
30.11.
29.11. Und schon wieder ist ein totales
Versagen überforderter verantwortlicher Politiker zu konstatieren: Die
Herren Stein-, äh, äh, dingsda als Außenminister sowie de Maiziere
als Kanzleramtsminister und »Koordinator der Geheimdienste«, beide
ehedem
jahrzehntelange Sesselfurzer, haben offenbar nicht mitbekommen, was im von ihnen
politisch so
hochgeheiligten Kosovo eigentlich passiert... Wir lesen im Intellektuellenblatt Der
Tagesspiegel folgenden höheren Blödsinn, »dass die
umstrittene Leichenschau in Guben ab Januar 2009
schließt«.
28.11. Jetzt hat er auch vom Bundesrat schwer eines auf die Mütze
gekriegt: 'es Bundeshörstel ereifert
sich, dass die Deutschen sich noch nicht genügend »vorbereitet«
hätten auf das Risiko von Auslandseinsätzen der Bundeswehr.
»Es werden uns Opfer abverlangt«, droht er. Wobei das »uns«
ziemlich unklar ist, sofern er auch sich selber meint - was ein »Uns« ja
schließlich sprachlich einschließt. Und wieso »Opfer«? Solche
werden doch nur Göttern und Götzen dargeboten?! (Siehe auch den
folgenden Eintrag!)
27.11.
26.11. In Berlin
wird eine zentrale Schülerkartei geplant. Zum neuen Schuljahr sollen 16
Daten vom Namen bis hin zu besonderem Förderungsbedarf über jeden
Schüler erhoben und gesammelt werden. Bedauerlich: auch die
Linkspartei ist dafür (jedenfalls die Großkopfeten
dort). In der Berliner Abendschau erfahren wir
nicht nur ausgebreitet Wahnsinnsmeldungen wie die, dass der Austausch eines
Ersatzteils bei einem Bagger für morgen erwartet wird! Nein, auch, dass die
Redaktion gar nicht sicher über ihre Aussagen ist, wenn es dort heißt:
»... auch mit einbezogen.«
25.11. Krokodilstränen des Mitleids unter
den Berliner Kommentatoren: Was soll nur mit dem armen Friedbert Pflüger
geschehen? Der Politversager hat sich in der Betonpartei derart unbeliebt
gemacht, dass es keine Vor- und sonstigen Sitze für ihn in der
vordemokratischen Organisation gibt; und auch keinen Listenplatz zur Bundestags-
oder Europawahl. Muss der arme Mann nun verhungern, wenn sein
Abgeordnetenhaus-Mandat ausläuft? Auf die Idee, dass er es doch einmal mit
ehrlicher Arbeit versuchen könnte, ist offenbar noch niemand in Politik und
Medien gekommen... Da darf ein gewisser Jochen Staadt (eine dieser Figuren,
die im Forschungsverbund SED-Staat der FU antikommunistisch
abkotzen dürfen), fast eine Drittelseite im Tagesspiegel
vollrülpsen. Darin schreibt er über den Schutz des
Persönlichkeitsrechts in einer Demokratie wie unserer von einem
»Klagegeschäft«, das »vor allem in Hamburg und Berlin
(floriert)«. Und weiter:
23.11.
22.11. Der Entwurf für den Bundeshaushalt
2009 über 290 Milliarden liegt nun vor. An zweiter Stelle der
Ausgabenposten steht mit 42,4 Milliarden leider die Tilgung von Bundesschuld (im
wesentlichen verursacht durch Subventionen für die Großindustrie und die
Bankster, Großkotzbauten wie Flughäfen und Hauptbahnhöfe,
Steuererlasse für Firmen und ihre Bosse). Richtig pervers ist aber der Umstand,
dass auf Platz 3 bereits die »Verteidigung« auftaucht (31,2 Mrd), die
skandalöserweise fast viermal so viel frisst wie der Posten 5, Forschung und
Bildung. Mit anderen Worten: 3 Prozent für die Zukunft unseres Landes, 11
Prozent für Unsinn und dessen Lobby. Tja, jetzt kriechen sie wieder aus ihren
Löchern: Plötzlich sind USA-Richter für die Freilassung der
Guantanamo-Häftlinge, weil die öffentliche Mehrheitsmeinung
mit Obama dafür ist. Und im Mutterland der Demokratie werden
unabhängige Richter halt turnusmäßig gewählt...
