Na! SIE haben's hier prima!
Und Ihren Freunden und Bekannten wollen Sie diesen Blog wirklich nicht verraten?!
Mit einer E-Mail zum Beispiel?
Oder einem Link auf Ihrer Website hierher?
Und selbst wenn Sie sich hier ärgern: Gönnen Sie nicht genau das vielen anderen?

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30.11.
Die Verfassungsgefahr:

will nun doch die »Bodyscanner« der wildgewordenen EU-Administratoren testen lassen! Dr. Psycho, übernehmen Sie!

29.11.
Wie lange kann eigentlich ein Haufen aufgehetzter Reaktionäre tun und lassen, was er will? In Thailand offenbar mindestens fünf Tage Flughäfen besetzen und sechs Wochen Regierungsgebäude blockieren. - Selbst in so einer Operettendemokratie geht dies doch nur mit der Billigung höchster Stellen und des zufriedenen (westlichen) Auslands.

Und schon wieder ist ein totales Versagen überforderter verantwortlicher Politiker zu konstatieren: Die Herren Stein-, äh, äh, dingsda als Außenminister sowie de Maiziere als Kanzleramtsminister und »Koordinator der Geheimdienste«, beide ehedem jahrzehntelange Sesselfurzer, haben offenbar nicht mitbekommen, was im von ihnen politisch so hochgeheiligten Kosovo eigentlich passiert...


Wir lesen im Intellektuellenblatt Der Tagesspiegel  folgenden höheren Blödsinn, »dass die umstrittene Leichenschau in Guben ab Januar 2009 schließt«.
Schon weil sie es nicht selber kann, muss sie geschlossen werden. Und dann im Januar. Somit ist sie ab Januar geschlossen. Ansonsten dauerte das Schließen ja an...

28.11.
Was ist bloß los?
Vorher der »Aufschwung«, jetzt die »Krise« - nix kommt bei den Menschen draußen im Lande an!

Jetzt hat er auch vom Bundesrat schwer eines auf die Mütze gekriegt:

Von der Institution, in der ausgerechnet eigentlich seine Gesinnungsgenossen die Mehrheit haben, deren Rechte er aber wesentlich beschneiden wollte. Der Herr Verfassungsminister.
Und Hosenanzug Angela mosert, denn sie stehe »voll und ganz hinter ihm«. - Ein neuer Fall für das Verfassungsgericht?

'es Bundeshörstel ereifert sich, dass die Deutschen sich noch nicht genügend »vorbereitet« hätten auf das Risiko von Auslandseinsätzen der Bundeswehr. »Es werden uns Opfer abverlangt«, droht er. Wobei das »uns« ziemlich unklar ist, sofern er auch sich selber meint - was ein »Uns« ja schließlich sprachlich einschließt. Und wieso »Opfer«? Solche werden doch nur Göttern und Götzen dargeboten?! (Siehe auch den folgenden Eintrag!)
Das sind übrigens die Impulse 21, des Kriegshetzer-Forums des Tagesspiegels und des »Verteidigungs«ministeriums in Berlin.

27.11.
Endlich wieder ein Kriegerdenkmal! Heute wurde der Grundstein gelegt für ein »Ehrenmal der Bundeswehr«. Damit es nicht so viele sehen, irgendwo versteckt auf dem Gelände des zuständigen Ministeriums in Berlin. Und da die Regierungen pausenlos behaupten, die BW verteidige die Interessen Deutschlands (vor allem am Hindukusch, am Horn von Afrika, im Kosovo etc. pp), muss die Inschrift für die rund 3.000 Gestorbenen und Gefallenen der letzten 50 Jahre unbedingt heißen: Sie starben für deutsche Interessen.

26.11.
Einen 500-Euro-Einkaufsgutschein für jedermann zur Ankurbelung der Binnennachfrage lehnt Finanzminister Steinbrück rundweg ab. Es gelte ja, den Bundeshaushalt zu sanieren. - 500 Mrd. für die Banken? Aber gerne!

