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Na! SIE haben's hier prima!
Und Ihren Freunden und Bekannten wollen Sie diesen Blog wirklich nicht verraten?!
Mit einer E-Mail zum Beispiel?
Oder einem Link auf Ihrer Website hierher?
Und selbst wenn Sie sich hier ärgern: Gönnen Sie nicht genau das vielen anderen?


30.7.
Übrigens. Schaut euch des Herrn Steinmeiers »Kompetenz«-Team an:

So alt kommen sie nie wieder zusammen...

Das musst du dir vorstellen: Wenn du ein ganz stinknormaler Bürger bist, wartest du vor unseren Gerichten zwischen 2 und 4 Jahren, ehe es zur Verhandlung kommt. Wenn du FDP bist, kriegst du, wie jetzt vor dem stinknormalen Verwaltungsgericht Berlin, in Sachen Spendenskandal aufgrund deiner Klage vor wenigen Wochen noch in diesem Jahr einen Prozess. - Und das ist nicht der Prozess der schleichenden Demokratieauflösung oder Abkehr der Bürger von der Politik...

Apropos Demokratieauflösung. Nach wenigen Tagen weist das Bundesverfassungsgericht die Regierung erneut in die Schranken und stärkt die Position der Abgeordneten als - jedenfalls zum Teil - GEWÄHLTE Volksvertreter, die bislang durch pauschal-ausweichend-rotzige Antworten bei ihren Anfragen abgefertigt wurden. - Was haben wir bloß für ein Dienstwagenkabinett!

29.7.
Der Herr Steinmeier hat nun sein »Kompetenzteam« zusammengestellt, unter dem sich eine gewisse Ulla Schmidt nicht befindet. Da hätte sie auch ohne ihre Dienstwagen-Geschmacklosigkeit gewiss nicht hingehört.

Scherz am Rande ist, dass Andrea Nahles als »Expertin« für Bildung fungiert und alle Mitglieder seines Fähnleins nach Darstellung des Anführers »große Kompetenz gezeigt« hätten. Zu Nahles vermeldet etwa Wikipedia: »Sie studierte 20 Semester Politik, Philosophie und Germanistik (M.A.) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn und war während ihres Studiums Mitarbeiterin eines Bundestags-Abgeordneten sowie Vorsitzende des AStA. Seit 2004 ist sie Doktorandin am Germanistischen Seminar. Der Arbeitstitel ihrer Doktorarbeit lautet 'Walter Scotts Einfluss auf die Entwicklung des historischen Romans in Deutschland'.«
Ist es nicht schön? 20 Semester Studium und seit 5 Jahren Doktorandin und seit 2 Tagen nun auch noch bildungspolitische Herumgereichte? Und ihre Arbeit wird in 20 Jahren kurz vor Abgabe heißen: Andrea Nahles' bildungspolitischer Einfluss auf die Entwicklung des Romans Deutschland. Oder so ähnlich.

BMW steigt aus der Formel 1 aus, weil es die Firma 230 Millionen koste. Was heißt »die Firma«? Die Käufer!

BP verdient wieder! Wenn auch nur knapp über 3 Milliarden im zweiten Quartal. Logische Konsequenz: Die deutsche »Tochter« streicht rund 11 Prozent (gleich 600) der Stellen.

Das war angesichts leicht sinkender Profite der Bosse nicht anders zu erwarten: »Arbeitgeberpräsident« Hundt hat jetzt Lohnsenkungen ins Gespräch gebracht. Tarifliche Kostensenkungen seien im Lichte der »Krise« berechtigt. - Vorständler, Geschäftsführer und vor allem Präsidenten werden übrigens nicht tariflich bezahlt...

28.7.
Das nennt man Wirtschaftskreislauf: Die Deutsche Bank verdiente in den letzten zwei Quartalen jeweils über eine Milliarde als Folge der auch von ihr mitzuverantwortenden »Krise«. Und ganz apart: vor allem auf den Geschäftsfeldern, die eben dahinein führten.
Weil die öffentlichen Hände den Bankstern und Raffkes Hunderte von Milliarden in die Hintern schoben und schieben, wollen die Kommunen nun die Kita-Beiträge der Eltern erhöhen, da ihnen das Geld für den jüngsten Tarifabschluss nunmehr fehlt.