21.11. Ein brillantes Beispiel für
das Schmackhaftmachen von Demokratie liefert derzeit die Berliner CDU:
Die einzigen nennenswerten Aktivitäten, allerdings mit Hauen und Stechen, der
(gewesenen) Anführer gelten der günstigen Platzierung auf den
Landeslisten für die Bundestags- und die Europawahl zur Erhaltung der
Pfründen. Ein
brillantes Beispiel für Sonntagsreden-Politik liefert ein weiteres Mal der ohnehin
umstrittene Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin: Für die Jahre 2010-2013 will
er den Haushalten der Universitäten nur jeweils zwei (in Worten: 2) Prozent
zubilligen. Gebraucht aber werden allein zum Statuserhalt mindestens 10. Das
nennt man dann Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlin! Wobei die Stadt,
noch mehr als das ganze Land, nur in der Richtung überhaupt eine Perspektive
hat. (Die Damen und Herren mit Migrationshintergrund arbeiten auch nicht gerade
daran, hat man den Eindruck.) Krise? Welche Krise? Da jammert der
weltgrößte Chemiekonzern BASF und verkündet
Produktionseinschränkungen oder gar Stillstand mit entsprechenden
»Personalkonsequenzen« in 180 Betrieben weltweit. Weil man ja auch
Zulieferbetrieb der Autoindustrie ist. Gleichzeitig teilt der Laden seinen
Aktionären mit, dass demnächst mehr als eine Milliarde zu investieren sei:
Gasvorkommen in Sibieren. Man wittere »ein Riesengeschäft«. Jaja,
so ist die Konzernkultur noch immer: Profite und shareholder value vor allem
anderen.
20.11. Verscheißerung
II: Verscheißerung III: Verscheißerung
IV:
19.11. Ach
ja, nach Banken, Autofabriken und Chemiewerken brauche auch ich jetzt Kohle vom
Staat, denn meine Situation wird auch zusehends schwieriger! Da hat es leider
derzeit kaum noch Sinn, mal wieder auf ein erneutes Kriegsverbrechen Israels
(so Palästinenser-Präsident Abbas) hinzuweisen, wenn der Gaza-Streifen
einer Totalblockade unterworfen wird. Da kann die UN-Hochkommissarin Pillay
protestieren, wie sie will: Die Zionisten stehen außerhalb jeglichen Rechts -
außer, natürlich, es geht um ihres...
18.11.
17.11.
16.11.
15.11.
14.11. Was mache ich hier eigentlich? Schreibe gratis ein
Weblog. Anstatt beim ZDF Nachrichten vorzulesen! 600.000 Euro
zieht der Kleber-Claus im Jahr! Und arbeitet noch nicht einmal jede Woche, weil
er ja freier Mitarbeiter ist. Jetzt wissen wir jedenfalls, warum die
Rundfunkgebühren ständig steigen. Demgegenüber kann ein
Ein-Euro-Jobber noch nicht einmal seine 50 Euro für eine Monatskarte von den
lächerlich-peinlichen 120 abziehen, die er im Monat für seinen Einsatz
erhält. Meint jedenfalls das Bundes»sozial«gericht.
Morgen will sich Cem Özdemir zum Parteichef der
»Grünen« wählen lassen. Und kein Mensch weiß, was
das soll. Denn über den »anatolischen Schwaben«
(Selbstbezichtigung) sind eigentlich nur vier Dinge bekannt: Jetzt wurde bekannt,
dass der letztes Jahr gestorbene USA-Großliterat Norman Mailer 15 Jahre
lang überwacht wurde: Zwischen 1962 und 1977 wurde u.a. akribisch
festgehalten, welche Talkshows, Versammlungen und Friedensdemos Mailer
besuchte. Kontrolliert wurde seine Korrespondenz und befragt wurden Freunde und
Verwandte nach seinem Lebenswandel. Die daraus entstandene 171 Seiten
umfassende Akte lag allerdings nicht in der Berliner Normannenstraße, wie man
vermuten sollte, sondern beim FBI. So viel mal wieder zum »Mutterland
der Demokratie«... Mein Gott, was ist das für ein Knülch und
intellektueller Krüppel, der da gestern abend bei Anne Will als Direktor
des Kieler Instituts für Weltwirtschaft herumsaß und vor sich hin
stammelte. Da konnte er mal so richtig zeigen, was wir von
Wirtschafts»wissenschaftlern« und »Wirtschaftsweisen« zu
halten haben. Oder sind doch Wirtschaftswaisen gemeint? Das TV-Sprachwunder Udo von
Kampen spricht von »Raketenschildern«. Was darauf wohl steht?