In Berlin wird eine zentrale Schülerkartei geplant. Zum neuen Schuljahr sollen 16 Daten vom Namen bis hin zu besonderem Förderungsbedarf über jeden Schüler erhoben und gesammelt werden. Bedauerlich: auch die Linkspartei ist dafür (jedenfalls die Großkopfeten dort).
Besonders begeistert von dem Plan ist die Polizei, weil sie damit so einiges über die Eleven erfährt. Übrigens gerade die Polizei, die sich Jahrzehnte vehement und erfolgreich gegen eine Kennzeichnung oder Identifizierungsmöglichkeit ihrer Mitglieder wehrte...


In der Berliner Abendschau erfahren wir nicht nur ausgebreitet Wahnsinnsmeldungen wie die, dass der Austausch eines Ersatzteils bei einem Bagger für morgen erwartet wird! Nein, auch, dass die Redaktion gar nicht sicher über ihre Aussagen ist, wenn es dort heißt: »... auch mit einbezogen.«
Einbezogen mag ja sein; besser ist allemal mit einbezogen; und am besten auch mit einbezogen. Was kommt als nächste Steigerung von den Sprachprofis im RBB?

25.11.
Der »Fall Clement« überschreitet inzwischen die Grenzen zur Realsatire erheblich. Da sieht sich zunächst die Edelmuschpoke der Spezialdemokraten nicht in der Lage, einen der ihren auszuschließen. Aber statt es bei der Rüge durch die Bundesschiedskommission zu belassen und sie sich übers Klo zu hängen, tritt der Herr gleich aus. Aus der Partei.
Wir sind gespannt, wie viele über die Samthandschuhe enttäuschte Mitglieder, die nun zur Nicht-Wahl der SPD aufrufen, gerügt werden. Denn ein Ausschluss ist nunmehr ausgeschlossen!

Krokodilstränen des Mitleids unter den Berliner Kommentatoren: Was soll nur mit dem armen Friedbert Pflüger geschehen? Der Politversager hat sich in der Betonpartei derart unbeliebt gemacht, dass es keine Vor- und sonstigen Sitze für ihn in der vordemokratischen Organisation gibt; und auch keinen Listenplatz zur Bundestags- oder Europawahl. Muss der arme Mann nun verhungern, wenn sein Abgeordnetenhaus-Mandat ausläuft? Auf die Idee, dass er es doch einmal mit ehrlicher Arbeit versuchen könnte, ist offenbar noch niemand in Politik und Medien gekommen...


Da darf ein gewisser Jochen Staadt (eine dieser Figuren, die im Forschungsverbund SED-Staat der FU antikommunistisch abkotzen dürfen), fast eine Drittelseite im Tagesspiegel  vollrülpsen. Darin schreibt er über den Schutz des Persönlichkeitsrechts in einer Demokratie wie unserer von einem »Klagegeschäft«, das »vor allem in Hamburg und Berlin (floriert)«. Und weiter:
»... weil dort in einschlägig geschätzten Pressekammern Richter und Beisitzer amtieren, die sich als persönlichkeitsrechtliche Engelmacher einen guten Namen ... gemacht haben.«
Mal abgesehen davon, dass dieser miserable Stil von gemachten Machern dringend redigiert werden müsste, übersieht der Mann vor lauter Geifer, was ein Engelmacher ist: das genaue Gegenteil dessen, das der Dichter hier meint. Nämlich jemanden zum Engel machen - also töten! Aber kann man hier Bildung einklagen?

23.11.
Gestern den halben und heute den ganzen Tag! Seit fast 25 Jahren frage ich mich, was ich damals in der Vor-Computer-Ära gemacht hatte in der Zeit, die ich nicht aufbrachte für den Rechner, seine Einrichtung und Pflege sowie das gesamte Rundherum.
Das sind nun bislang summa summarum fünf Jahre.
Jetzt gehe ich davon aus, dass ich die nachleben werde können!

22.11.
Jetzt ist er wirklich zum Verfassungsproblem geworden und muss dringendst weg

Weil er seine abenteuerlichen BKA-Gesetzesvorstellungen nicht einmal bei seinem christ»demokratischen« Gesinnungspack im Bundesrat durchkriegt, will er schnell 'mal einen weiteren Grundgesetz-Artikel ändern und Mehrheiten sowie kleinere Parteien abbügeln!
Traurig, aber nicht untypisch, dass auch ein Spezialdemokrat wie der Innen»experte« Fritz Rudolf Körper bei diesem Coupversuch mittut.

Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2009 über 290 Milliarden liegt nun vor. An zweiter Stelle der Ausgabenposten steht mit 42,4 Milliarden leider die Tilgung von Bundesschuld (im wesentlichen verursacht durch Subventionen für die Großindustrie und die Bankster, Großkotzbauten wie Flughäfen und Hauptbahnhöfe, Steuererlasse für Firmen und ihre Bosse). Richtig pervers ist aber der Umstand, dass auf Platz 3 bereits die »Verteidigung« auftaucht (31,2 Mrd), die skandalöserweise fast viermal so viel frisst wie der Posten 5, Forschung und Bildung. Mit anderen Worten: 3 Prozent für die Zukunft unseres Landes, 11 Prozent für Unsinn und dessen Lobby.

Tja, jetzt kriechen sie wieder aus ihren Löchern: Plötzlich sind USA-Richter für die Freilassung der Guantanamo-Häftlinge, weil die öffentliche Mehrheitsmeinung mit Obama dafür ist. Und im Mutterland der Demokratie werden unabhängige Richter halt turnusmäßig gewählt...

21.11.
Endlich wissen wir, wo die gepflegte Masochistin ihre Wäsche so einkauft:

Ein brillantes Beispiel für das Schmackhaftmachen von Demokratie liefert derzeit die Berliner CDU: Die einzigen nennenswerten Aktivitäten, allerdings mit Hauen und Stechen, der (gewesenen) Anführer gelten der günstigen Platzierung auf den Landeslisten für die Bundestags- und die Europawahl zur Erhaltung der Pfründen.
Damit wird selbstverständlich einzig der Wählerwille gesichert. Und das Gewissen hinsichtlich prekärer Entscheidungen eingelullt. Denn ohne Wahlkreis oder Direktmandat ist man ja nur dem verpflichtet...

Ein brillantes Beispiel für Sonntagsreden-Politik liefert ein weiteres Mal der ohnehin umstrittene Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin: Für die Jahre 2010-2013 will er den Haushalten der Universitäten nur jeweils zwei (in Worten: 2) Prozent zubilligen. Gebraucht aber werden allein zum Statuserhalt mindestens 10. Das nennt man dann Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlin! Wobei die Stadt, noch mehr als das ganze Land, nur in der Richtung überhaupt eine Perspektive hat. (Die Damen und Herren mit Migrationshintergrund arbeiten auch nicht gerade daran, hat man den Eindruck.)

Krise? Welche Krise? Da jammert der weltgrößte Chemiekonzern BASF und verkündet Produktionseinschränkungen oder gar Stillstand mit entsprechenden »Personalkonsequenzen« in 180 Betrieben weltweit. Weil man ja auch Zulieferbetrieb der Autoindustrie ist. Gleichzeitig teilt der Laden seinen Aktionären mit, dass demnächst mehr als eine Milliarde zu investieren sei: Gasvorkommen in Sibieren. Man wittere »ein Riesengeschäft«. Jaja, so ist die Konzernkultur noch immer: Profite und shareholder value vor allem anderen.

20.11.
Verscheißerung I:
Jetzt plötzlich reden sie alle davon, dass die »Krise« nun die »Realwirtschaft« erreicht habe. - Ja, wo war sie denn vorher? Doch dann wohl in der Irrealwirtschaft!!!

Verscheißerung II:
Nun ist der ganze Schlamassel den hilf- und völlig argumentlosen Politikern, Gurus und Dummschwätzern in den Medien und vor allem Talkshows offensichtlich derart peinlich, dass ihnen nichts besseres einfällt, als demagogisch auf die angebliche Demagogie der Linkspartei einzudreschen...

Verscheißerung III:
Apropos Guru: Der physiognomische und inhaltliche »Piet Klocke« der Wirtschaftsschwätzer Bert Rürup, dem schon im richtigen Leben nur die allerdümmsten geglaubt haben (siehe 16.11), heuert jetzt (ist er nicht gerade alterstechnisch - und leistungsgemäß viel zu spät - pensioniert worden?) beim »Finanzdienstleister« AWD an: Gewiss zur Belohnung seiner Bemühungen, die staatlich geförderte Zusatzrente (jaja: »Rürup-Rente«) so gering zu halten, dass private Finanzhaie hinzuspringen müssen. (Sein Kollege Prof. Raffelhüschen - ok, für ihren Namen können nicht alle etwas, auch wo sie ihm folgen - macht das ja in der Versicherungs-Hochschul-Wirtschaft seit Jahren vor.)