27.7.
Der Demokrat Steinmeier befürwortet an demokratischen Gremien vorbei die Weitergabe sämtlicher Banküberweisungsdaten aus Deutschland und der EU an die USA. Mal vom Datenschutz ganz abgesehen: Diese Informationen dienen Washington nicht, wie gern behauptet, der Terrorismusbekäpfung, sondern ganz simpelweg der Ausforschung der Industrie und Kapitalströme. Das hässlichere Wort heißt Industriespionage...

25.7.
So ein schöner Erfolg rechtfertigt doch eine Abfindung von 50 Millionen:

Wie jetzt bekannt wird, hinterlässt Deutschlands höchstbezahlte (fast 15 Jahre ein Einkommen von mindestens und nur geschätzten 50 Millionen jährlich - oder insgesamt so viel wie alle wirklich dort Arbeitenden zusammen in anderthalb Jahren) offensichtliche Niete in Nadelstreifen Wiedeking der Firma Porsche einen »Finanzbedarf« (wie es so euphemistisch heißt) von 14 Milliarden! Bezahlt namensgerecht »wie der König« - so die messerscharfe Erkenntnis in einem Leserbrief des Tagesspiegels - und dabei am Ende ein relativ noch größerer Versager als die Bosse von Mercedes-Benz und General Motors.
Das Ganze sagt darüber hinaus ja auch reichlich etwas über unsere Wirtschaftsjournalisten sowie »Analysten« (daher nicht zu verwechseln mit Analytikern!), die den Mann über Jahre besungen und lobgepriesen haben...
In China, einem Land, in dem noch Sitte und Anstand herrschen, haben übrigens aufgebrachte Arbeiter in einem ähnlichen Fall ihren Firmenleiter aus guten Gründen gestern glatt umgebracht. Wenn das mal Schule macht. Aber nicht bei solchen augenscheinlich korrumpierten Betriebsratsvorsitzenden wie hierzulande...

Apropos Anstand. Den hat die »Aachener Printe«, manchen bekannt als Bundesgesundheitsminister-Darstellerin, wenigen bekannt als Ulla Schmidt, ganz wenigen bekannt als ehemalige maoistische Sozialarbeiterin, nun offenbar auch außerhalb der Politik völlig abgelegt: Die Dame hat sich ihren Dienstmercedes nach Spanien in den Urlaub nachbringen lassen. Ganz im Stil eines ihr nur geringfügig rangniedereren USA-Präsidenten. Angeblich, weil sie zwei bis drei dienstliche Termine auf der anderen Straßenseite zu absolvieren hat.
Das Fahrzeug gehört übrigens der dritten Klasse »gepanzert« an. Ich hatte immer gedacht, naja, zum Schutz gegen die von ihrer »Politik« aufgebrachten Apotheker und Ärzte und gesponsert von der pharmazeutischen Industrie genüge Klasse vier. Aber dabei immer die rund 80 Millionen Patienten vergessen...
Dass das Auto bei Alicante auch noch geklaut wurde - weitere Amnesiemittel drüber. Da kann sich der Berliner Kurier dann schlagzeilig freuen: »Unsere Politiker für Urlaub zu dumm«

Gepflegter Humor dagegen beim ARD-Weltspiegel: Nach dem Beitrag über die Dominanz der Taliban in der afghanischen Provinz Kandahar verabschiedet sich die Moderatorin mit der überleitenden Ankündigung zu einem Bericht in der nächsten Sendung: »Wir berichen dann über die Mückenplage in Schweden«.

24.7.
Schöner kann man die Verquickung zwischen Staat und Rüstungsindustrie nicht illustrieren als mit dem Beispiel des Airbus A 400 M. Da versagt der Hersteller auf ganzer Linie, indem die vereinbarten Lieferfristen um Jahre überzogen und die zugesagten Eigenschaften und Flug- wie Transportleistungen nicht erreicht werden sowie der Endpreis gewiss und wie gewöhnlich heftigst über die Vertragssumme hinaus steigen wird. Und was macht unser Kriegsminister - im Verein mit etlichen Kollegen? Er hält an der Kaufabsicht ungerührt fest! Preiswertere und schon längst lieferbare Alternativen sind »politisch nicht gewollt«. Und der Steuerzahler hat's ja...