Wahrscheinlich eine Warnung vor Raketenschilden.
13.11. Was mache ich hier eigentlich?
Schreibe gratis ein Weblog. Anstatt mich finanziell gesund zu stoßen. Etwa als
»Berater« bei Siemens. Der Konzern hat im Rahmen der
Aufarbeitung seiner Schmiergeldaffäre bereits 2,5 Milliarden Euro
ausgegeben! Davon entfielen 857 Mio auf Beraterhonorare! In zwei Jahren! Wie
das geht, weiß ich auch nicht. Was ich nun weiß: Dafür mussten
über 30.000 Menschen entlassen und die verbliebenen bei längerer
Arbeitszeit schlechter bezahlt werden.
12.11. Gerhard Ilgenfritz,
seines Zeichens Präsident der Privaten Brauereien in Bayern,
kündigt für das nächste Jahr kräftige
Bierpreis-Erhöhungen um 5 bis 8 Prozent an. Er begründet dies mit
höheren Energie- und Rohstoffkosten: »Die Energiepreise laufen uns
davon.«
11.11. Apropos notleidende Wirtschaft. Der Dresdner Bank haben ihre
hervorragenden Manager verheerende Verluste von bislang entdeckten oder
zugegebenen rund 3,7 Milliarden erwirtschaftet. Was unser aller Allianz als
Muttergesellschaft nicht davon abhält, die Investmentbankster der
Dresdner mit insgesant 400 Millionen an Boni zu belohnen. Apropos so
genannte Finanzkrise. Der wahre Skandal dabei ist doch, dass die angeblich
verlorenen Hunderte von Milliarden im wesentlichen fiktives Spekulationsgeld
war. Das nun allerdings von uns Steuerzahlern mit sehr realem Geld durch staatliche
Stützaktionen real wird und für z.B. (s.o.) horrende und unsittliche
Prämienzahlungen an die Verursacher weitergereicht wird. Das meinte
wahrscheinlich 's Merkel, als sie die »Bildungsrepublik« einforderte:
eine weitere Vermögensbildung, denn jedes Geld kann nur einmal ausgegeben
werden...
10.11.
8.11.
7.11. Da feiern die
Großkoalitionäre sich und einen »Kompromiss« bei der
Neuregelung der Erbschaftssteuer: War bislang selbstgenutztes Wohneigentum
für verbliebene Ehepartner und Kinder steuerfrei, so ist es jetzt steuerfrei. Und
weil die meisten Immobilieneigner ja immer mindestens fast 200 Quadratmeter
besitzen, ist dieser Wert nun die neue Grenze. Die Medien melden »Telekom verdient
mehr mit weniger Kunden«! Das klingt für die verbliebenen aber gar
nicht gut! Claudia Nothelle wird neue Programmdirektorin des Hörfunk- und
Fernseh-Grauens RBB. Ziel ist eine Qualitätssteigerung der
journalistischen Angebote. Das wird schwer für die Dame, bislang schon
Fernsehdirektorin und Chefredakteurin, denn erst muss überhaupt einmal
Qualität her. Bislang gibt's im TV der Anstalt neben der quälend
provinziellen Abendschau fast nur Tierfilme und Beiträge aus den
Tierparks. Das ist
keine Modenschau in London oder Paris, wie die Berliner Abendschau vor Stolz
platzend mitteilt, sondern die »Fashion Week« in - na, wo? Na klar!
- Berlin! Was man ja schon am Namen hört. Demgegenüber wäre
eine »Modewoche« doch noch provinzieller.