Verscheißerung IV:
In summa: Für wie blöde halten die alle uns eigentlich?!

19.11.
Ganz tollkühn: Da verzockt der Ulmer Milliardär Adolf Merckle (dessen Firmengruppe nach Handelsblatt ohnehin schon 16 Milliarden Schulden hat) ganz privat eine kleine Milliarde an der Börse. Das Geld und wohl ein klein wenig mehr hat er durch den Verkauf »billiger« Arzneien (sogenannter Generika mit der Firma Ratiopharm) gerissen.
Nun wird's köstlich: Er will jetzt Staatshilfe. Und die CDU-Schranze Oettinger, die derzeit den Ministerpräsidenten in BaWü gibt, geht darauf sogar ein...

Ach ja, nach Banken, Autofabriken und Chemiewerken brauche auch ich jetzt Kohle vom Staat, denn meine Situation wird auch zusehends schwieriger!

Da hat es leider derzeit kaum noch Sinn, mal wieder auf ein erneutes Kriegsverbrechen Israels (so Palästinenser-Präsident Abbas) hinzuweisen, wenn der Gaza-Streifen einer Totalblockade unterworfen wird. Da kann die UN-Hochkommissarin Pillay protestieren, wie sie will: Die Zionisten stehen außerhalb jeglichen Rechts - außer, natürlich, es geht um ihres...

18.11.
Ja, was denn nun? Es barmt die Automobilindustrie allenthalben über Verkaufsprobleme und spekuliert auf staatliche Hilfestellungen. Nun aber meldet VW, dass der Absatz im Oktober in Deutschland sogar um 1,8 Prozent gestiegen sei. Und Vertriebschef Wittig tönt: »An unserem Ziel, in diesem Jahr mehr Autos zu verkaufen als im Vorjahr, halten wir weiter fest.«
Na prima! Da weiß ich eine gute Verwendung für die Staatsknete: Wir haben doch Millionen von Arbeitslosen, Aufstockern, Zeitarbeitern und Hartz-IV-Empfängern...

17.11.
Da ist Tagesthemen-Buhrow unfreiwillig realistisch, wenn er von »Staatsbürgerschaft für Opel« spricht.

16.11.
Peter Struck kriegt kurz vor seinem politischen Abgang noch realistische Anwandlungen, wenn er die »Wirtschaftsweisen« attackiert und feststellt: »Ich glaube denen kein Wort« sowie urteilt, »dass diese sogenannten Weisen vor allem viel heiße Luft produzieren«. - Leider sechsstellig auf unsere Kosten.

15.11.
Durchwachsener Tag heute!
Freude: Mit der positionslosen Beliebigkeit Özdemir und der personifizierten Politiklosigkeit Roth an ihrer Spitze sind Die Grünen nun endlich für denkende Menschen unwählbar geworden und aus dem ernst zu nehmenden Parteienspektrum verschwunden. - Wer Bundeswehreinsatz im Ausland und Kohlekraftwerke will, na ja...
Trauer: Als Norddeutscher musste ich heute feststellen, dass Jever-Bier und Böklunder Würstchen (Schleswiger Vorort!) ausgerechnet Bayern München sponsern. Die Schweinereste habe ich noch nie gefressen. Aber mit dem Bier muss ich mir nun echt überlegen...

14.11.
Der Autobauer Opel will eine Milliarde Staatsbürgschaft. Die Beschäftigten kriegen natürlich nichts vom gestern abgeschlossenen Tarifvertrag. Und wie wir den Laden so kennen, geht die »Mutter« GM in den USA demnächst pleite - und die schöne Kohle ist weg; äh, in den Privatschatullen der Manager. Und der Bürge, also der Steuerzahler, ist es los.