Von jedem verkauften Porsche schnappte und schnappt der vormalige Vorstandschef Wiedeking sich 500 Euro ab! Und er ist wahrlich nicht der einzige Manager, er sich eine schöne Scheibe von jeder Karrosse abschneidet. Von daher ist der überzogene Verkaufspreis dieses Autos, das nun wirklich kein Mensch braucht, zumindest zu erklären. Allein das wäre schon ein Grund, das Gefährt nicht zu kaufen.

Da steigt das heute-journal groß ein, weil eine Musikantengruppe ihr 20. Jubiläum begeht. Hallo! Hat das ZDF da Anteile oder sonstige Interessen? Üblich (und an diversen Stellen kodifiziert) sind kleine Aufmerksamkeiten der Medien bei 25, 50 75, 100 usw. Jahren.

23.7.
Und schon wieder - zum wievielten Mal eigentlich? - wurde dem Herrn Steinmeier vom Bundesverfassungsgericht eine Lektion in Demokratie erteilt! Dabei sollte dieser wandelnde Aktenordner es doch eigentlich besser wissen. Nun wurde ihm vorgehalten, als »Geheimdienst-Koordinator« weitgehend versagt zu haben. Nach dem alten Spruch: »Meine Aufgabe ist so geheim, dass ich selber nicht weiß, was ich hier mache.« Und so eine Figur wird anheischig, Bundeskanzler zu werden...


Ach ja, die Medienseite des Tagesspiegels! Da lesen wir doch tatsächlich: »Der frühere Journalist des Senders Freies Berlin (SFB), Peter Schultze, ist tot.«
Mit dieser Schreibweise werden die Gerüchte bestätigt, dass der vormalige SFB neben rund 450 Rundfunkverwaltungsbeamten und medial zugeteilten kalten Kriegern tatsächlich nur einen Journalisten beschäftigte...

22.7.
Dieser Mensch hat offenbar einen Fan in der Feuilleton-Redaktion des Tagesspiegels:

Da lautet die Bildunterschrift »Männlich markant wirkt Ken Duken vor der Kamera,...« Ich sehe da nur ein aknepickeliges, noch völlig ausdrucksfreies Jungengesicht!


Wirklich schade, dass es neben dem Englischen noch weitere Fremdsprachen gibt! Wer hingegen davon weiß, würde nicht unbedingt und gerade auf der Medienseite (wieder des Tagesspiegels) über das neue ZDF-Nachrichtenstudio schreiben, dass: »...weiße Schrift bei den Einblendungen auf dem hellgrauen Font schwer zu lesen ist.« - Natürlich können auch Fonts (Schriften) schwer zu lesen sein, sogar bei günstigem Fonds...

21.7.
Es ist ungeheuerlich, was sich dieser Bauer von Nordstrand so alles erlaubt! Nach Getrickse und Gelüge entlässt er wider jegliche Sitte und jeglichen Anstand die vier Minster von der SPD mit der Aufforderung, binnen 24 Stunden ihre Büros zu räumen.
Dort »regieren« an deren Stelle jetzt die ärmelschonerbewehrten und bewährten Amtsräte und bestimmen über die Probleme der beiden Ruinen der HSH-Nordbank und des Vatten-falls Krümmel und deren (der Probleme) diskrete Versenkung!
Es ist bekannt, dass die Gegensätze zwischen Spezial- und »Christ«demokraten nirgendwo so scharf sind wie in Schleswig-Holstein. Und dass eine »große Koalition« dort nie funktionieren kann. Nicht erst seit dem »Heide-(Simonis)-Drama«.
Ich erinnere mich gut, dass mein Vater nach 1945 die schleswig-holsteinische SPD mit gründete - damals der linke Flügel einer progressiven sozialdemokratischen Partei. Gleichzeitig waren die CDU-Ministerpräsidenten und zahlreiche Landesminister der ersten 30 Jahre stramme Nationalsozialisten - gestützt durch eine 50-Prozent-Bevölkerung von Flüchtlingen (viele offensichtlioch nur sehr mäßig erschrocken über die Folgen ihres Votums zum »Wollt ihr den totalen Krieg?«). Bis weit in die 60er Jahre galt für viele Gemeinden der Spruch: »Dort spielt zum Tanztee am Sonnabendnachmittag die »SA«-Kapelle auf...

