
31.3.
»Im Saarland wird es nie wieder Bergbau geben. Das können wir den Menschen nicht zumuten!« So tönte noch vor kurzem der Ministerpräsident des Zwergstaates, CDU-Müller. Nun mutet er es den Vergesslichen zu. - Sind dort nich in Bälde Wahlen?
29.3.
Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit - Sommerzeit: nun Uhr vor oder zurück. Warum und wieso? Und vor allem: wo ist der Unterschied?
Grauenhafte Volksverdummung im öffentlich-rechtlichen und vor allem gebührenbezahlten Fersehen: Nun werden intellektuell völlig unbedarfte Anabolika-Nutzer zu einem Boykott der Zusammenrottung von Missgeburten, Pharma-Versuchs-Opfern und 14-Jahre-Trainings-»Amateuren« (zumeist in Bundeswehr-Sportkompanien zusammengefasst) zum Olympia-Boykott »befragt«. Ach, schon vor 14.000 Jahren waren die Fische gegen die Fischer...
Die »Wahl« in Simbabwe. Mugabe sagt:»Warum sollte ich betrügen?« Na klar; völlig blöde Frage: »Ich gewinne sowieso.«
Wo ist nun der Unterschied zu unseren Wahlen? Die 10 oder 15 oder 20 oder meinzwegen 236 Listenkandidaten gewinnen auch sowieso. Na gut, nicht alle; aber die ersten 186 oder so. Und bei der »Urwahl« der SPD wahrscheinlich auch der erste erste.
RTL2 kommt auch ein wenig durcheinander: Um 20:15 Uhr heißt es »Kleines Arschloch« - dabei ist Til Schweiger doch erst um 21:30 Uhr dran.
27.3.
Die Kosten des Baus der Transrapidstrecke in München vermehrten sich über Nacht auf wundersame Weise von 1,8 auf über 3 Milliarden. Da wurde es selbst den Ausgebern anderer Leute Geld wie dem Bundesverkehrsminister zu ungemütlich, wie unverhohlen Siemens offensichtlich sein verzocktes Geld wieder hereinholen will.
Den Lederhosenpolitikern war's nicht so recht. So bedauerte den Bauverzicht »der Freistaat Bayern in meiner Person« (Beckstein)! Tja, als sie noch ihren »Kini« hatten...
Die Geschäftsleitung von Lidl wollte ja per Videokontrolle nur Diebstähle der Beschäftigten aufklären. - Und ihre eigenen Dienstähle?
Der IKB-Aufsichtsrat hat natürlich von nichts gewusst.Ja, wofür werden dann seine Mitglieder fürstlich entlohnt? Darunter auch der Bundesfinanzminister bzw. seine Vertreterschranze? Im Volksmund heißen solche Figuren schlicht und einfach »Penner«...
Ein neuer Beweis für die »Kraft des Marktes zur Selbstregulierung «: dpa meldet, dass die Beauftragung von Privatvermittlern die Arbeitsmarktchancen von Hartz-IV-Beziehern kaum erhöht. Erhöht wird offensichtlich nur die Verschleuderung von öffentlichen Geldern durch »Vermittlungspauschalen« und damit der Profit solcher Firmen.
Gestern Abend im Bayerischen Fernsehen die Sendung »unterwegs«. Im Programmheft wird sie angezeigt als »Publikumssendung«. Das erhärtet den Verdacht, dass der Rest des Programms nur für die Kollegen gemacht wird...
26.3.
Die so genannten Arbeitgeber äußern scharfe Kritik an der Rentenerhöhung und »warnen« vor Mehrbelastungen der Rentenkassen. Zu Mehrbelastungen des Steuerzahlers bei der »Sanierung« (und damit Entlastung der Wirtschaft) bankrottgetriebener Banken wurde jedoch aus dieser Ecke nichts vernommen.
Da passt es gut, dass auch Sachsens Landesbank-Fraudeur und Geldvernichter Milbradt sowie der Amateurhistoriker und Nazifreund Oettinger (beide im Nebenberuf Ministerpräsidenten) gegen die skandalösen 1,1-Prozent-»Erhöhungen« polemisieren.
Hier sehen wir Oettinger übrigens im Kreis seiner treuesten Wähler:
Der Menschenrechtstrottel der Bundesregierung, der ansonsten nirgendwo mehr gebrauchte Günther Nooke, ist gegen einen Olympia-Boykott, »weil viele Sportler jahrelang trainiert haben«.
