
Davon habe ich auch schon immer geträumt: In den USA wohnen und wie Madoff zu 150 Jahren verurteilt werden. Wie wir die US-Justiz kennen, wird die penibel darauf achten, dass dem Urteil genüge getan wird. Das ist ja bekanntlich das Einzige, worauf dort geachtet wird...
28.6.
Die CDU strebt erkennbar eine Koalition mit den »Grünen« an: Jetzt gibt sie sich vor allem in der Steuerfrage anbiederisch ebenso bunt und chaotisch, wie diese einmal anfingen als der eine auch nicht wusste, was der andere tut. Und Pofallapofalla ist sowas von überfordert.
Dass BaWüs Geschichts- und Steuerspezialist Oettinger wieder mal unsozial ist und die Erhöhung der Mehrwertsteuer ins Spiel bringt, war fast zu erwarten. Und dass der regierende Greis von Sachsen-Anhalt mit seinen 73 nicht mehr alles so mitkriegt, was in der Partei rings um ihn herum so läuft, ebenfalls.
Ein heißer Tip für eine Steuererleichterung wäre als Termin das Jahr 2050: da wollen die USA erklärtermaßen einen Beitrag zum Umweltschutz bringen. Da können die &UUml;berlebenden dann doppelt feiern...
Und schon wieder ein Beispiel für die »Fähigkeit« der Juristen in er Verwaltung: Abgeordnete aller Parteien werfen der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vor, Millionen durch einen idiotisch ausgehandelten Vertrag zu verschwenden: Ein privater Betreiber (die Spatzen pfeifen von den Dächern: der lokale Strom-Platzhirsch Vattenfall) soll für den Betrieb der Straßenbeleuchtung (was so alles privatisiert wird, wenn »rot-rot« regiert...) 5 Mio Zuschuss jährlich erhalten, um in energiesparende Technik zu investieren. Aber das reicht den Gönnern noch nicht. Denn die dadurch eingesparten Betriebskosten kommen nicht dem Landeshaushalt (der ja auch sowas von gesund ist!) zugute, sondern - genau, dem privaten Betreiber...
26.6.

Heute gibt es in den Medien ja weiter keine Nachrichten, weil ein offenbar kommerziell wichtiger Popstar gestorben ist. Da stellen wir zumindest zweierlei fest:
(a) Vor lauter Ergriffenheit berichtet die augenscheinlich mit ihrer Live-Reportage hoffnungslos überforderte Korrespondentin der ARD aus Los Angeles, dass »sich hier die Fans zusammentreffen«. Und wir hoffen, dass sich dabei keiner zusammen wehtut.
(b) Es wird unausrottbar, dass das einschlägige Verbum inzwischen »versterben« heißt: Er verstarb gestern. Das nehmen wahrscheinlich inzwischen außer Sprachästheten nur noch die Verstorbenen übel.
25.6.
Die neue Chefredakteurin der tageszeitung taz zeichnet sich schon vor Amtsantritt im Juli durch raffinierte Originalität aus: Frau Pohl aus der hessischen Provinz will nämlich »das Profil der taz schärfen«! Das Profilschärfevorhaben ist offenbar allenthalben die Hauptqualifikation für neue Leitungsfunktionen.
Apropos Qualifikation: Der ehemalige Außenminister Fischer erhält für eine sechsstellige Summe einen »Beratervertrag« für das Gasleitungsprojekt Nabucco. Da arbeitet er dann genau gegen seinen ehemaligen Chef Schröder, der ja für einen ähnlichen Betrag für das Pipeline-Projekt von Gazprom durch die Ostsee propagandistisch tingeln geht. Fischers Befähigungsnachweis? Vermutlich das jahrzehntelange erfolgreiche Absondern von Gasblasen.
Dank tätiger Hilfe eines bayerischen Wahlkämpfers im Ministerpräsidentenrang gibt es nun durch Staatshilfe von etlichen zehn Millionen einen neuen Quelle-Katalog. Fraglich ist nur die nebensächliche Angelegenheit, ob die Firma die Ware noch wird ausliefern können, weil sie selber in absehbarer Zeit geliefert sein könnte...
