäften. 22.11. Spaß muss sein:
Ausgerechnet die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
beschäftigt sich mit den (gestiegenen) Preisen für
Weihnachtsbäume. So entlarven sich »Experten« in der
Politik: Von ihnen merken einige wenige erst jetzt, dass die
Auseinandersetzungen um den Briefträger-Tarifvertrag völlig
überflüssig sind, da derartige Fragen in §6 Absatz 3 Nummer 3 des
Postgesetzes geregelt sind. Danach müssen »Dienstleister im
Briefmarkt« (tolles Ausdrucksvermögen der Politiker/Juristen) die
üblichen Arbeitsbedingungen erfüllen, wollen sie eine Lizenz
erhalten. Die Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (wir merken sogleich: wir sind in
Deutschland)
moniert, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio die Etats für ihre ohnehin
umstrittenen On-line-Aktivitäten überzogen haben. - Da kommt die
anstehende Gebührenerhöhung ja gerade recht! 21.11. Apropos Stasi: In
Berlin soll eine heftig (leider nur von ganz wenigen Abgeordneten)
kritisierte
Novelle zum Polizeigesetz zur Ausweitung der Videoüberwachung
verabschiedet werden. Ein Mitglied der SPD-Fraktion entblödet sich nicht zu
erzählen, dass er dem zu erwartenden »Mehrheitsvotum trotz Bedenken
folgen« wolle. So kommen bei den Spezialdemokraten leider alle
Bedenklichkeiten durch, die dann vom Bundesverfassungsgericht korrigiert werden
müssen... Apropos Presse: Im Stadtmagazin zitty werden wir
mit dieser atemberaubenden und wichtigen Meldung konfrontiert: »Anselm
Dreher denkt nicht daran, nach Mitte umzuziehen.« - Und für so etwas
fällt die Papierindustrie Bäume! Immer wieder toll die
Fremdsprachenkenntnisse deutscher Globalisierer: Wer denkt in dieser
Jahreszeit
nicht an Sommer, Sonne, Palmenstrand - also an die Karibik?! Nun, zum Beispiel
eine
Solarbank-Kette namens Caribic Sun. Dabei hätte der Betreiber
doch während der Liegezeit 'mal ins Wörterbuch schauen können:
das Adjektiv im Englischen ist Caribbean. 20.11. Jetzt muss der Steuerzahler dem nach Milliardenschmiergeldern
ärmsten Konzern der Bundesrepublik, Siemens, auch noch 85 Millionen als
»Zinssubvention« für ein U-Bahn-Projekt in Vietnam in den Hintern
schieben. Und Siemens & Co beim Bau des Transrapid erheblich unter die Arme
greifen, während die uns in die Taschen. 18.11. Lokführerstreik als Thema bei Anne Will. Nicht
zugegen war der eigentlich Verantwortliche, der unsägliche Mehdorn.