Endlich eine erfreuliche Nachricht: Berlin hat heute die 60-Milliarden-Schulden-Grenze geknackt. Das ist doch einmal eine Zahl, die jedermann erinnern und in Diskussionen einbringen kann!
Die Mehrzahl der so überaus »gewitzten« Berliner hat aus der Zahl 60.000.000.000 allerdings spontan beruhigende 60 Tausend gemacht...

Heute wieder in den Schlaf geweint! Dieses Mal mit Tränen des Mitleids für die Mehrfachmilliardärin und Quelle-Besitzerin Madeleine Schickedanz. Denn diese so arg vom Schicksal gezeichnete Mitbürgerin gesteht vor den Medien: »Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter.«
Dass diese Pfennigfuchser auch bei Aldi & Co einkaufen, ist mehr als glaubhaft. Aber dass sie Monat mit Stunden verwechseln, ist eher ein Hinweis auf absolute Blödheit...


Heute bei Maybritt Illner intensiv, einer Sendung, bei der sie glatt ihr Image als kompetent und seriös verspielen kann, »übersetzt« sie den »green new deal« doch glatt mit »grüner neuer deal« - na, so ein deal!

20.7.
Selten hat es in einer TV-Sendung gleich zwei derart gute wie deprimierungsfördernde Beiträge gegeben wie im Report Mainz: Zum einen den über das widerwärtige umd obszöne Verhalten der Bankster in Frankfurt/Main. Das muss man sich noch einmal antun! Und dann die erschreckende Kumpanei zwischen hessischer CDU und Steuergangstern.

Da gab es nun in Berlin das hermetisch abgeschlossene »öffentliche Gelöbnis« der wackeren Trachtengruppe. Kriegsminister Jung schien schon vorab einige Sachsenhausener Schöppsche zu sich genommen zu haben, so dass sein ansonsten wie immer unerträglicher Redebeitrag ein Highlight hatte mit der Nuschelei »den Eid able'n«.

Wobei mir angelegentlich nie eingängig ist, warum derartige Veranstaltungen eigentlich Zusatzkosten in Millionenhöhe verursachen sollen. Sämtliche daran Beteiligten inklusive der sie »schützenden« Polizei haben Dienstzeit, für die sie manierlich (na gut, Minister etc. ungebührlich) bezahlt werden. Und die paar Löffel Suppe aus der Gulaschkanone werden ja nun auch nicht sechsstellig kosten...

Der insolvente Porzellan und Geschirrgut herstellende Betrieb Rosenthal wird von einer italienischen Firma übernommen. Was in den Medien, wenn überhaupt, nur sehr flau rüberkam: mit einer deftigen Finanzspritze und Bürgschaften des Bundeslandes Bayern. Das auch gleich Subventionen für weitere Entwicklungen zugesagt hat. Während der Übernehmer offenbar nichts versprochen hat; z.B. die Garantie der rund 1.000 Arbeitsplätze. Da fragt man sich doch, wieso der Freistaat nicht sogleich die gesamte Firma übernimmt nach dem Modell Staatliche Porzellanmanufaktur in Berlin.

Da die Deutschen ja beträchtlich dicker sind als die Japaner, passen sehr viel weniger in so einen der in Berlin rar gewordenen S-Bahn-Waggons. Und in dem Gedränge hat natürlich keiner de Muße, einmal nach der Verantwortung der Hersteller dieser offenbar minderwertigen Achsen ud Räder zu fragen, Herr Siemens!

18.7.
Nur 88 Prozent für den Vorsitzenden der Biertrinkerpartei! Und das, obschon er sich heftig für eine Senkung der Gaststättensteuer als einen der politischen Hauptpunkte in der anstehenden Bundestagswahl eingesetzt hat! Die CSU sollte erkennbar ihre Parteibiertage wieder in Biergärten abhalten - da gibt es dann noch ausgleichsmandat-sichernde Kellnerinnenstimmen...