6.11. Oder hat er und orientiert sich nun auf
Außenpolitik - ein Feld, von dem er auch noch nie etwas verstand, sich aber ab
und an mit verbalen Absonderungen von einschneidender Bedeutungslosigkeit
einmischte. Wie sein Fraktions-Co-Spinner von Klaeden, der derzeit als
außenpolitischer Sprecher herummarodiert. Der wusste nichts besseres als
herumzutönen, dass Russland doch bitteschön sich nicht erlauben
darf, was die USA sich ständig frech herausnehmen: Raketen dort zu
stationieren, wo sie wollen. Im Falle Russlands sogar dezent im eigenen Land,
während Washington ja auch in Polen und der Tschechischen Republik
Hausherr ist. Setzen, 6, Herr von Klaeden!
5.11. Tja, nun hat die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich durchgesetzt, was sie unter
antisemitisch versteht. Und die Spezialdemokraten sind folgsam, »wir haben
ja große Koalition«, mitgestolpert. Und um die Peinlichkeit möglichst
von sich abzuwälzen, zeigt sie mit dem Nach-vorne-Finger (drei sind nach
hinten!) auf Die Linke.
4.11. Schaut euch diese Typen
an! Die Bahnbosse, die ungerechtfertigterweise (sie
tun doch nur, wofür sie ohnehin fürstlich bezahlt werden) dicke
»Prämien« ziehen wollen, mosern nun, ihre Bezüge
gehörten nicht in die Öffentlichkeit. Aber sicher doch! Schließlich ist
die Bahn - noch - eine öffentliche/staatliche Firma! Na prima, Herr
Glos! Da kaufe ich mir jetzt einen geländegängigen Spritfresser mit hohem
Schadstoffausstoß und spare ein Jahr Kfz-Steuer. Also wieder:
Wirtschaft vor Umwelt! Jörg Schönenborn aus dem USA-Wahlstudio der
ARD fühlt sich von der Umgebung beflügelt: »It was the
economies, stupid.«
3.11. Hat es so lange gedauert, bis die vier Spezialdemokraten
im hessischen Landtag wussten, wieviel ihr Gewissen so kostet? Oder warum
erst jetzt?
2.11.
1.11. Der Bundestag will jetzt eine
»Antisemitismus-Expertengruppe« einrichten. -.- Wer da wohl
außer Hendryk Broder reingeht? Energie I: Energie
II: Energie III: Das
zaubert uns ja ein Lächeln des Verständnisses auf die Lippen: Dank neuer
Bilanzregeln rettet die darbende Deutsche Bank doch noch einen kleinen
Gewinn im dritten Quartal; wenn auch nur bescheidenste 414 Millionen Euronen. -
Tja, da wird es bei den Ackermanns zuhause wohl ein sehr frugales Weihnachtsfest
geben. Demgegenüber sehen die Metall-»Arbeitgeber«
landauf-landunter in den Haushalten ihrer Beschäftigten allenthalben
Christfeste mit Schampus in Strömen und rotem Kaviar suppenkellenweise
sowie Geschmeide unter'm Baum. Schließlich haben sie unter Schmerzen ein
Tarifangebot von exorbitanten und kaum zu verantwortenden 2,1 Prozent
geboren.
Die Verfassungsgefahr:
will nun
doch die »Bodyscanner« der wildgewordenen EU-Administratoren testen
lassen! Dr. Psycho, übernehmen Sie!
Wie lange kann eigentlich ein Haufen aufgehetzter Reaktionäre tun und
lassen, was er will? In Thailand offenbar mindestens fünf Tage Flughäfen
besetzen und sechs Wochen Regierungsgebäude blockieren. - Selbst in so einer
Operettendemokratie geht dies doch nur mit der Billigung höchster Stellen und
des zufriedenen (westlichen) Auslands.
Schon weil sie es nicht selber kann, muss sie
geschlossen werden. Und dann im Januar. Somit ist sie ab Januar geschlossen.
Ansonsten dauerte das Schließen ja an...
Was ist bloß los?
Vorher der »Aufschwung«, jetzt die
»Krise« - nix kommt bei den Menschen draußen im Lande
an!
Von der Institution,
in der ausgerechnet eigentlich seine Gesinnungsgenossen die Mehrheit haben, deren
Rechte er aber wesentlich beschneiden wollte. Der Herr Verfassungsminister.
Und
Hosenanzug Angela mosert, denn sie stehe »voll und ganz hinter ihm«. -
Ein neuer Fall für das Verfassungsgericht?