Toll. Und was ist mit den Tausenden von Soldaten, die jahrelang das Töten lernten und nun dringend einen neuen NATO-Einsatz fordern?! Die darf ein verbeamteter »Menschenrechtler« doch auch nicht enttäuschen?
Ein Blick in den Wirtschaftsteil offenbart Nookes tiefere Sorge: Da haben weltweit Konzerne, darunter Adidas und VW, nach seriösen Schätzungen mindestens 120 Millionen für exklusive Werberechte mit den 5 Ringen gelöhnt. Und auch für einen Nooke gibt es ja eventuell noch ein Leben nach der Politik...
Der Michel Glos als Umweltschützer! Keine Senkung der Mehrwertsteuer bei Treibstoff: Das führe nur zu erheblichem und schädlichem Mehrverbrauch.
Sehr gut; da brauchen sich die deutschen Autohersteller ja nicht anzustrengen, ihre Benzinschlucker zu zähmen. Zudem, so der Müller und Experte, sei eine Steuersenkung »nicht der richtige Weg«. Den richtigen verrät er allerdings auch nicht.
Na, da freut sich doch gewiss Elizabeth II, wo doch ihre Mutter noch Kaiserin von Indien war! Die Tata Motors in Bombay kauft die Edelmarken Jaguar und LandRover. Da die Firma auch das weltbilligste Auto nano (knapp 2.000 Euro) produziert, sinkt der Durchschnittspreis ihrer Produkte schlagartig auf knapp 60.000 Tausend. So kann man BMW und Mercedes doch glatt Paroli bieten!
Da ereifern sich die TV-Nachrichten unisono über das Abbrechen einer Eispartie in der Antarktis. Ein Experte im Interview meint hingegen lapidar, so etwas komme immer wieder vor. Doch das merken die Redakteure offenbar gar nicht - und zudem wollen sie sich ja nicht ihre »Sensation« kaputt machen lassen...
25.3.
Für wie blöde halten sie uns? Noch vor wenigen Wochen freuten sich die Krankenkassen öffentlich über einen Überschuss von gut 2 Milliarden. Und nun drohen sie zum 1. Juli mit einer Beitragserhöhung um rund einen halben Prozentpunkt. Einer der überbezahlten Kassenchefs gibt als Grund zu: »Wir haben die Ausgaben nach wie vor nicht im Griff.« Dafür den in die Taschen der Versicherten zur Perfektion gebracht.
Nach einer Emnid-Erhebung sind 91 Pozent der SPD-Wähler dafür, den Kanzlerkandidaten der Partei in einer Urwahl zu bestimmen. Ein solcher »Mitgliederentscheid« steht auch seit 1993 in der Satzung (wurde auf Bundesebene jedoch noch nie praktiziert). Aber was gilt die schon; zumal in einer der »großen Volksparteien« mit einem derzeitigen Umfragewert von 22 Prozent?

Heute meldet die Berliner Morgenpost »Angst vor gestörten Handyempfang«
Angst vor wen?
24.3.
Dann boykottieren wir eben die Olympischen Spiele als TV-Zuschauer! Da werden den Zynikern um Jacques Rogge die schönen Werbemillionen nach Einschaltquote flöten gehen.

Da müssen wir uns doch im ZDF-heute anhören: »Protestanten störten die Entzündung der Olympischen Flamme.«
Klar, dass Katholiken sich so etwas nicht erlaubt hätten. Und dann noch bei einer erkrankten Flamme!
23.3.
Man hat es in er Frühe gleich beim Hinaustreten vor die Türe gemerkt: Heute ist Weltwettertag - überall Wetter.
CSU-Huber, dem in Bayern allmählich die Stimmen flöten gehen, gibt sich volksnahe und fordert die Wiedereinführung der (auch von ihm abgeschafften) Pendlerpauschale für alle Wegstrecken.
Völlig dagegen ist »die Partei der kleinen Leute«: Das würde den Haushalt um 2,5 Milliarden belasten. Keine Probleme sieht Spezialdemokrat Steinbrück hingegen dabei, von hemmungslosen Spekulanten gegen die Wand gefahrenen Banken mal so eben runde 8 Milliarden in den Hintern zu schieben...
21.3.