Herr Wiedeking erhält für sein doppeltes Scheitern (Porsche kauft nicht VW, aber VW kauft Porsche) mehr als 100 Millionen Abfindung! Kein Wunder, dass die Autos aus Zuffenhausen derart überteuert sind, so dass kein vernünftiger Mensch sie kauft.


Wir hören in der Tagesschau: »Ein Ehepaar und ein weiterer Mann werden vermisst.« - Man könnte demnach auch sagen, ein Mann und ein weiteres Ehepaar würden vermisst. Kurz: zwei Männer.

17.7.
Im Berliner Tagesspiegel ist über die hochgejazzte Fotografin Herlinde Koelbl zu lesen: »Als Autodidaktin ist Koelbl stilistisch völlig frei.« - So kann man es natürlich auch sagen...

Der Gipfel der Unmenschlichkeit hat jetzt auch einen Namen: Oberste Heeresleitung der zionistischen Armee!

16.7.
Wer jetzt, nach den Skandalen um die HSH Nordbank, in Schleswig-Holstein noch Peter Harry Carstensen, den Weltenlenker von Nordstrand, und dessen CDU wählt, dem muss wegen absoluter politischer Unfähigkeit lebenslänglich das Wahlrecht aberkannt werden!


So hören wir's im ZDF-heute: »Jeder zweite Akademiker mit Doktortitel ist eine Frau.« - Wir folgern: Bei Akademikerinnen ist es sogar jede erste!

14.7.
Jetzt hat die Politik den Höhepunkt der Geschmacklosigkeit erreicht: Kongenial zu meiner jüngsten Absenz im Blog der Hinweis, dass nun die meistens und meistabwesende dünnste vorstellbare Talkshow-Politschwätzerin aller Zeiten, Silvana Koch-Mehrin von der FDP (woher denn sonst?!), für einen einen Nebenjob als Vizepräsidentin des EU-Parlaments kandidiert.
Ihr leider nicht unabweisbarer Eindruck ist wohl, dass sie angesichts von weiteren 15 Vizes nicht allzuviel zu tun und dabei zu sein hat. Ärgerlich allerdings ist spätestens dann die Vorstellung, dass sie nicht 14.000 netto als gewöhnliche Herumsitzerin (pauschal, auch wenn sie meist nicht da ist), sondern gleich das Doppelte zieht. Pro Monat. Und natürlich steuerfrei. Weil ja supranational. -
Wie war das noch mit dem ungezügelten paneuropäischen Enthusiasmus der Menschen zur Europawahl...
Und diese Erkenntnis ist gut 80 Jahre alt: Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte!

12.7.
Es schien alles so schön perfekt: Mit Pomp and Circumstances wird morgen ein Regierungsabkommen über die Gaspipeline Nabucco in Ankara durch Vertreter von gut zehn Ländern unterzeichnet. Die Unternehmung, eine über 3.000 Kilometer lange Leitung von Baku am Kaspischen Meer bis irgendwo in Österreich, wird acht Milliarden teuer. Mindestens. Denn die Kosten für »Joschka« Fischers Bemühungen als »Berater« kommen gewiss noch hinzu. Kleiner, aber gewiss verschmerzbarer Wermutstropfen am Rande: Noch weiß kein Mensch, wer überhaupt das Gas liefern soll oder will...

Ach, so deutsch: Ein Grundsatzstreit zwischen Bund und Ländern lähmt wahrscheinlich sämtliches restliches Regierungshandeln bis zur Bundestagswahl. Denn es geht darum, wer die rund zwölf Millionen trägt, die ein von der EU angestoßenes Programm kostet, dass alle Schüler mit einer täglichen Portion Obst versorgt.
Die soll für die Gesundheit und Denkfähigkeit gut sein. Aber in Bundes- und Landesparlamenten ist lediglich die tägliche umfassende Zuführung von Alkohol, Tabak und weiteren, geheimen Zivilisationsgiften als kenntniserweiternd bekannt.