Das sind übrigens die Impulse 21, des
Kriegshetzer-Forums des Tagesspiegels und des
»Verteidigungs«ministeriums in Berlin.
Endlich wieder ein Kriegerdenkmal! Heute wurde der Grundstein gelegt
für ein »Ehrenmal der Bundeswehr«. Damit es nicht so viele sehen,
irgendwo versteckt auf dem Gelände des zuständigen Ministeriums in
Berlin. Und da die Regierungen pausenlos behaupten, die BW verteidige die
Interessen Deutschlands (vor allem am Hindukusch, am Horn von Afrika, im Kosovo
etc. pp), muss die Inschrift für die rund 3.000 Gestorbenen und Gefallenen der
letzten 50 Jahre unbedingt heißen: Sie starben für deutsche
Interessen.
Einen 500-Euro-Einkaufsgutschein für jedermann zur Ankurbelung der
Binnennachfrage lehnt Finanzminister Steinbrück rundweg ab. Es gelte ja, den
Bundeshaushalt zu sanieren. - 500 Mrd. für die Banken? Aber gerne!
Besonders begeistert von dem Plan ist die Polizei, weil sie damit so einiges
über die Eleven erfährt. Übrigens gerade die Polizei, die sich
Jahrzehnte vehement und erfolgreich gegen eine Kennzeichnung oder
Identifizierungsmöglichkeit ihrer Mitglieder wehrte...
Einbezogen mag ja sein;
besser ist allemal mit einbezogen; und am besten auch mit einbezogen.
Was kommt als nächste Steigerung von den Sprachprofis im RBB?
Der »Fall Clement« überschreitet inzwischen die Grenzen zur
Realsatire erheblich. Da sieht sich zunächst die Edelmuschpoke der
Spezialdemokraten nicht in der Lage, einen der ihren auszuschließen. Aber statt
es bei der Rüge durch die Bundesschiedskommission zu belassen und sie sich
übers Klo zu hängen, tritt der Herr gleich aus. Aus der Partei.
Wir sind
gespannt, wie viele über die Samthandschuhe enttäuschte Mitglieder, die
nun zur Nicht-Wahl der SPD aufrufen, gerügt werden. Denn ein
Ausschluss ist nunmehr ausgeschlossen!
»... weil dort in einschlägig
geschätzten Pressekammern Richter und Beisitzer amtieren, die sich als
persönlichkeitsrechtliche Engelmacher einen guten Namen ... gemacht
haben.«
Mal abgesehen davon, dass dieser miserable Stil von gemachten
Machern dringend redigiert werden müsste, übersieht der Mann vor lauter
Geifer, was ein Engelmacher ist: das genaue Gegenteil dessen, das der Dichter hier
meint. Nämlich jemanden zum Engel machen - also töten! Aber kann man
hier Bildung einklagen?
Gestern den halben und heute den ganzen Tag! Seit fast 25 Jahren frage ich
mich, was ich damals in der Vor-Computer-Ära gemacht hatte in der Zeit,
die ich nicht aufbrachte für den Rechner, seine Einrichtung und Pflege sowie
das gesamte Rundherum.
Das sind nun bislang summa summarum fünf
Jahre.
Jetzt gehe ich davon aus, dass ich die nachleben werde können!
Jetzt ist er wirklich zum Verfassungsproblem geworden und muss dringendst
weg
Weil er seine
abenteuerlichen BKA-Gesetzesvorstellungen nicht einmal bei seinem
christ»demokratischen« Gesinnungspack im Bundesrat durchkriegt, will er
schnell 'mal einen weiteren Grundgesetz-Artikel ändern und Mehrheiten sowie
kleinere Parteien abbügeln!
Traurig, aber nicht untypisch, dass auch ein
Spezialdemokrat wie der Innen»experte« Fritz Rudolf Körper bei
diesem Coupversuch mittut.
Endlich wissen wir, wo die gepflegte Masochistin ihre Wäsche so
einkauft:
Damit wird selbstverständlich einzig der Wählerwille
gesichert. Und das Gewissen hinsichtlich prekärer Entscheidungen eingelullt.
Denn ohne Wahlkreis oder Direktmandat ist man ja nur dem verpflichtet...