Was mache ich hier eigentlich? Schreibe gratis ein Weblog. Anstatt beim ZDF  Nachrichten vorzulesen! 600.000 Euro zieht der Kleber-Claus im Jahr! Und arbeitet noch nicht einmal jede Woche, weil er ja freier Mitarbeiter ist. Jetzt wissen wir jedenfalls, warum die Rundfunkgebühren ständig steigen.

Demgegenüber kann ein Ein-Euro-Jobber noch nicht einmal seine 50 Euro für eine Monatskarte von den lächerlich-peinlichen 120 abziehen, die er im Monat für seinen Einsatz erhält. Meint jedenfalls das Bundes»sozial«gericht.

Morgen will sich Cem Özdemir zum Parteichef der »Grünen« wählen lassen. Und kein Mensch weiß, was das soll. Denn über den »anatolischen Schwaben« (Selbstbezichtigung) sind eigentlich nur vier Dinge bekannt:
- dass er 2002 als Bundestagsabgeordneter eine betrügerische Bonusmeilen-Affäre hatte und daraufhin ins politische Endlager Europaparlament abgeschoben wurde;
- dass er keine Position hat und bei fast allem außer seiner Karriere zugleich dafür und dagegen ist;
- dass er neulich zum ersten Mal in seinem Leben und aus sachfremden Erwägungen kameragünstig vor Brokdorf erschien;
- dass er schon vor Monaten wusste: »Ich kenne meine Schwächen. Das Führen einer Partei traue ich mir nicht zu.«
Nun gut, Die Grünen sind ja eigentlich auch gar keine.

Jetzt wurde bekannt, dass der letztes Jahr gestorbene USA-Großliterat Norman Mailer 15 Jahre lang überwacht wurde: Zwischen 1962 und 1977 wurde u.a. akribisch festgehalten, welche Talkshows, Versammlungen und Friedensdemos Mailer besuchte. Kontrolliert wurde seine Korrespondenz und befragt wurden Freunde und Verwandte nach seinem Lebenswandel. Die daraus entstandene 171 Seiten umfassende Akte lag allerdings nicht in der Berliner Normannenstraße, wie man vermuten sollte, sondern beim FBI. So viel mal wieder zum »Mutterland der Demokratie«...

Mein Gott, was ist das für ein Knülch und intellektueller Krüppel, der da gestern abend bei Anne Will als Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft herumsaß und vor sich hin stammelte. Da konnte er mal so richtig zeigen, was wir von Wirtschafts»wissenschaftlern« und »Wirtschaftsweisen« zu halten haben. Oder sind doch Wirtschaftswaisen gemeint?


Das TV-Sprachwunder Udo von Kampen spricht von »Raketenschildern«. Was darauf wohl steht? Wahrscheinlich eine Warnung vor Raketenschilden.

13.11.
Schon wieder Futter für Karlsruhe, weil er:

seinen Dickkopf durchsetzen und die Verfassung beschädigen will - und die Spezialdemokraten im Bundestag mehrheitlich beim BKA-Gesetz natürlich mitmachen.

Was mache ich hier eigentlich? Schreibe gratis ein Weblog. Anstatt mich finanziell gesund zu stoßen. Etwa als »Berater« bei Siemens. Der Konzern hat im Rahmen der Aufarbeitung seiner Schmiergeldaffäre bereits 2,5 Milliarden Euro ausgegeben! Davon entfielen 857 Mio auf Beraterhonorare! In zwei Jahren! Wie das geht, weiß ich auch nicht. Was ich nun weiß: Dafür mussten über 30.000 Menschen entlassen und die verbliebenen bei längerer Arbeitszeit schlechter bezahlt werden.

12.11.
Da ist der Herr »Tarifexperte« IG-Metall-Huber aber ganz schön abgestunken beim heutigen Tarifabschluss. Das müsste eigentlich Zigtausende total und mit Recht vergrätzte Mitglieder kosten: Noch gestern haben die Arbeiterführer vor Mikrofonen und auf Belegschaftsversammlungen hingewiesen auf die enormen Firmengewinne im laufenden Jahr, auf fette Unternehmergehälter, auf fallende Energiekosten, auf mangelnde Binnennachfrage und ungerechte Umverteilung von unten nach oben sowie auf die feste 8-Prozent-Forderung. Und jetzt? Blamage höchster Güte. Da werden viele die im Haushalt fehlenden Euros wohl nur durch einbehaltenen Mitgliedsbeitrag kompensieren können.