11.7.
Für unsere Medien ist der Waffenschieber Schreiber jetzt schon ein »deutsch-kanadischer Geschäftsmann«. Mal sehen, wann er das Bundesverdienstkreuz Großer Klasse mit Sternenbanner und Stirnband für seine Verdienste um die deutsche Waffenwirtschaft und Tausende von Arbeisplätzen erhält.

Ausgerechnet die obertoleranten Muslime im Iran und in Ägypten ereifern sich heftigst gegen Deutschland wegen der Ermordung einer ägyptischen Frau durch einen russlanddeutschen Neofaschisten in Dresden. Dass z.B. zeitgleich Bombenattentate gegen sechs christliche Kirchen im Irak stattfanden, erfahren wir allerdings nur durch die BBC und nicht unsere weltoffenen Beschwichtigungsmedien.


Das liegt wahrscheinlich auch an der »Vielfältigkeit« unserer Gesellschaft. Früher gab es eine Vielfalt; von der stammt das Adjektiv vielfältig. Warum dann nicht daraus ein neues Substantiv bilden, wenn man für die Sprache blöd genug ist? Doch nur, um damit dem Adjektiv »vielfältigkeitlich« den Weg zu ebnen.

10.7.
Neues aus der europäischen Operetten-Demokratie: Zwar hat das italienische Volk schon 1987 in einem Referendum für einen Ausstieg aus der Atomenergie gestimmt. Aber nach der Abgeordnetenkammer hat nun auch der Senat in letzter Lesung eine Vorlage zum Neubau von Atomkraftwerken gebilligt. Natürlich auf Wunsch eines einzelnen Herren...

9.7.
Einer von Deutschlands Ober-»Künstlern«, C. Schlingensief, gibt öffentlich zu, dass er »Stimmen hört«. Da hat er jetzt aber Glück. Vor 400 Jahren wäre er damit nicht unbedingt ins Fernsehen geraten, sondern auf eine andere, lokalere Bühne...

Das »Sommerloch« ist in seiner ganzen gefürchteten Brutalität ausgebrochen. Vor allem das Fernsehen weiß überhaupt nicht mehr, wie es pro Kanal seine selbst auferlegten 24 Stunden noch täglich füllen soll:
Für die Nachrichten ist Michael Jackson immer noch tot. Ansonsten bleiben nur die völlig erschütternden Abenteuer des Hosenanzugs und die grauenhaften Absonderungen der politischen C- und D-»Promis«.
Da greift der frustrierte Zuschauer zum Alkohol. Zur Wahl des geeigneten Bieres gibt es folgenden Unsinn im Werbefernsehen (jedenfalls das funktioniert noch in seiner routinierten Ödnis): »Gebraut mit Felsquellwasser.«
Nun sagt mir mein naturwissenschaftlich vorgeprägter Stammtischbruder dazu zweierlei: Erstens gibt es ohne Felsen gar keine Quelle. Und zweitens kannst du einen Liter Quellwasser in die Ostsee schütten und aus dem Wasser dann Bier brauen - »mit Felsquellwasser« stimmt dann immer noch...


Apropos: Die heimliche Intellektuellenfreude des Rundfunks Berlin-Brandenburg, die Berliner Abendschau, veranstaltet einen Mensatest und fragt sich (aber damit nicht uns): »Was essen Naturwissenschaftler und Akademiker?«
Wobei die wirklich wichtige Frage leider völlig ausgespart bleibt: Was essen akademische Naturwissenschaftler? Doch hoffentlich nicht dasselbe wie unwissenschaftliche Akademiker! (Der Redlichkeit halber sei hier zugegeben: Die Frage stammt von einer der 31 journalistisch nicht qualifizierten 32 Redaktionsmitglieder_innen.)

8.7.
Kein Wunder, dass die Kanzleresse sich so wohl fühlt: Das Bundeskriminalamt hat 48 Mitarbeiter der Stasi übernommen - hauptsächlich als Personenschützer...