Verscheißerung I:
Jetzt plötzlich reden sie alle davon, dass die
»Krise« nun die »Realwirtschaft« erreicht habe. - Ja, wo war
sie denn vorher? Doch dann wohl in der Irrealwirtschaft!!!
Nun ist der ganze Schlamassel den hilf- und völlig argumentlosen
Politikern, Gurus und Dummschwätzern in den Medien und vor allem Talkshows
offensichtlich derart peinlich, dass ihnen nichts besseres einfällt, als
demagogisch auf die angebliche Demagogie der Linkspartei
einzudreschen...
Apropos Guru: Der physiognomische
und inhaltliche »Piet Klocke« der Wirtschaftsschwätzer Bert
Rürup, dem schon im richtigen Leben nur die allerdümmsten geglaubt
haben (siehe 16.11), heuert jetzt (ist er nicht gerade alterstechnisch - und
leistungsgemäß viel zu spät - pensioniert worden?) beim
»Finanzdienstleister« AWD an: Gewiss zur Belohnung seiner
Bemühungen, die staatlich geförderte Zusatzrente (jaja:
»Rürup-Rente«) so gering zu halten, dass private Finanzhaie
hinzuspringen müssen. (Sein Kollege Prof. Raffelhüschen - ok, für
ihren Namen können nicht alle etwas, auch wo sie ihm folgen - macht das ja in
der Versicherungs-Hochschul-Wirtschaft seit Jahren vor.)
In summa: Für wie blöde halten die alle uns eigentlich?!
Ganz tollkühn: Da verzockt der Ulmer Milliardär Adolf Merckle
(dessen Firmengruppe nach Handelsblatt ohnehin schon 16 Milliarden
Schulden hat) ganz privat eine kleine Milliarde an der Börse. Das Geld und wohl
ein klein wenig mehr hat er durch den Verkauf »billiger« Arzneien
(sogenannter Generika mit der Firma Ratiopharm) gerissen.
Nun wird's
köstlich: Er will jetzt Staatshilfe. Und die CDU-Schranze Oettinger, die derzeit
den Ministerpräsidenten in BaWü gibt, geht darauf sogar ein...
Ja, was denn nun? Es barmt die Automobilindustrie allenthalben über
Verkaufsprobleme und spekuliert auf staatliche Hilfestellungen. Nun aber meldet
VW, dass der Absatz im Oktober in Deutschland sogar um 1,8 Prozent
gestiegen sei. Und Vertriebschef Wittig tönt: »An unserem Ziel, in
diesem Jahr mehr Autos zu verkaufen als im Vorjahr, halten wir weiter
fest.«
Na prima! Da weiß ich eine gute Verwendung für die
Staatsknete: Wir haben doch Millionen von Arbeitslosen, Aufstockern, Zeitarbeitern
und Hartz-IV-Empfängern...
Da ist Tagesthemen-Buhrow unfreiwillig realistisch, wenn er von
»Staatsbürgerschaft für Opel« spricht.
Peter Struck kriegt kurz vor seinem politischen Abgang noch realistische
Anwandlungen, wenn er die »Wirtschaftsweisen« attackiert und
feststellt: »Ich glaube denen kein Wort« sowie urteilt, »dass diese
sogenannten Weisen vor allem viel heiße Luft produzieren«. - Leider
sechsstellig auf unsere Kosten.
Durchwachsener Tag heute!
Freude: Mit der positionslosen Beliebigkeit Özdemir und der
personifizierten Politiklosigkeit Roth an ihrer Spitze sind Die Grünen nun
endlich für denkende Menschen unwählbar geworden und aus dem ernst
zu nehmenden Parteienspektrum verschwunden. - Wer Bundeswehreinsatz im
Ausland und Kohlekraftwerke will, na ja...
Trauer: Als Norddeutscher
musste ich heute feststellen, dass Jever-Bier und Böklunder
Würstchen (Schleswiger Vorort!) ausgerechnet Bayern
München sponsern. Die Schweinereste habe ich noch nie gefressen. Aber
mit dem Bier muss ich mir nun echt überlegen...
Der Autobauer Opel will eine Milliarde Staatsbürgschaft. Die
Beschäftigten kriegen natürlich nichts vom gestern abgeschlossenen
Tarifvertrag. Und wie wir den Laden so kennen, geht die »Mutter«
GM in den USA demnächst pleite - und die schöne Kohle ist weg;
äh, in den Privatschatullen der Manager. Und der Bürge, also der
Steuerzahler, ist es los.