Wahrscheinlich hat er zu seiner Personalvorständlerin Suckale gesagt:
»Margret, geh' Du da hin, Dir nimmt man die geballte Dummheit noch ab. Bei
mir
sind sie schon verzweifelt.« 17.11. 16.11. Der Noch-Chefredakteur des Spiegels, Stefan Aust, gibt
ein Beispiel für die Gesinnungs-Verluderung der bürgerlichen
Journalisten, die schon Bismarck »verkommene Lohnschreiber«
nannte: Es wird gemeldet, dass seines Bleibens bei dem Hamburger
Nachrichtenmagazin über 2008 hinaus nicht wahrscheinlich sei; viel
wahrscheinlicher aber die Möglichkeit, dass er beim Springer-Verlag ab
ziemlich
sofort (tja, so gültig sind halt Arbeitsverträge!) als
hähähä »Fernsehvorstand« sein übertriebenes
Einkommen zu halten versuchen werde. Apropos Aust I: Apropos
Aust II: Apropos Medien: Eine neue Verhöhnung
der Gebührenzahler steht ab 18.11. im Hörfunkprogramm Radio
Eins des RBB an, wenn Vater und Tochter als »Kuttner & Kuttner«
wie gewohnt uninspiriert Nerven sägen. Wer sich Medien mal wirklich
abgewöhnen will, sollte drei Monate »V.i.S.d.P.« ansehen. Aber dann auch dieses Produkt mit
seinem unsäglich eitlen Obermotz vergessen. Die Hamburger Hafenbehörde heißt
jetzt in vorauseilendem Gehorsam und auf gut denglish »Hamburg Port
Authority«. Aber auch im Zeitalter der Globalisierung kannste Gift drauf
nehmen, dass wir auf die Neu-Amsterdamer Hafenbetriebe oder die Nieuwe
Amsterdamse Havens Maatschappij von New York noch mehr als lange
warten können. 15.11. Im VW-Sex- und Korruptionsskandal stehen in Braunschweig nur
bedauerliche »Opfer« vor Gericht. Die anderen Täter wie Peter Hartz
wurden ja übrigens vor einem halben Jahr gegen Zahlung von
Peanuts-Tüten und mit Bewährungsstrafen so gut wie
freigesprochen. Die CDU - und allen voran ausgerechnet der
brutalst-mögliche Aufklärer Koch sowie die Lusche Pofalla - fordert
vehement eine Entschuldigung Thierses für seine wahrlich nicht
gelungene Entgleisung. Als aber ein Payrteikumpane wie Oettinger Nazis
verherrlichte, war das fast in Ordnung... 13.11. »Desaster-Suckale« (die hilflose Schwätzerin vom
Bahnvorstand) hat nun jeglichen Boden unter den Füssen verloren und selbst
der Bahnexperte der CDU-Bundestagsfraktion empfiehlt ihr Schweigen. Meint sie
doch wirklich, auf die Forderungen der Lokführer einzugehen bedeute ein
»volkswirtschaftliches Desaster«! Mal wieder Vogelgrippe in Great
Britain. Gerade rechtzeitig vor Weihnachten. Da freut sich die
Putenindustrie aber
gewaltig, dass sie mal wieder einen prächtigen Grund für kräftige
Preisanhebungen hat. 11.11.
10.11. 9.11. Die Spezialdemokraten hebeln die
Grundrechte weiter aus (die CDU sowieso): Jetzt haben sie die
»Vorratsspeicherung« sämtlicher Telekommunikationsdaten der
Büger beschlossen - obschon ein entsprechendes Verfahren vor dem
Bundesverfassungsgericht anhängig ist! Und praktisch im selben Atemzug
bramarbarisieren sie im Parlament wg. des 9. Novembers über
Bürgerfreiheiten und DDR-Bespitzelung. Sauber! Die
Bahn-Vorständler verstehen immer noch nicht, wieso »die andere
Seite« alles mögliche in Kauf nimmt. Wieso die andere Seite?! So
etwas
gibt's auch nur in Israel - einen »Minister für
Rentenfragen«. 8.11. Dieser unsympathische junge Mann
ist 7.11. Beim Zappen über
Eurosport gekommen: Damentennis. Grauenhaft und unzumutbar! Die
Geräschkulisse der Aktiven klang wie die Tonspur eines Films über
Folterlehrgänge. 6.11. Tagesschau zu spät angeschaltet und gleich einen
Riesenschreck gekriegt: Zwei altersfleckige Händepaare in
Großaufnahme umklammern sich. Sind sich etwa Mehdorn und Schell
über einen Tarifvertrag für Lokführer bei der Bahn endlich einig?