Da verhängt »Brüssel« ein Rekordbußgeld über EON und Gaz de France von je 550 Millionen wegen Gebietsabsprachen zum Nachteil der »Verbraucher« (Menschen gibt es in der Marktwirtschaft ja nicht mehr...). Mit dem Ergebnis, dass eben diese die Strafe bezahlen - möglicherweise auch durch eine Erhöhun der Gaspreise. Wie wäre es denn, wenn die Strafe für die Monopolisten darin besteht, diese oder eine vergleichbare Summe an ihre Kunden zurückzuzahlen? Nein, das Geld geht nach Brüssel und dann - nach Abzug der üblichen Verwaltungs-Reibungsverluste - weiter als Agrarsubvention an die Großgrundbesitzer...


In Berlin fanden heute die »School Finals im Street Ball« statt. Da wissen ja gleich wieder alle Bürger, was los ist. Und vor allem die »fenz«.

7.7.
Plemplem I:
Es ist nicht zufassen: Ernstgenommen werden wollende TV-Sender, darunter Das Erste, Phoenix oder NTV, senden stundenlang und live den Unsinn einer »Trauerfeier« anlässlich des Hinscheidens eines Popunterhalters. Und die heute-Nachrichten bringen die Veranstaltung als Spitzenmeldung. Ganz so, als sei der Atomskandal von Krümmel oder der ethnische Konflikt in China sowas von nachgeordnet.
Es ist ja in Grenzen zu verstehen, dass die US-Amerikaner das wichtig finden, zumal bei ihnen wirkliche Künstler rar gesät sind. Aber was werden sie machen, wenn denn von denen einer stirbt? Und was geht es uns an?
PS: Die so genannten Musiksender hingegen, wo es ja wohl eigentlich hin gehörte, gehen auf den Zirkus nicht ein...

Plemplem II:
Seit Monaten wohnen die italienischen Erdbebenopfer von l'Aquila in Zelten und Notunterkünften. Ihr Ministerpräsident kümmert sich um wichtigeres wie z.B. das Wohlergehen von Prostituierten. Und mittenmang der Trümmer findet nun geschmackvollerweise der G8-Gipfel statt. Dessen Ausrichtung rund 30 Millionen kostet. Dafür hätte man l'Aquila gewiss weitestgehend wieder aufbauen können und dann die Politclowns in die Zelte jagen sollen...

Oh, was ha'm wir wieder Geld! Jetzt hat die Rüstungslobby sich wieder durchgesetzt und es werden 405 »Puma«-Schützenpanzer für 3,1 Milliarden angeschafft. Ein Schelm, wer dabei an die zufällig eben beschlossene Umrüstung der Bundeswehr-Besucher in Afghanistan mit derartigem Gerät denkt!

6.7.
Wann gibt es denn 'mal die Ehrenmedaille für tapfere Krankenschwestern und Feuerwehrleute oder das Denkmal für verdiente Krebs-Chirurgen sowie andere Formen der Anerkennung wirklicher und gesellschaftlich nützlicher Leistungen?!

Das »Ehrenkreuz für Tapferkeit« der Bundeswehr wurde in Wirklichkeit für einen ganz bestimmten Personenkreis gestiftet: nämlich die Spitzen von CDU/CSU, FDP, »Grüne« und SPD, die immer noch tapfer herumlügen, dass der Terrorismus in Afghanistan bekämpft und Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt werden müsse. Und andererseits nicht tapfer genug sind zuzugeben, dass es zum einen um einen Nachweis der Existenzberechtigung der NATO und zum anderen und vor allen Dingen um die (selbstverständlich nur »Arbeitsplätze« in der) Rüstungsindustrie geht.

Die anhaltende Kritik am »Siedlungsbau« Israels auf Palästinensergebiet wehrt Juri Edelstein, Kommunikationsminister in Tel Aviv, ab: »Wir brauchen Wohnraum. Eine geplante Bevölkerungspolitik ist etwas für China oder Mao, aber nicht für eine Demokratie wie Israel.« Mit anderen Worten: Wir brauchen Lebensraum im Osten und holen uns den von anderen.

5.7.