- dass er 2002 als
Bundestagsabgeordneter eine betrügerische Bonusmeilen-Affäre hatte
und daraufhin ins politische Endlager Europaparlament abgeschoben wurde;
-
dass er keine Position hat und bei fast allem außer seiner Karriere zugleich
dafür und dagegen ist;
- dass er neulich zum ersten Mal in seinem Leben
und aus sachfremden Erwägungen kameragünstig vor Brokdorf
erschien;
- dass er schon vor Monaten wusste: »Ich kenne meine
Schwächen. Das Führen einer Partei traue ich mir nicht zu.«
Nun
gut, Die Grünen sind ja eigentlich auch gar keine.
Schon wieder Futter für Karlsruhe, weil er:
seinen Dickkopf durchsetzen und die Verfassung
beschädigen will - und die Spezialdemokraten im Bundestag mehrheitlich beim
BKA-Gesetz natürlich mitmachen.
Da ist der Herr »Tarifexperte« IG-Metall-Huber aber ganz
schön abgestunken beim heutigen Tarifabschluss. Das müsste
eigentlich Zigtausende total und mit Recht vergrätzte Mitglieder kosten: Noch
gestern haben die Arbeiterführer vor Mikrofonen und auf
Belegschaftsversammlungen hingewiesen auf die enormen Firmengewinne im
laufenden Jahr, auf fette Unternehmergehälter, auf fallende Energiekosten, auf
mangelnde Binnennachfrage und ungerechte Umverteilung von unten nach oben
sowie auf die feste 8-Prozent-Forderung. Und jetzt? Blamage höchster
Güte. Da werden viele die im Haushalt fehlenden Euros wohl nur durch
einbehaltenen Mitgliedsbeitrag kompensieren können.
Ja, und zwar nach unten, wie wir alle wissen. Und Hopfen z.B. ist seit
dem Frühjahr um über 50 Prozent im Preis gefallen! - Wohl besoffen, wa?
((Was mit bayerischem Bier allerdings schon eine Spitzenleistung wäre...)
Die polizeiliche Bewachung der Atommüll-Transporte nach Gorleben soll 20
Millionen gekostet haben. Wie das? Bezüge erhalten die Polizisten doch
ohnehin. Verpflegung? Kann auch nicht sein: Wenn ich ein Geschäftsessen
deklariere, verlangt das Finanzamt auch eine Selbstbeteiligung unter dem Hinweis,
gegessen hätte ich so oder so. Fahrkosten? Bitteschön, die Wannen sind
doch keine 1,5 Millionen Kilometer herumgegurkt!
Abenteuerlicher wird es, wenn
nun einige »volksnahe« Politiker verlangen, die Demonstranten
müssten an den Kosten beteiligt werden. Für die Ausübung eines
Grundrechts zahlen? Bei denen piept's wohl?
Skandal: Die ach so notleidende
Eneregiewirtschaft wird mit keinem Cent herangezogen! Wo doch schon jeder
viertklassige Fussballverein inzwischen zahlungspflichtig ist, wenn seine
»Fans« randalieren und einen Polizeieinsatz erforderlich
machen...
Es ist zum Heulen! Da haben sich die Parteien in Hessen seit den Landtagswahlen im
Januar 10 Monate fast ausschließlich um sich selbst gekümmert und mit
sich selbst beschäftigt, anstatt Politik zu machen für die Menschen. Und
seit heute ist wieder Wahlkampf: Weitere 3 Monate blankes Nichtstun außer
Postengeschacher und schierer Selbstbeweihräucherung. Und dann diese
Auswahl an politischem Personal! Ist doch klar, das die Leute sich mit Grausen
abwenden.
So sind sie eben, die Amis: Da hält der frisch gewählte Obama eine
Ansprache vor der Presse; anschließend sind genau neun Fragen gestattet. Und
so eine US-Spitzenjournalistin stellt dann zum Schluss die wesentliche Frage:
wie es denn um den Hund der Familie bestellt sei. Puuuhhh!
Wieso sollen eigentlich Milchbauenr staatlich gestützt werden? Haben
wir nun einen Markt oder ja!? Da könnten sonst mit demselben Recht fast alle
anderen auch... Zum Beispiel darbende Weblog-Autoren.