Nein! Es treffen sich lediglich zwei völlig überflüssige
Funktionäre: ein Papst und ein saudischer König. Aber apropos
Bahn und unnötig: Mehdorn und Suckale raus, raus, raus!!!! Das ist in
deren
minimierten Verständnis das einzige »Argument«. - Wir erinnern uns:
der eine zieht (jagut, verdienen ist nun wirklich nicht das richtige Wort) 10,
die andere 6
Millionen im Jahr. Und ohne Verantwortung für auch nur ein einziges
Menschenleben. Der Lokführer hingegen hat 100 bis 1.000 Passagiere hinter
sich, muss allerdings im Vergleich zu Frau Suckales jährlichem Gemähre
220 Jahre fahren. Wobei es nach den Regeln von Wertschöpfung ziemlich
umgekehrt ist... 5.11. Tja, und
dann
noch der Rosstäuschertrick vonwegen Abstrichen an den
Abgeordnetenpensionen! Haben Sie mal nachgerechnet? Da fällt sogar mir
als abiturmäßiger Neusprachler auf: Pro Abgeordnetenjahr
»nur«
2,5 Prozent. - Macht allerdings nach einer Legislaturperiode (im Normalfall 4
Jahre)
schon gleich 10 Prozent aus. Von dann 7.668 Euro! Da kommt der Eckrentner nach
35
Jahren Maloche vielleicht hin. Nach zwei Legislaturperioden schwingt sich der im
Wahlkreis ungeliebte, aber über CDU-/SPD-/FDP-Liste ins Parlament gehievte
Interessenvertreter bereits auf Oberniveau. Und wenn er drei Bundestage ganz
hinten
nach Wunsch der Fraktionsführung völlig unauffällig
überstanden hat, kann er mit nur 35 kalendarischen sowie Null richtigen
Lebensjahren und ganz ohne Nebeneinkünfte schon monatlich gut 2.500 Euro
aus der parlamentarischen Volksversorgungskasse ziehen. - Aber wir haben das ja
alles gewollt, weil gewählt!!!! 4.11. 3.11. Verwirrung im Außenamt: Sie haben doch
tatsächlich den Steinmeier zur Konferenz der Nachbarstaaten (!!) des
Irak
(!) geschickt. Und der ist tatsächlich hingefahren. So
dämlich können Unipräsidenten sein! Im Fragebogen des
Tagesspiegels gibt der der FU zu Protokoll: Nun werden die
Rentner und andere Nichtstuer jubeln: Ihresgleichen, in diesem Falle die
Bundestagsabgeordneten, dürfen sich über eine anstehende
9,4-Prozent-Erhöhung ihrer Alimente freuen... Da lese ich
»Projektleiterin der 'Gedenkstätte Berliner Mauer', Maria Nooke...«
Verwandt muss man halt sein! 2.11. 1.11. Apropos Vattenfall: Dessen
»Betriebsergebnis« stieg in den letzten neun Monaten um sieben
Prozent auf 1,3 Milliarden. Dazu trug die Senkung der Unternehmenssteuer
nach
Konzern-Angaben mit gut 300 Millionen bei. Wenn die gesamten jüngsten
Steuergeschenke für Unternehmen rückgängig gemacht
würden, gäbe es um Verlängerung von Hartz I bis Erhöhung von
Hartz IV überhaupt keine Diskussion, und beim Staatshaushalt könnte
zusätzlich mit Sanierung und Schuldenzahlung begonnen werden... Und
erste unverantwortliche Sozialprassereien sind schon angekündigt: Die
Rentenerhöhung soll im nächsten Jahr mehr als verdoppelt werden -
statt 0,54 nun sagenhafte knapp über 1 Prozent! Da hat der
»Eckrentner« doch monatlich gleich unbeschreibliche 10 Euro brutto mehr!
Dass die »Sozial«-Politiker sich nicht schämen, sowas auch noch
groß herauszuposaunen... Pofalla (Brechreiz) verkündet, der
Tarifvertrag für Postbedienstete könne nicht als allgemeingültig
erklärt und die Einkommen darin nicht als Mindestlohn deklariert
werden, da
keine 50 Prozent der in der Branche Beschäftigten von ihm abgedeckt seien.