Gerhard Ilgenfritz, seines Zeichens Präsident der Privaten Brauereien in Bayern, kündigt für das nächste Jahr kräftige Bierpreis-Erhöhungen um 5 bis 8 Prozent an. Er begründet dies mit höheren Energie- und Rohstoffkosten: »Die Energiepreise laufen uns davon.«
Ja, und zwar nach unten, wie wir alle wissen. Und Hopfen z.B. ist seit dem Frühjahr um über 50 Prozent im Preis gefallen! - Wohl besoffen, wa? ((Was mit bayerischem Bier allerdings schon eine Spitzenleistung wäre...)

11.11.
Die polizeiliche Bewachung der Atommüll-Transporte nach Gorleben soll 20 Millionen gekostet haben. Wie das? Bezüge erhalten die Polizisten doch ohnehin. Verpflegung? Kann auch nicht sein: Wenn ich ein Geschäftsessen deklariere, verlangt das Finanzamt auch eine Selbstbeteiligung unter dem Hinweis, gegessen hätte ich so oder so. Fahrkosten? Bitteschön, die Wannen sind doch keine 1,5 Millionen Kilometer herumgegurkt!
Abenteuerlicher wird es, wenn nun einige »volksnahe« Politiker verlangen, die Demonstranten müssten an den Kosten beteiligt werden. Für die Ausübung eines Grundrechts zahlen? Bei denen piept's wohl?
Skandal: Die ach so notleidende Eneregiewirtschaft wird mit keinem Cent herangezogen! Wo doch schon jeder viertklassige Fussballverein inzwischen zahlungspflichtig ist, wenn seine »Fans« randalieren und einen Polizeieinsatz erforderlich machen...

Apropos notleidende Wirtschaft. Der Dresdner Bank haben ihre hervorragenden Manager verheerende Verluste von bislang entdeckten oder zugegebenen rund 3,7 Milliarden erwirtschaftet. Was unser aller Allianz als Muttergesellschaft nicht davon abhält, die Investmentbankster der Dresdner mit insgesant 400 Millionen an Boni zu belohnen.

Apropos so genannte Finanzkrise. Der wahre Skandal dabei ist doch, dass die angeblich verlorenen Hunderte von Milliarden im wesentlichen fiktives Spekulationsgeld war. Das nun allerdings von uns Steuerzahlern mit sehr realem Geld durch staatliche Stützaktionen real wird und für z.B. (s.o.) horrende und unsittliche Prämienzahlungen an die Verursacher weitergereicht wird.

Das meinte wahrscheinlich 's Merkel, als sie die »Bildungsrepublik« einforderte: eine weitere Vermögensbildung, denn jedes Geld kann nur einmal ausgegeben werden...

10.11.
Es ist zum Heulen! Da haben sich die Parteien in Hessen seit den Landtagswahlen im Januar 10 Monate fast ausschließlich um sich selbst gekümmert und mit sich selbst beschäftigt, anstatt Politik zu machen für die Menschen. Und seit heute ist wieder Wahlkampf: Weitere 3 Monate blankes Nichtstun außer Postengeschacher und schierer Selbstbeweihräucherung. Und dann diese Auswahl an politischem Personal! Ist doch klar, das die Leute sich mit Grausen abwenden.

8.11.
So sind sie eben, die Amis: Da hält der frisch gewählte Obama eine Ansprache vor der Presse; anschließend sind genau neun Fragen gestattet. Und so eine US-Spitzenjournalistin stellt dann zum Schluss die wesentliche Frage: wie es denn um den Hund der Familie bestellt sei. Puuuhhh!

7.11.
Wieso sollen eigentlich Milchbauenr staatlich gestützt werden? Haben wir nun einen Markt oder ja!? Da könnten sonst mit demselben Recht fast alle anderen auch... Zum Beispiel darbende Weblog-Autoren.