Das ist aber toll, die Herren Struck,
Kauder und Seehofer! Und: »Ein langer Weg ist erfolgreich zu Ende
gegangen« (Struck). - Seit wann gehen denn Wege zu Ende? Krause Sätze
stehen für krause Denke...
Und schon wieder hat er:
vom Bundesverfassungsgericht eins auf die Finger gekriegt
(»Vorratsdaten«-Speicherung). Wann merkt er es endlich und gibt den Job
auf, den er offensichtlich nicht beherrscht?
Hatte mich immer schon gewundert, warum die ganzen »Fachleute« in den
Medien ständig von Prozent-Vorsprung des einen gegenüber dem anderen
Kandidaten faselten. Dabei sollte doch jeder gewusst haben, dass das
USA-Wahlsystem sogenannte Wahlmänner vorsieht, die einen ganzen
Bundesstaat repräsentieren, auch wenn der dortige Kandidat mit nur 100
Stimmen Vorsprung gewinnt: Wir erinnern uns an den Auszählungsskandal in
Florida vor acht Jahren bei George W. gegen Al Gore...
»Amerika Wählt« (ja, so falsch geschrieben). Da werden wir in der
Spätausgabe der Tagesschau zum Xten Mal mit denselben Bildern von
Warteschlangen vor den Wahllokalen traktiert, anstatt auf das Busunglück mit
mindestens 20 Toten einzugehen. Das nennt man dann
Prioritätensetzung!
Überhaupt: Endlich ist der Rummel nach 20
Monaten zuende. Die Medien taten so, als fänden die Wahlen hierzulande statt
(wobei sie diese noch nicht einmal so intensiv und bis in die kleinsten,
uninteressantesten Kleinigkeiten ausleuchten...).
Wirkliche, wahrhafte und
echte Spezialdemokraten. Noch. 
No. It was the economics, stupid!
Das ist der Knaller! Jetzt wissen wir endlich, welche Partei so grundtief
verlässlich ist!
Die trauen sich was! Rund 7 Millionen Euro »Prämien« hat
der Aufsichtsrat der Postbank seinen Vorstandsnasen genehmigt. Damit sie bei
der Stange bleiben!!! Da bleibt selbst mir die Spucke weg.
Interessant, dass die unerträgliche ex-DDR-Nöle Dagmar Metzger
diesmal nicht in den doch sonst immer beschworenen Fraktionszwang eingebunden
wird/angeblich nicht werden kann...
Da passt es ja prima, dass in Berlin nun eine
eigene Akademie gegründet werden soll, in der »jüdische
Betriebswirtschaftslehre« unterrichtet wird. - Wo der Papst ja schon immer
für katholisches Rollschuhlaufen eingetreten ist!
Frecher
kann man sich als Konzern wohl kaum artikulieren! Da strengt der
Energie-Regionalmonopolist Vattenfall in Hamburg eine Klage an, weil -
und das muss man mal lesen!!! - »ein wirtschaftlicher Betrieb des Kraftwerks mit
dem Schutz der Elbe und einer modernen Klimapolitik nicht vereinbar ist«! Und
wie man die Verwaltungsgerichte so kennt, kriegt der Stromverteiler Recht.
Apropos Energie und verteilen. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Die
drei Ölmultis Exxon, BP und Shell haben im dritten Quartal
dieses Jahres mehr als 31 Milliarden US-Dollar Gewinn gescheffelt, davon
Exxon allein fast die Hälfte (14,83). Mit ehrfürchtiger Anerkennung
stellen die Nachrichtenagenturen fest, dass nie zuvor ein Unternehmen in den USA in
nur einem Quartal einen derart hohen Profit raffte.
Eon,
Deutschlands größter Gas»versorger«, hat sinkende
Gaspreise in Aussicht gestellt. Nachdem der Ölpreis, an den der Gaspreis ja
irrwitzigerweise gekoppelt ist, seit Wochen in den Keller geht, will Eon
gnädigerweise im Frühjahr seine Lieferpreise senken
»können«. Da hat man dann prima noch den Winter mit seinem
Gas-Spitzenverbrauch mitgekriegt und ungerechtfertigte Extraprofite gerissen.