Schließlich gebe es neben den privaten Postdiensten auch Zeitungsboten und
vor allem Taxifahrer, die mit dem Austragen von Briefen betraut sind. - Was der
CDU-Generalschwätzer völlig übersehen hat: Wir alle bringen
unsere
Post noch zum Briefkasten, so dass tatsächlich nur rund 0,15 Prozent unter
besagten Tarifvertrag fallen! Und nun noch eine gute Nachricht für
Demokraten: Der polnische Präsident Lech Kaczynski hast sich zehn Tage
nach der Parlamentswahl dazu herabgelassen, das Ergebnis
»anzuerkennen«!
Christkindl-MARKT in Nürnberg eröffnet - na, wenigstens eine ehrliche Einrichtung!
Zu deutsch also »Spitzenpreise«. Würden Sie dort kaufen?!
Neeeeeiiiin! Die Politik mischt sich natürlich niiieee in Tarifverhandlungen ein!!!
So verrottet sind die Wertmaßstäbe der
Finanzwelt: Da bekommt Josef Ackermann den Herbert H. Lehmann Award
(nach dem Gründer des Bankhauses Lehmann Brothers). Und zwar
für »seinen langjährigen Einsatz für die Menschenliebe,
Vielfalt und bürgerliche Verantwortung«.
Da schießt den zehn
oder mehr tausend entlassenen ehemaligen Mitarbeitern der Deutschen Bank
gewiss das schiere Salz der Rührung in die Augen! Und unsere Medien melden
so etwas unkommentiert...
Die Lippenbekenntnisse der Politiker beschwören ständig das Streichen
von Subventionen. Nun macht die EU-Agrar-Kommissarin endlich einmal Ernst -
schon ist es wieder nicht recht: Der Robin Hood der deutschen Kleinbauern,
Horst Seehofer, ist vehement gegen den Plan aus Brüssel. Denn damit
würden die Großgrundbesitzer ihre sechsstelligen Zubrote verlieren.
Verbrämt wird diese Klientelepolitik mit unsachdienlichen Hinweisen auf
angebliche Arbeitsplatzverluste in den hochmechanisierten und fast
arbeitskräftefreien ostdeutschen Betrieben. Wie blöd muss man
eigentlich sein?
So sieht ein zeitgenössischer »Arbeiterführer« aus,
der sich seinem Aufsichtsratsposten und der Privatisierung der Bahn mehr verpflichtet fühlt als den Interessen seiner 130.000 Mitglieder.
20.05 Kronzuckers Welt 21.05 Kronzuckers Kosmos
Wir lernen: Um 5 nach 9 folgt die Wiederholung für Zuschauer mit Abitur vom Humanistischen Gymnasium.
Noch so ein Fall von »Unternehmerrisiko«: Nachdem nun die EU die Kosten für das Satelliten-Navigationssystem Galileo übernehmen will (2,4 Milliarden; ausgerechnet aus dem Etat für Landwirtschaftssubventionen, der
sich damit noch weiter als überflüssig qualifiziert), melden sich jetzt überall die Firmen, die sich vorher finanziell nicht beteiligen wollten: »Wir stehen bereit.« Konsequenterweise sollte man nun alle diese risikoscheuen Unternehmen übergehen.
Aber nein. Die »Airbus-Mutter« EADS gibt nun bekannt, man wolle erhebliche Teile der Produktion »in den Dollar-Raum« verlagern. Mit anderen Worten: Weitere Entlassungen an europäischen
Fertigungsstätten (natürlich dank der Blödheit unserer
Bundesregierung weniger in Frankreich als vielmehr in Deutschland) und die
Belegschaft weiter unter Druck setzen. Und schließlich: Das Ganze stinkt
derart
nach einer langfristigen Strategie. Aber unsere dämlichen Medien sehen
natürlich nie Zusammenhänge (siehe 21.11. nicht einmal auf einer
Zeitungsseite) auch durchsichtigster PR-Manöver!
Was ist mit
unseren
Gewerkschaften los? Die eine protestiert gegen die Aufhebung der EU-internen
Grenzkontrollen in übelster und diffamierendster Weise gegen
Nachbarländer. Die andere ist sprachlos, wenn eine Konkurrenzorganisation
plötzlich manierliche Forderungen stellt und wohl auch durchsetzt
(GDL).