Beim Sport darf Israel ja schon in einigen Europaligen mitspielen. In der Politik dürfte das noch Jahrzehnte dauern, wenn sie dort so weitermaschen: Schon wieder wurden zwei israelische Spitzenfiguren zu Knast verurteilt. Der Ex-Finanzminister nebst einer Geldstrafe zu 5 Jahren und 5 Monaten wegen Diebstahls, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Betrugs und Amtsmissbrauchs. Ein ehemaliger Gesundheits- und Arbeitsminister zahlt eine Geldstrafe und geht wegen Korruption und Behinderung der Justiz für 4 Jahre in den Kahn. Und das sind nur die jüngsten Fälle...
24.6.
Irgendwo ist ein Streit darüber entbrannt, ob ein gewisser Tom Buhrow Nebentätigkeiten ausüben darf. Ich denke: ja. Denn der Blassling wird doch hoffentlich für das Vorlesen von Nachrichten und sein in Stein gemeißeltes Dummgrinsen bei der ARD und von meinen Gebühren nicht mehr als einen Tausender verdienen? Meinzwegen sogar pro Monat. Und davon kann selbst er nicht leben. Aber wer nimmt ihn schon sonst noch?
Die Ärzte der Berliner Charité werden wieder kühn und fordern zehn Prozent mehr Gehalt. Unter Hinweis darauf, dass sie im 6. Berufsjahr »nur« rund 4.400 brutto pro Monat ziehen. Da kann man sie beruhigen: Nach der neuen Gehaltsregelung bekommen junge und richtige Hochschullehrer als W2 bei weitem nicht soviel; und ich nach gut 40 Berufsjahren als promovierter Hochschuldozent auch nur etwa 20 Prozent mehr. Wo bleiben da die Relationen, die Herren?!
Apropos Wissenschaft und Kohle I:
In der »Wissenschafts- und Kulturmetropole« sollen die Hochschulen in den kommenden zwei Jahren doch tatsächlich 44 Millionen mehr bekommen! Wahnsinn! Nehmen wir also mindestens 10 Hochschulen und zwei Jahre, sind das doch unverschämte 2 Mio pro Einrichtung! Gebraucht allein zur Haltung des Standards werden allerdings 175 Mio. Pro Jahr!
Apropos Wissenschaft und Kohle II:
Der »rot-rote« Senat hat nun gestern beschlossen, dass das völlig bankrotte Bundesland denn doch lieber für einen von wirklich allen Bürgern dringendst geforderten Neubau einer »Landesbibliothek« 270 Mio (natürlich nur »geschätzt« - also das doppelte!) und weitere rund 30 Mio (ebenfalls die gewohnt optimistische Schätzung der Fachgiganten in der Verwaltung) nebst 4 Mio pro Jahr Unterhalt für eine dringend benötigte »Kunsthalle« (wahrscheinlich mit Exponaten à la Jeff Koons und Banausen) verplempert. Mal abgesehen davon, dass in der Stadt Millionen von Quadratmetern bundes- und landeseigener Gebäude leer herumstehen. Aber Kunst im Tempelhofer Flughafengebäude? Unschwul! äh, -cool.
Apropos Wissenschaft und Kohle III:
Nach 6 Jahren Lohnraub durch einen »Anpassungstarif« (durch ihre Zustimmung haben die einschlägigen Gewerkschaften gottseidank rund 20 Prozent ihrer Mitglieder verloren), der für Berlins Angestellte in summa ein Jahresnettogehalt gekostet hat (worüber vorbestrafte dieses mit verursachende Gangster wie Landowsky nur schmunzeln können - Nichtberliner mögen mir verzeihen: die Erklärungen hierzu würden Stunden dauern) finden die Angestellten der Freien Universität die Finanzprognosen: Null Steigerung, gaaaanz prima und sehen ihre Motivation hoooch gesteigert...