![]() | Vorsicht! In diesen Tagen versuchen Gauner bei Haustürgeschäften, Ihnen einen falschen Hasen unterzujubeln! |
20.3.
Klar, dass die Bosse des olympischen Geschäfts, auch IOC genannt, sich gegen einen Boykott des pharmazeutischen Wanderzirkusses in Peking wenden. Da gerieten ja ihre schönen sechs- bis siebenstelligen Bezüge und Nebenbezüge in Gefahr. Spitzensport hat in der Tat überhaupt nichts mit Politik zu tun! Aber alles mit Kohle.
Apropos Kohle: Der FDP-»Finanzexperte« Solms wendet sich vehement gegen weitere 250 Millionen Hilfe (diesen weiteren Bedarf hatte man wohl »übersehen«) der öffentlich-rechtlichen KfW für die pleitegefahrene IKB. Dagegen unterstützt er voll die Forderung von Raffke Ackermann nach Staatshilfen für dessen »Institut«. Sehr liberal, das.
Wie Klein-Fritzchen es sich vorstellt: Da kaufen sich unseriöse »Geschäftsleute«, diesmal bei PIN, mit der GNBZ eine eigene willfährige »Gewerkschaft«. Siemens lässt grüßen. Und die CDU will davon nichts gewusst haben...
Das absolute Grauen für jeden politisch denkenden Menschen ist die derzeitige Juso-Bundesvorsitzende Drohsel. Das konnte man heute wieder in der Sendung des Quatschmachers Barwasser besichtigen. Frau Drohsel kommt einem vor wie die Rache des »Seeheimer Kreises« an den halblinken.
19.3.
Nach acht Tagen ohne TV und Zeitung hast du das Gefühl, überhaupt nichts verpasst zu haben! Als Mensch. Als Blogger hingegen schon...

'es Merkel tönt über die »besondere historische Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels«, die nicht verhandelbar sei. Das sieht die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung zwar völlig anders als der Politklüngel. Doch Mauerbauer, Landräuber und Wohngebietsbombardierer waren sich schon immer irgendwie näher...
Schon gewusst? »In den Märkten ist Angst.« Da scheißen die »Börsianer« hoffentlich nicht aufs Parkett!
Als Folge der so genannten Finanzkrise (besser: Zockerergebnis überforderter oder nur verantwortungsloser Banker) barmt Ackermann (ja, genau der) nun, der Staat (also der Steuerzahler) solle helfen, und fordert eine »konzertierte Aktion« von Notenbanken und Regierungen. Selbst er glaube nicht mehr (hat er jemals?!) an die »Selbstheilungskräfte des Marktes« (die ohnehin nur ihn und seinesgleichen, wenn überhaupt, einkommensmäßig heilten).
Aber du kannst glauben: Wenn »der Staat« sich seinem Willen beugt, zieht Ackermann ganz bestimmt das doppelte wegen seiner Verdienste um die Deutsche Bank.
Ich hatte mich erst kürzlich (siehe 13.1.) über die inhaltlich und formal wahnsinnig überzogenen Stellenausschreibungen für Spitzenverdiener im Öffentlichen Dienst ausgelassen. Da haben wir nun gerade in Berlin wieder ein prima Beispiel: Beim Bau des Wirtschaftshofes für den Zoo haben sich die Verantwortlichen um gut 6 Millionen »verschätzt«. Unter anderem hatten die Fachleute ein Abwasserrohr unter dem Gebäude vergessen! Dagegen ist nun wirklich jeder Laubenpieper ein Experte!

In den letzten Tagen hören wir aus den Medien ständig von »Vieraugengesprächen« und »stehenden Ovationen«.
Natürlich sprechen 4 Augen mehr als 3, und wer ist schon mit faul herumsitzenden Huldigungen zufrieden?
10.3.
Das Berliner Verwaltungsgericht als oberster Schiedsrichter im Tarifstreit - ja, wo leben wir denn? Da schwingt sich ein provinzieller Jurist auf, den Tarifparteien und dem Bundesarbeitsminister vorzuschreiben, was Allgemeinverbindlichkeit ist. So einen Murks hatten wir doch schon mal, als Mehdorn am Ende seines Lateins war?
9.3.
Rin inne Kartoffeln - raus ausse Kartoffeln: Ja, was wollen die Spezialdemokraten denn nun?