Die Titel der deutschen Verleihfirmen für ausländische Filme sind ja meist dämlich bis saudämlich; so, wenn aus dem Original »The Blue Rider« kurzerhand »The Black Rider« wird - was das Publikum ja offenbar besser versteht. Ein herrlich komischer wie gelungener, wahrscheinlich unfreiwillig, ist dieser: »Marquise - Die Rolle ihres Lebens«

4.7.
Rund 40 Millionen für »externe Berater« hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr ausgegeben. Das wirft nicht nur ein Licht auf die hier schon öfter beklagte »Expertise« der massenhaften und teuer- bis überbezahlten Ministerialgenies. (Den größten Anteil hat übrigens das Finanzministerium unter Leitung des fabelhaften Staatssekretärs Asmussen, dem der HRE- Untersuchungsausschuss jetzt »gröbliche Verletzung seine Sorgfaltspflicht« vorwarf!) Und dann noch der Umstand, dass ohnehin zahlreiche Gesetzentwürfe und Verordnungen in den Ministerien von »hospitierenden« Verbandsfunktionären und Industrieabgesandten lobbyistisch formuliert werden....

3.7.
Ein merkwürdiges Rechtsstaats-Verständns offenbart ein gewisser Heinz-Günter Wolf, seines Zeichens Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der Ober-Pillendreher findet es gar nicht OK, dass das Bundeskartellamt wegen eines Boykottaufrufs der Verbände gegen den Besitzer der Kette Doc Morris Bußgelder über rund 1,2 Millionen verhängte: »Wir werden es nicht zulassen, dass uns im Handstreich die Möglichkeit...« usw. usf.
Da fehlt wohl in kleiner Handstreich auf seinen Hinterkopf?

Die Berliner Senats-Finanzverwaltung »prüft«, ob ein Abgeordneter den Mietvertrag mit der Modemesse Bread And Butter für die Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof einsehen darf. Die Landesverfassung spricht zwar jedem Mitglied des Abgeordnetenhauses das Recht zur Einsicht in Akten und andere Unterlagen zu. Dies darf jedoch abgelehnt werden, »wenn überwiegend öffentliche Interessen... dies zwingend erfordern«. Natürlich liegt es dringend in diesem Interesse, dass kein Mensch erfährt, was sich die Senatsjuristen da wieder geleistet haben. Zynischer geht's wohl nicht...

Ein Bericht von Amnesty International kritisiert in einem Bericht die Schandtaten der Mordbuben in Uniformen der israelischen Armee im Gaza-Streifen. Da kommt einem mal wieder das Kotzen. Das Militär nennt die Dokumentation natürlich »unausgewogen« und »irreführend«. - Wie kriegt man eine Liste von grauenhaften Kriegsverbrechen denn »ausgewogen« hin???

2.7.
Mit Nordkorea bekommt Israel einen Partner in der Völkergemeinschaft der Vereinten Nationen: Denn das fernöstliche Land kümmert sich seit Monaten einen Scheißdreck um Resolutionen und Mahnungen des Weltsicherheitsrates - wie der nahöstliche Staat seit Jahrzehnten.

Kalifornien ist pleite. Da hat der erfahrene Politiker und Gouverneur Schwarzenegger eine ebenso originelle wie verblüffende Idee: »Wir dürfen nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.« - Ob sich das als Lösung weltweit unter den Politikern herumspricht?


Da werden die drei in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsokldaten beerdigt, und schon heißt es in fast allen Medien, »man gedachte den drei Männern«. Hier hätten sie doch auch einmal der korrekten Sprachregeln gedenken können...

1.7.
Der Herr Steinmeier erteilt großdeutsch-generöse Ratschläge an Tschechien, Polen und Irland: Wenn das Bundesverfassungsgericht den »Lissabon-Vertrag« der EU so gut wie genehmigt, dann können die vertragskritischen Länder doch ihre demokratischen Bedenken ruhig über Bord werfen und das Werk ebenfalls ratifizieren...

Großverleger Hubert Burda beliebt zu scherzen: In seiner Eigenschaft als Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger kritisiert er, dass »Verlagsangebote« (vulgo: journalistische Produkte) im Internet von anderen - z.B. Google und Yahoo - »verwertet« würden. Dies sei, jetzt Originalton, »eine schleichende Enteignung der Produzenten«.
Dabei meint er geschmackvollerweise die Verlage. Die ihrerseits allerdings den wahren Produzenten: Journalisten, Autoren, Schriftstellern, schon seit Jahrzehnten mit Knebelverträgen deren Produkte abnehmen und hemmungslos weiterverwerten...