Apropos Wissenschaft und Kohle IV:
Ein bisschen böse, aber nicht von der Hand zu weisen: Seit Anfang der Woche lässt sich FU-Präsident Lenzen am Eingang seines Amtes durch einen Wachschutz verteidigen. Wir erinnern uns: Erst solidarisiert er sich mit den Studis und ruft zu Demos auf, dann lässt er die Besetzer des Präsidialamtes durch »Senatscowboys« (Alt-68er-Schmäh für Polizei) entfernen. Und nun hat er, wie durch Zauber und »wichtig«, wie er nun einmal sein könnte, richtige Bodyguards. - Nun verdienen Wachmänner notorisch miserabel. Aber die oben erwähnten 2 Millionen pro Jahr könnten schon flöten sein. Oder? Es ist wirklich zum Knochenkotzen.

Schon in den 60er Jahren hatten wir den Eindruck, die BRD sei der damals 51. Bundesstaat der USA. Jetzt wird es bewiesen: Die Kanzleresse deutet an, dass das CCS-Gesetz erst in der kommenden Legislaturperiode (im politisch attenten Tagesspiegel übrigens »Regierungsperiode«!) verabschiedet werde. Woher sie das weiß? Na gut, ihr Geheimnis. Das andere Geheimnis: Was ist CCS? Also bitte! Natürlich Carbon Capture and Storage!
Mal ein wenig von dieser Rubrik weg: Die absolute Sachkennerin der Materie und Geschäftsführerin des Bundesverbandes Energiewirtschaft, eine gewisse Hildegard Müller, die vormalige JU-Vorsitzende und zweijährig unbedarfte linke, nee, rechte, nee, irgendwie Hand des Hosenanzugs im Kanzleramt und in die Fremdlobbygestürzte, hat sich aufschreiben lassen: das Scheitern des Gesetzes sei »eine Katastrophe für unsere Wirtschaft«. Na und? Für unsere eher weniger.
Um Sie als Beobachter des demokratisch nachvollziehbaren parlamentarischen Handelns nicht länger auf die Folter zu spannen: Es geht um das von Vattenfall & Co verlangte Gesetzt zur wahrscheinlich eher utopischen unterirdischen Speicherung von CO2...
23.6.
Heute wieder 3 tote Bundeswehr-»Mitglieder« in Afghanistan. Nun muss doch die Oberste Heeresleitung im warmen und trockenen »Verteidigungs«-Ministerium endlich einräumen, dass ihre Soldaten ebenso bekämpft werden wie die anderen von NATO und »Koalition der Willigen« und sich - mit den Medien - von der Ideologie verabschieden, sie seien dort in der Bevölkerung willkommen und eigentlich nur zum Bau von Schulen und Straßen unterwegs...
Der ZDF-Erzähler Halim Hosny weiß nun aus Teheran zu berichten, dass dort auch mehrere »hochrangige Journalisten« verhaftet worden seien.
Lieber Kollege, außerhalb des Mainzer Sendeamtes gibt es meines Wissens keine derartigen Journalisten, da woanders keine »Ränge« und Befehlsstrukturen in diesem Beruf gelten.
Jetzt fehlt mir wirklich jegliches Verständnis: Da wird berichtet, dass der Kicker Ronaldo nicht allein 94 Millionen verdienen soll. Sondern auch, dass der »Transfer« (auf den entsprechenden seinerzeitigen Sklavenmärkten hieß das noch Kopfpreis) auf 1 Milliarde hochgezockt werden soll! Und das für einen Knaben, der in einem halben Jahrzehnt nur noch pomadiger hinter dem Ball herhecheln wird. Für das Geld kann man hierzulande einen halben wahnsinns-kopfgebürtigen Stuttgarter Bahnhof neu bauen oder ein Drittel eines gigantomanischen Berliner Protzflughafens. Nunja, das sind in etwa dieselben Kategorien. Aber um es 'mal zurecht zu rücken: Mit dem Betrag lässt sich nach UNO-Schätzung zur Häfte der terrorangriffsvernichtete Gazastreifen wieder aufbauen...
Da kann man nur ernsthaft hoffen, dass demnächst kein Mensch mehr Karten für die Spiele von Real Madrid kauft!
21.6.
Der unumstößliche Satz des Tages, erneut aus dem Munde der Kanzleresse: »Deshalb stehen wir als Deutschland...« Ich dachte, der pluralis maiestatis sei 1919 abgeschafft? Und was tut Deutschland selber eigentlich die ganze Zeit?
Heute ist »der längste Tag des Jahres«: Er hat immerhin 24 Stunden...