Da sieht man doch, welche Partei nicht verlässlich ist! Nämlich die »Volkspartei der linken Mitte« (der orientierungslose Kutte Beck, in dessen Partei natürlich niemals die Zentrale den regionalen Gliederungen Vorschriften macht...).
George Dabbelju, der Fundamentalchrist, legt sein präsidiales Veto gegen das Verbot der Foltermethode »Waterboarding« (etwa: Ertränkung zum Schein) ein. Es sei »eines der nützlichsten Instrumente zur Bekämpfung des Terrorismus«. Das lass' mal nicht den Schäuble hören!
Bildungs-Annette ganz stolz:
»Guck mal, wie weit ich schon zählen kann!« Klar, dass sie dann den Unterschied zwischen 8 und 9 Jahren Gymnasium noch nicht erfassen kann...
Meingott, wie peinlich, Frau Christiansen! Verdient denn diese Schnulle - zugegeben: unverdienterweise - nicht genug, dass sie auch noch als »Markenbotschafterin« von Daimler-Benz herumstolpern und drei weitere dieser Schmarotzer in ihrer im übrigen völlig uninteressanten und missratenen TV-Sendung »Mein 2008« platzieren muss? Lohn der Botschafterin des schlechten Stils: ein Cabrio und ein Geländewagen der Autos mit dem Stern.
7.3.
Hubertus Heil-loses Durcheinander bei den Spezialdemokraten. Ypsilanti gibt auf, weil eine verantwortungslose Rechts-Soze aus Berlin/Darmstadt bekanntgegeben hatte, ihre Stimme bei der Wahl zur Ministerpäsidentin zu verweigern. Und das aus Hessen-Süd - der »linken« Hochburg der SPD... Und soviel auch zur demagogischen Diskussion über die »fragwürdige Verlässlichkeit Der Linken«.
Den offensichtlichen Skandal, dass die Mitglieder der Bundeswehr sich bislang lediglich Freischwimmer-Abzeichen und Karnevalsorden an ihre Tracht hängen können, will nun der CDU-Abgeordnete Ernst-R. Beck beenden. Dafür gebührt ihm uneingeschränkt das Eiserne Kreuz 0,5. Klasse!
Der Herr Oberst der Reserve ist übrigens Vorsitzender des Reservistenverbandes und Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages. Dies nur zu seiner völlig lobbyfreien Position.
Die Ministerpräsidenten der Länder haben die neuerliche Gebührenerhöhung für Radio und Fernsehen von 17,03 auf 17,98 abgenickt. Klar, denen tun diese fast 6 Prozent weiterer öffentlicher Gebühren nicht weh. Und seien wir ehrlich: Auch die pestilenzartig sich verbreitenden Lustige Musikanten müssen mit Preiserhöhungen leben, so dass ihre Gagen dringend anzuheben sind.
6.3.
Und wieder ist die Menschheit bald einen grauenhaften Misanthropen los, wenn Nordirlands Ian Paisley im Mai endlich abtritt. Und wieder sehen wir an einem wie ihm, dass Religion und Politik aber auch gar nichts miteinander zu tun haben sollten. 81 ist der Kerl nun und hat über 40 Jahre die eine Hälfte der Nordiren kujoniert.
Auch toll: Weil das CSU-Horrorgespann Huber+Beckstein offenbar und ausweislich des Ergebnisses bei den Kommunalwahlen vor vier Tagen nicht so beliebt ist, verwechseln sie Politik mit Querulanz: Jetzt stellen sie ihr eigenes Nichtraucherschutzgesetz ebenso in Frage wie den von den maßgeblichen Parteien in Bonn bereits beschlossenen Gesundheitsfonds. Die gesund gebliebenen Raucher werden es gewiss mit einer Stimme für die CSU bei nächster Gelegenheit danken - sollten sie die noch erleben.
5.3.
Riten fremder Völker und Religionen: In Italien wurde von Katholikenfunktionären nun der Leichnam eines vor 40 Jahren (!) gestorbenen »Volksheiligen« exhumiert. Er soll öffentlich ausgestellt werden und noch in tadellosem Zustand sein (und bestimmt wesentlich jünger aussehen als die letzten 300 Päpste).
Nichtsdestotrotz nennen wir das Leichenschändung oder zumindest Störung der Totenruhe; beides kann mit Freiheitsstrafe geahndet werden.