Tja, Herr Hansen! Da muss man zum einen selber härter verhandeln
und zum anderen nicht unbedingt im Aufsichtsrat der Bahn sitzen! Das nennt schon
Klein Fritzchen Interessenkollision - für schon geringere sind Andere
zurückgetreten!
Zynischer geht's nicht!
Da warnt der Chef der Deutschen Rentenversicherung (früher BfA) vor
»drohender Altersarmut«. Betroffen seien vor allem etwa eine Million
Deutscher, die heute zwischen 46 und 50 Jahre alt sind, da sie privat nicht
zusätzlich Geld fürs Alter zurücklegten. Das sind nach
Präsident Rische, nun kommt's! - vor allem Langzeitarbeitslose; also Leute,
die
vor lauter Geld nicht wissen, wohin damit.
Und nun das Dollste: Eine Sprecherin des Arbeitsministerium wies
darauf
hin, dass derartige Überlegungen nicht weiterverfolgt würden. Aber
beim
Bürger an Gesetzestreue appellieren!
Ein
klassisches Beispiel für bürgerlichen Journalismus, in dem die
rechte
Hand nicht weiss, was die ganz rechte tut, finden wir heute im
Tagesspiegel:
Scheinbar
zusammenhanglos, so ist die Welt, und im ganzen Blatt unkommentiert ein Beitrag
über Spitzel-Ärzte in der DDR und direkt daneben einer zur
elektronischen
Erfassung von Kfz-Kennzeichen auf unseren Straßen.
Ebenso kühn die
Ich-AG-Betreiberin um die Ecke mit ihrem Frisörsalon für Damen:
Madames. Da wenden sich die mesdames aus Fronkreisch mit
Grausen...
Marco Weiss hat Pech, dass er Deutscher ist. Daher muss
er
noch mindestens bis zum 6.12. in türkischer U-Haft bleiben. Wäre er
Franzose, sein Staatspräsident hätte ihn wohl schon vor Wochen
persönlich an Ort und Stelle herausgehaut, wie es eben Sarkozys Art ist. So
aber
ist Marco vom deutschen Außenminister abhängig; und der Herr
Steinmeier ist vollauf damit beschäftigt, an seiner politischen Karriere zu
basteln.
Früher gab es so etwas
wie ein Unternehmerrisiko, meist auch das einzige und armselige Argument
für die überhöhten Gehälter der Vorstände. Jetzt sind
offenbar nur noch die unappetitlichen Bezüge geblieben...
Ganz gefährlich die Äußerung von Oberspezialdemokrat
Beck! Natürlich beschwört auch er gebetsmühlenartig die
Tarifautonomie und das Heraushalten der Politik. Aber nun nimmt er zum einen
voll
Partei für die Bahn und warnt zum anderen vor dem Schicksal der britischen
Gewerkschaften, die in den 80er Jahren von der Politik (sie hieß
personalisiert
Thatcher) durch Gesetze zerstört wurden. Kutte, was
meinstu?!
Und heute gesteht unsere saubere
Bundesregierung ein, dass die vollmundig angekündigte Erhöhung des
Kindergeldes um mindestens ein Jahr verschoben wird - und der Wähler
damit auch. Wahrscheinlich frisst die soeben selbstbewilligte
Diätenerhöhung um 9,4 Prozent die Mittel auf.
Im gleichen Atemzug
wird bekannt gegeben, dass in der Regierung über 80 hoch angesiedelte
Stellen
neu geschaffen werden, so ab 10.000 Euro Grundgehalt. Neeeeiiiin! Monatlich! Und
die sollen wahrscheinlich den Stellenbedarf ermitteln, der sich aus der
Verteilung
»sozialer Wohltaten« ergibt...