Da feiern die Großkoalitionäre sich und einen »Kompromiss« bei der Neuregelung der Erbschaftssteuer: War bislang selbstgenutztes Wohneigentum für verbliebene Ehepartner und Kinder steuerfrei, so ist es jetzt steuerfrei. Und weil die meisten Immobilieneigner ja immer mindestens fast 200 Quadratmeter besitzen, ist dieser Wert nun die neue Grenze.
Das ist aber toll, die Herren Struck, Kauder und Seehofer! Und: »Ein langer Weg ist erfolgreich zu Ende gegangen« (Struck). - Seit wann gehen denn Wege zu Ende? Krause Sätze stehen für krause Denke...

Die Medien melden »Telekom verdient mehr mit weniger Kunden«! Das klingt für die verbliebenen aber gar nicht gut!

Claudia Nothelle wird neue Programmdirektorin des Hörfunk- und Fernseh-Grauens RBB. Ziel ist eine Qualitätssteigerung der journalistischen Angebote. Das wird schwer für die Dame, bislang schon Fernsehdirektorin und Chefredakteurin, denn erst muss überhaupt einmal Qualität her. Bislang gibt's im TV der Anstalt neben der quälend provinziellen Abendschau  fast nur Tierfilme und Beiträge aus den Tierparks.


Das ist keine Modenschau in London oder Paris, wie die Berliner Abendschau vor Stolz platzend mitteilt, sondern die »Fashion Week« in - na, wo? Na klar! - Berlin! Was man ja schon am Namen hört. Demgegenüber wäre eine »Modewoche« doch noch provinzieller.

6.11.
Und schon wieder hat er:

vom Bundesverfassungsgericht eins auf die Finger gekriegt (»Vorratsdaten«-Speicherung). Wann merkt er es endlich und gibt den Job auf, den er offensichtlich nicht beherrscht?

Oder hat er und orientiert sich nun auf Außenpolitik - ein Feld, von dem er auch noch nie etwas verstand, sich aber ab und an mit verbalen Absonderungen von einschneidender Bedeutungslosigkeit einmischte. Wie sein Fraktions-Co-Spinner von Klaeden, der derzeit als außenpolitischer Sprecher herummarodiert. Der wusste nichts besseres als herumzutönen, dass Russland doch bitteschön sich nicht erlauben darf, was die USA sich ständig frech herausnehmen: Raketen dort zu stationieren, wo sie wollen. Im Falle Russlands sogar dezent im eigenen Land, während Washington ja auch in Polen und der Tschechischen Republik Hausherr ist. Setzen, 6, Herr von Klaeden!

5.11.
Hatte mich immer schon gewundert, warum die ganzen »Fachleute« in den Medien ständig von Prozent-Vorsprung des einen gegenüber dem anderen Kandidaten faselten. Dabei sollte doch jeder gewusst haben, dass das USA-Wahlsystem sogenannte Wahlmänner vorsieht, die einen ganzen Bundesstaat repräsentieren, auch wenn der dortige Kandidat mit nur 100 Stimmen Vorsprung gewinnt: Wir erinnern uns an den Auszählungsskandal in Florida vor acht Jahren bei George W. gegen Al Gore...

Tja, nun hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich durchgesetzt, was sie unter antisemitisch versteht. Und die Spezialdemokraten sind folgsam, »wir haben ja große Koalition«, mitgestolpert. Und um die Peinlichkeit möglichst von sich abzuwälzen, zeigt sie mit dem Nach-vorne-Finger (drei sind nach hinten!) auf Die Linke.

4.11.
»Amerika Wählt« (ja, so falsch geschrieben). Da werden wir in der Spätausgabe der Tagesschau zum Xten Mal mit denselben Bildern von Warteschlangen vor den Wahllokalen traktiert, anstatt auf das Busunglück mit mindestens 20 Toten einzugehen. Das nennt man dann Prioritätensetzung!
Überhaupt: Endlich ist der Rummel nach 20 Monaten zuende. Die Medien taten so, als fänden die Wahlen hierzulande statt (wobei sie diese noch nicht einmal so intensiv und bis in die kleinsten, uninteressantesten Kleinigkeiten ausleuchten...).

Schaut euch diese Typen an!

Wirkliche, wahrhafte und echte Spezialdemokraten. Noch.