»Mit völligem Unverständnis« reagierte Bahnvorschnarcher Mehdorn auf die erneute Streikankündigung der Lokführer. - Ja, womit denn sonst?!
Seh'n Se, so is' Berlin: Die Busspuren werden während des BVG-Streiks, bei dem mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, nicht freigegeben, auch wenn dort tagelang gar keine Busse fahren!
Die Rennstrecke Lausitzring, mit einem Baukostenzuschuss des stinkereichen Bundeslands Brandenburg von 123 Millionen Euro im Jahre 2000 eröffnet und schon 2002 insolvent, konnte im vergangenen Jahr als »Euro-Speedway« einen Gewinn von sage und schreibe 1,2 Millionen erwirtschaften. Da kann »Deutschlands wirtschaftlich erfolgreichste Rennstrecke« (Selbstbezichtigung) ja bereits in knapp 100 Jahren aus dem Schneider sein!
4.3.
Nicht der Aufschwung, die nackte Wut ist »bei den Menschen angekommen«, Frau Bundeskanzleresse!!!
Die Bundeswehr besteht fast nur noch aus übergewichtigen und unsportlichen McDonalds-Soldaten. Das findet der »Wehrbeauftragte« des Bundestags angesichts der wohl noch zunehmenden Auslandseinsätze seiner Schutzbefohlenen nicht richtig.
Wir auch nicht: Die sollen bitte schlank und fit dort sterben. Das wird man doch wohl noch verlangen dürfen. Schließlich repräsentieren sie in aller Welt Deutschland...
Berlins Polizeipräsident Glietsch - na gut, dafür kann er nix - meint, die Präsenz von Polizisten auf U-Bahnhöfen zur Wiederherstellung relativer Sicherheit gegen Schläger, randalierenden Migrantennachwuchs usw. sei nicht deren Aufgabe - na, dafür kann er aber was!
Einen völlig neuen Aspekt der Massenarbeitslosigkeit in Brandenburg sehen wir jetzt in Senftenberg: Dort wird das Arbeitsgericht mangels Auslastung geschlossen. Wo die beiden verbliebenen unterbeschäftigten Richter bleiben werden, ist noch unklar; denn bei anhaltender Tendenz mit Mini-, 1-Euro- und sonstigen klageunfähigen »Beschäftigten« könnten die verbleibenden sechs Arbeitsgerichte in Berlin-Brandenburg auch bald wegen mangelnder Amortisation geschlossen werden. Denn welcher Investor ist da schon zu interessieren bei privat-kommunalen Geschäften?
Vielleicht haben die Richter als Beamte gut lachen und könnten im 3.000-köpfigen »Stellenpool« scheinbar unbenötigter Aktenkenner bei Fortdauer der Bezüge es sich unbehelligt gemütlich machen.
»Aus Fehlern lernen« heißt die neue Mediziner-Kampagne, bei der einige wagemutige Ärzte ihre »Kunstfehler« eingestehen. Wirklich Kunst wird es allerdings erst, wenn sie darlegen, wie die Entfernung des falschen Herzens kompensiert werden kann. Von Zahlungen an die Opfer ist übrigens noch keine Rede...
Das jüngste Beispiel für die absolute Dummheit und Unfähigkeit von Bankchefs ist in Düsseldorf zu besichtigen: Die Verantwortlichen der dortigen Sparkasse »suchten die Nähe« von D- oder F-Promis, indem sie dem insolventen Kleinunternehmer und Großsprecher Franjo Pooth dessen Geburtstag »repräsentativ« ausrichteten. Prominent? Ja doch, der Mann ist mit der C- oder D-Promi Verona verheiratet. Das muss doch reichen. - Uns schon lange!
3.3.
Man hat es nicht glauben können, dass so etwas geht: Aber nach dem relativen Debakel der CSU bei den Kommunalwahlen in Bayern ist dem Parteichef-Nachwuchsdarsteller Huber das Gesicht noch weiter in Richtung grenzdebil gerutscht (siehe auch 22.2.).
Porsche ist konsequent und baut nun auch richtige Lkw: Nach dem Erwerb der Mehrheitsanteile bei VW, welche wiederum groß beim Lastwagenhersteller Scania einstieg, bleibt es nicht beim »Cayenne«.