Jetzt müssen wir
alle
einmal dringend tapfer sein: Die politischen Gegner einer Verlängerung
des
Arbeitslosengeldes für Ältere haben immer dagegen argumentiert,
weil
sonst ein Anreiz für Arbeit fehle.
Nun erhöhen sich die
Parlamentsschwätzer (Durchschnittsalter 58) ihre Bezüge gleich um fast
10 Prozent. Da ist der Anreiz für diese ohnehin Überbezahlten und
häufig Abwesenden (das sind vor allem die Hinterbänkler und die Merz,
Minister - auch Münte - und andere anderwärts Verpflichteten) doch
logischerweise noch mehr minus Null (ok, das verstößt nicht nur gegen
die
formale Logik)!
Wenn solche Nachrichten von den
Ärzten verschrieben würden, brauchten viele Patienten kein Brechmittel
mehr.
Dieser
ehemalige Mitarbeiter des grauenhaften Schmuddelblattes St.
Pauli-Nachrichten (für die Jüngeren unter uns: Porno,
Fickanzeigen,
Frauenkauf und Schein-Politik) hat nach Hinter-der-Hand-Aussagen vieler, die mit
ihm
arbeiten mussten (in Talkshows heißt das sowas zweideutig »ich durfte
mit
ihm arbeiten«), gegen Null tendierende Ahnung in Theorie und Praxis
von
Film und TV. Weswegen ihm ja auch das Spiegel TV entzogen wurde. - Vom
Printmagazinmachen erkennbar auch nicht so recht; aber das wusste sein offenbar
libidinös gesteuerter Ziehvater Augstein seinerzeit nicht
unbedingt.
Es gilt als verbürgt, dass König S.A. (na gut, dafür,
nicht
König, kann er am wenigsten) das »Sturmgeschütz der
Demokratie« (Rudolf Augstein über sein Blatt) publizistisch massiv
allein
deshalb gegen die Windkraft eingesetzt hat, weil ihn ein Rotor auf dem
Nachbargrundstück gestört habe. (Aus
Presseinhaltsdelikts-Erwägungen erhöhe ich hier auf den Verdacht von
zwei Windspargeln und den »Kinoeffekt« bei allen
Nachbargrundstücken).
(Dass der Besitzer der Twin Towers und für
viele
Hunderte Tote Verantwortliche die »New York Port Authority« ist, will
ich ja
hier nur aus Gehässigkeit anführen.)
Das
Bahn-Führungsgesocks muss weg! Nun sollte auch dem letzten
CSU-Hinterbänkler, der ab und an mit der Bahn fährt und darum in
seiner
Fraktion als »Experte« bewundert wird, klar sein, dass Mehdorn & Co
nicht in der Lage sind, einen Betrieb zu führen und auch nicht die
geringste
Ahnung von Menschenführung und Arbeitsrecht besitzen: Anstatt endlich
einmal
auf eine Verhandlungsposition einzuschwenken, verklagen diese peinlichen
autistischen Gutsherren nun die Lokführergewerkschaft wegen eines angeblich
illegalen Streiktages im Juli. - Das muss man sich 'mal vorstellen! Kann man
aber
nicht.
Jetzt bekunden sie in
allen
Medien »größten Respekt<« für Münte, nur weil
er etwas Selbstverständliches getan hat. Da sieht man, dass Journalisten
und
vor allem Politikern das rechte Maß völlig abhanden gekommen
ist.
Am israelischen Kabinettstisch muss ja das
gesamte Strafgesetzbuch versammelt sein. Jüngstes Vorkommnis:
Über 100 Polizisten haben in Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen
gegen Ministerpräsident Olmert mehr als 20 Büros in Ministerien, der
Stadtverwaltung von Jerusalem und von Anwälten durchsucht. Etliche Minister
guckten betreten zu Boden, weil sie dies aus eigenem Erleben nachvollziehen
können. Und erst recht der letzte Staatspräsident Katzav...
Da kämpft der Bahn-Vorstand wie von Sinnen gegen eine »Spaltung«
der Belegschaft und unterschiedliche Tarifbedingungen in einem Betrieb.