Die Bahnbosse, die ungerechtfertigterweise (sie tun doch nur, wofür sie ohnehin fürstlich bezahlt werden) dicke »Prämien« ziehen wollen, mosern nun, ihre Bezüge gehörten nicht in die Öffentlichkeit. Aber sicher doch! Schließlich ist die Bahn - noch - eine öffentliche/staatliche Firma!

Na prima, Herr Glos! Da kaufe ich mir jetzt einen geländegängigen Spritfresser mit hohem Schadstoffausstoß und spare ein Jahr Kfz-Steuer. Also wieder: Wirtschaft vor Umwelt!


Jörg Schönenborn aus dem USA-Wahlstudio der ARD fühlt sich von der Umgebung beflügelt: »It was the economies, stupid.«
No. It was the economics, stupid!

3.11.
Das ist der Knaller! Jetzt wissen wir endlich, welche Partei so grundtief verlässlich ist!

Hat es so lange gedauert, bis die vier Spezialdemokraten im hessischen Landtag wussten, wieviel ihr Gewissen so kostet? Oder warum erst jetzt?

2.11.
Die trauen sich was! Rund 7 Millionen Euro »Prämien« hat der Aufsichtsrat der Postbank seinen Vorstandsnasen genehmigt. Damit sie bei der Stange bleiben!!! Da bleibt selbst mir die Spucke weg.

1.11.
Interessant, dass die unerträgliche ex-DDR-Nöle Dagmar Metzger diesmal nicht in den doch sonst immer beschworenen Fraktionszwang eingebunden wird/angeblich nicht werden kann...

Der Bundestag will jetzt eine »Antisemitismus-Expertengruppe« einrichten. -.- Wer da wohl außer Hendryk Broder reingeht?
Da passt es ja prima, dass in Berlin nun eine eigene Akademie gegründet werden soll, in der »jüdische Betriebswirtschaftslehre« unterrichtet wird. - Wo der Papst ja schon immer für katholisches Rollschuhlaufen eingetreten ist!

Energie I:
Frecher kann man sich als Konzern wohl kaum artikulieren! Da strengt der Energie-Regionalmonopolist Vattenfall  in Hamburg eine Klage an, weil - und das muss man mal lesen!!! - »ein wirtschaftlicher Betrieb des Kraftwerks mit dem Schutz der Elbe und einer modernen Klimapolitik nicht vereinbar ist«! Und wie man die Verwaltungsgerichte so kennt, kriegt der Stromverteiler Recht.

Energie II:
Apropos Energie und verteilen. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Die drei Ölmultis Exxon, BP und Shell haben im dritten Quartal dieses Jahres mehr als 31 Milliarden US-Dollar Gewinn gescheffelt, davon Exxon allein fast die Hälfte (14,83). Mit ehrfürchtiger Anerkennung stellen die Nachrichtenagenturen fest, dass nie zuvor ein Unternehmen in den USA in nur einem Quartal einen derart hohen Profit raffte.

Energie III:
Eon, Deutschlands größter Gas»versorger«, hat sinkende Gaspreise in Aussicht gestellt. Nachdem der Ölpreis, an den der Gaspreis ja irrwitzigerweise gekoppelt ist, seit Wochen in den Keller geht, will Eon gnädigerweise im Frühjahr seine Lieferpreise senken »können«. Da hat man dann prima noch den Winter mit seinem Gas-Spitzenverbrauch mitgekriegt und ungerechtfertigte Extraprofite gerissen.

Das zaubert uns ja ein Lächeln des Verständnisses auf die Lippen: Dank neuer Bilanzregeln rettet die darbende Deutsche Bank doch noch einen kleinen Gewinn im dritten Quartal; wenn auch nur bescheidenste 414 Millionen Euronen. - Tja, da wird es bei den Ackermanns zuhause wohl ein sehr frugales Weihnachtsfest geben.

Demgegenüber sehen die Metall-»Arbeitgeber« landauf-landunter in den Haushalten ihrer Beschäftigten allenthalben Christfeste mit Schampus in Strömen und rotem Kaviar suppenkellenweise sowie Geschmeide unter'm Baum. Schließlich haben sie unter Schmerzen ein Tarifangebot von exorbitanten und kaum zu verantwortenden 2,1 Prozent geboren.