Die Schlafpille Bütikofer hat endlich den Rücktritt vom Parteivorsitz der »Grünen« versprochen. Er will sich nun um ein »Mandat im Europaparlament bemühen«. Soll er haben; wenn es auch ärgerlich ist: da schaufelt er für noch weniger Tun noch höhere Diäten.
Und wieder sind die Reihen der ultrakonservativen Spezialdemokraten gelichtet: Diesmal mit dem Tod der Annemarie Renger, die offensichtlich nur deswegen in der Partei höher gehievt wurde, weil sie mal die Leibsekretärin von Ernst Reuter war.
Doch noch, lieber Ronald Pofalla, ist die SPD-Rechte nicht verloren: Es gibt ja noch Steinbrück und Steinmeier!
2.3.
Ich bedauere alle, die nicht im Sendegebiet des RBB wohnen und dessen Info-Radio, die wohl schlechteste Sendung im deutschsprachigen Raum (und das will angesichts der österreichischen Tagesschau schon etwas heißen!) nicht empfangen können.
Es gibt keine andere Radiowelle, bei der diejenigen, die vor die Mikrofone gescheucht werden, absolut keinerlei Ahnung von Sprech- und Atemtechnik haben: Das Anheben eines Beitrages beginnt grundsätzlich mit tiefem Atemholen durch die Zähne. Längere Sätze werden durch hörbares Einsaugen der Luft durch die Nase gestreckt. Allfälliges Einatmen erfolgt nicht nur an den unmöglichsten Stellen, sondern auch mit einer Intensität, dass die Membranen der Lautsprecher klirren.
Von der miserablen und oft fehlerhaften Sprache sei hier erst gar keine Rede. Aber auf einen besonderen Punkt der Erheiterung muss hingewiesen werden: Man soll ja im Regelfalle keine Scherze über Namen machen; aber was hier an Disfunktionalitäten zwischen Vor- und Nachnamen geliefert wird, ist einfach köstlich. Da wird die Carmen Meier noch getopt durch eine Josefine Grützmacher...
Wissen Sie, was Maische ist? Dieses breiige Gemisch gilt als Grundlage alkoholischer Gärprozesse. Na, da wissen Sie ja dann auch, was bei der Steigerung »Menschen bei Maischberger« so passiert...
1.3.
Tag des Militarismus?
Die US-Air-Force hat bei EADS/Airbus 179 Tankflugzeuge bestellt. Davon hat sie mehr als 600, so dass mit Anschlussaufträgen zu rechnen ist. Derartige Flugzeuge werden eigentlich weniger im Inland und direkten Umfeld zur Verteidigung gebraucht. Sondern erst ab plusminus 800 Kilometern von der Basis von Kampfbombern/-flugzeugen entfernt. Aber auch Deutschland wird schließlich am Hindukusch verteidigt.
So war denn die Reaktion (ahem) der »Christlichen« Union einhellig: 'es Merkel sieht im Auftrag einen »Riesenerfolg«, Pfarrer Hinz (praktischerweise wegen seiner Kontakte nach oben auch für die Luftfahrt zuständig) immerhin noch »einen sehr schönen Erfolg«.
Den werden die Opfer der Einsätze eher anders beurteilen...
Israels stellvertretender Kriegsminister Wilnai hat in fatal-erfrischender Offenheit, die ihn zugleich natürlich als Politiker bis in die kommende Steinzeit disqualifiziert, damit gedroht, den Gaza-Streifen mit einem Holocaust (»Shoa«) zu überziehen. Selbstverständlich verbreiten in Tel Aviv die üblichen Wortverdreher, er habe es »nicht so« gemeint. - Ja, wie hätten sie es denn gerne?!
Inzwischen sind durch israelische Angriffe schon wieder über 30 Menschen, darunter 5 Kinder, sogenannten Luftangriffen zum Opfer gefallen. Alles selbstverständlich »mutmaßliche« Hamas-Terroristen. Holocaust?
Prinz Harry, die englische Thronfolge-Luftnummer, ist aus Afghanistan zurückgezogen worden. Zu seiner eigenen Sicherheit, wie begründet wurde. Er selber hatte übrigens ziemlichen Spass am Abschießen.
Ganz am Rande und von einem staatlich geprüften Kriegsdienst-Verweigerer moniert: Früher ritten die Könige und ihre missratenen Söhne wenigstens an der Spitze ihrer Armeen in die Schlacht...