Doch
in anderen Firmen ist so etwas ziemlich normal: Etwa beim
Vorzeigekapitalisten
Dussmann. Da gibt es für einen Teil der Angestellten ein Monatsgehalt als
sog.
Weihnachtsgeld, für einen anderen hingegen nicht (ausgerechnet im
»Kulturkaufhaus« übrigens!).
Da meldet die Deutsche
Presse-Agentur: »... hat sich der viertgrößte deutsche
Energieversorger EnBW stabilisiert.« Wir dachten schon, er sei wegen seiner
kundenfreundlichen Preispolitik ins Schlingern geraten. Aber nein! Gemeint ist
lediglich, dass er an seine quartalsmäßigen Milliardengewinne
wieder
hat anknüpfen können.
Mann, was haben wir wieder Geld!
Gerade werden 552 Millionen für den Wiederaufbau des Stadtschlosses in
Berlin
bewilligt sowie 175 Millionen für ein neues Bundesinnenministerium in
Aussicht
gestellt. Nur: Wer braucht ein Stadtschloss (außer dem Bundesbauminister
Wolfgang Tiefflieger) und ein zweites Innenministerium (es gibt schon ein
prächtiges, das kann der Hausherr sogar ohne neue Brille erkennen)? Und wer
glaubt bei öffentlichen Bauten an die Understatement-Preise, die sich
bekanntlich bis Fertigstellung mindestens verdoppeln? Wollen hoffen, dass in
beiden
Gebäuden wenigstens je eine wirklich benötigte Wärmestube
für Obdachlose eingerichtet wird...
der höchstbezahlte Manager in
der Geschichte der Menschheit. Na gut, nur nacktes Salär ohne
Aktienoptionen, Hintenrumgelder und sonstige Schweinereien: Michael Eisner, bis
vor
knapp zwei Jahren Chef bei Walt Disney mit etwa einer halben Milliarde Dollar
pro
Jahr. Da muss man wohl so glatt aussehen. Und ich kann mir auch ganz prima
Micky-Maus-Ohren dazu vorstellen...
Warum er hier auftaucht? Weil er, ebenso
wie sein vergleichsweise nun wirklich tränenprovozierend ungerecht
unterbezahlter Kollege Mehdorn streikende Menschen nicht verstehen kann - in
seinem Fall die Drehbuchautoren und Gagschreiber der USA-Film- und
TV-Industrie.
Schon wieder so ein Ärgernis: Angela Merkel
erhält den Leo-Baeck-Preis. Warum denn nur? Die Preiskriterien sind
doch
ziemlich deckungsgleich mit einem Teil ihrer amtlichen Aufgaben! Das ist genau
so,
als bekäme ich neben meinem Gehalt noch Extrageld für das, was ich
tue!
Wie wäre es denn mal mit einem Preisträger, der ihn sich ehrenamtlich
oder durch zusätzliche Mühen verdiente?
Jetzt frage ich mich mal wieder: Zu was
bilde
ich eigentlich Journalisten aus?! Da »triumphiert« Frontal 21
angesichts der EU- und Kartelluntersuchungen gegen EON & Co: »Jetzt geht es
den Energiemultis wirklich an den Kragen und nicht den Verbrauchen!« Jene
müssten im Zweifel 5 bis 6 Milliarden zahlen. - Na prima! Und vom welchen
Kragen stammt das Geld???
Der kleinwüchsige Ex-EON-Chef (wieso sind
die unter-160-cm-Kerle eigentlich und leider tatsächlich die
allerübelsten?
Kann doch keine Napoleon-Erfindung sein! Na gut, wenn die Eltern ihn Utz -
Scherz -
nennen...) zahlt es gewiss nicht aus seinem dreistelligen
Millionengehalt!
Die CDU-Zumutung Röttgen barmt vor
den Mikrofonen um Verständnis nachgerade so, als seien die
Bundestagsabgeordneten gesetzlich dazu verpflichtet, sich ihre Alimente
(Feindeutsch: Diäten) zu erhöhen. Und die Kommentatoren der
bürgerlichen Medien rülpsen sogleich in das Nebenhorn: Wenn man
gleichermaßen gute wie unabhängige Parlamentarier haben wolle,
müssten sie auch gut bezahlt werden.
Gar nix dagegen: WENN, aber wir
haben derzeit das miserabelste politische Personal seit Jahrzehnten. Und
über
ihre Unabhängigkeit können wir bestenfalls nur argwöhnen (Herr
Schily, sie z.B.!!!).
Und es wird noch grausiger. Wenn wir mal einen Blick
werfen
auf die Karrieristen wie Nahles (Spezialdemokraten) oder Christen-Nachwuchs
Mißfeld: Ein Leben vor dem Tod ausschließlich in Parteigremien. Wo
der
Begriff Ausschuss seine einzige scheinpositive Konnotation hat...
Falls Sie sich wundern,
wovon
die schon wieder angehobenen Rundfunkgebühren aufgefressen werden,
hier eine kleine Auswahl des TV-Angebots der letzten drei Tage:
2.11. MDR:
Die
MDR-Hitparade, BR3: Zum Wohle...beim Frankenwein
3.11. ZDF: Willkommen bei
Carmen Nebel, MDR: Das Herbstfest der Volksmusik
4.11. RBB:
Musikantendampfer, BR3: Musikantentreffen am Grundlsee
Dass wegen Fussball
etc. pausenlos Panorama, Frontal 21 usw. entfallen, erwähne ich schon gar
nicht
mehr...
Obersympathling Mehdorn hat in seiner erschreckenden
Hilflosigkeit an die Kanzlerin (und einige seiner feinen Vorstandsfritzen in der
deutschen Industrie) ein Jammerschreiben abgesondert: »Mammi, was soll ich
machen, der doofe Manfred Schell ist gar nicht lieb zu mir! Hilfe!« - Und
sowas
zieht 10 Millionen im Jahr.
»WAS ICH MAG...
7.
An Deutschland: Die deutsche Sprache mit ihrer Möglichkeit,
Komplexität
zu erfassen...
9. Ansonsten: Wasser (boating, fishing, swimming)«
-
So
etwas nenne ICH komplexes komplexiertes Aufblasing...
Ein besonders trauriges
Beispiel armseliger Demagogie bot Bahn-Personalvorständlerin Suckale
nach dem Chemnitzer »Streikurteil«: Statt nun endlich zu merken, dass
sich
die Bahn zu bewegen hat, versuchte sie, den Schwarzen Peter und die
Verantwortung
erneut den Lokführern zuzuschieben. Und dann die lächerliche Warnung
vor »volkswirtschaftlichen Schäden« wo jeder weiß, dass selbst
bei bahnfreundlichster Darstellung höchstens 15 Prozent der Güter auf
der
Schiene, der »Rest« auf der politik- und lobbyverwöhnten
Straße
transportiert wird. (Allerdings paradoxerweise rund 80 Prozent der
Automobilwirtschaft...)
PS: Was geschieht eigentlich mit der Richterin des
Ersturteils? Wird sie wegen erwiesener völliger Kenntnislosigkeit ins
Gerichtsarchiv strafversetzt oder konsequenterweise Mehdorns kongeniale
arbeitsrechtliche Beraterin?
Es gibt sie noch, die gute
Nachricht aus
Deutschland: Der Preistreiber Vattenfall hat seit dem Frühsommer rund
200.000 Kunden verloren!
Wenn wir bedenken, dass diese
Firma nur Platz drei der vier Monopolisten einnimmt, so ahnen wir, wohin der
Wegfall
der Pendlerpauschale unter 20 Km geflossen ist, bei deren Wiedereinführung
nach Meinung des Finanzministeriums Mehrkosten von etwa 2 Milliarden zu
veranschlagen sind. - Wieso Mehrkosten???