Na gut, da steht Deutschland dann einfach 'mal so herum. Wie seine Politik. Während wir als Deutschland in der Sonne lagen.
Zur Diskussion um das »G8«, also das Gymnasium mit 8 Schuljahren, in Verbindung mit der Einführung der Vorschulpflicht der Kommentar in einem Tagesspiegel-Leserbrief, auf den ich richtig neidisch bin: »Verkürzung der Schulzeit durch Verlängerung der Probezeit.«
Mit wie vielen Maß wird bei ARD und ZDF eigentlich gemessen? Dort ereifern sie sich in der Berichterstattung, dass die Mullahs die iranischen Demonstranten als »Terroristen« bezeichnen (in der Tat schändlich). Aber kein Wort der Empörung, wenn deutsche Politiker linksalternative Protestierer hierzulande ebenso schmähen...
50 Millionen für den Druck des Quelle-Katalogs als »Bürgschaft« aus Steuermitteln fordert CSU-Spitzendemagoge Seehofer. Der Mann ist offenbar ebenso wenig zu retten wie die Arcandor-Pleitiers...

Die Logikmeister des
20.6. Die volksnahe Berliner Abendschau schoss 'mal wieder den Vogel vom Fassboden: »Trotz einer Verletzung biss sie auf die Zähne.° - Wenn's doch wenigstens wegen gewesen wäre...
19.6. Nun dürfen die Iren über den »Lissabon-Vertrag« so lange abstimmen, bis den Regierenden das Ergebnis passt. Das ist doch wahre Demokratie! Jetzt weiß ich endlich, wie Finanz- und Wirtschafts-Crashs zustande kommen - durch die Bemühungen derartiger Wunderkinder:
18.6. Geld? Wir ham's ja! Gegen den Widerstand der Oppositon im Berliner Abgeordnetenhaus wird dieser Tage der Doppelhaushalt 2010/11 von »rot-rot« (wohl eher rosa-hellrot) verabschiedet. Der wird bedeuten, dass jeder 7. Euro in die Zinszahlungen marschiert (wer redet da von Tilgung?). Dennoch werden z.B. dieser Tage noch mal eben 160.000 verbraten, damit die Brache auf dem Schlossplatz für wenige Monate mit Rollrasen verbrämt wird.
17.6. Erst biedert er sich als »Sympathisant« der studentischen Protestaktionen an, dann droht er, sein besetztes Präsidialamt der Freien Universität Berlin durch die Polizei räumen zu lassen. Er: der der Studienrealität der FU völlig entrückte »Manager des Jahres« und ehemalige PH-Professor Lenzen. Ich wusste gar nicht, welch' ausgefallene Berufe es gibt. Jetzt geistert eine »Spielerfrau« durch die Medien. Dazu muss man aber offenbar derart blöde sein, dass man für die Herausgabe von Mitteilungen nicht selber in der Lage ist, sondern ein »Management« benötigt.
16.6. Sicher ist im Iran vieles kritikwürdig. Etwa aufgrund dieser Straßenaufnahme - sofern sie keine Fotomontage ist... CSU I : CSU II : Die Kriminalstatistik weist weniger Straftaten, weniger Gewalt und sowieso weniger aus. - Na gut, solange regierungsamtliche Straftaten dort nicht auftauchen. Solche wie etwa die Beschäftigung von Lobbyistenheeren in den Ministerien. Dort schreiben sie Stellungnahmen und legen Gesetzentwürfe vor. Vor allem im »Hause Tiefensee«, in dem die Ministerialen offenbar darum wetteifern, noch unbefähigter zu sein als ihr Chef - was eine Heidenarbeit sein muss! Klar, dass dann die fachlich-inhaltliche Arbeit entscheidend zu kurz kommen muss. Grandios! Da wird beim ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus ein Fachmann im Insert als »Peter Bofinger, Wirtschaftsweise« vorgestellt. Nun ist er unter all den wirtschaftlichen Flitzpiepen mit seiner Alleinposition zwar eine fast eine Waise; aber im Verständnis der Ratsucher noch stets ein Weiser...
15.6. Apropos Wahltaktik. Wenn's ihren Interessen entspricht, ereifern sich die Spitzenpolitiker, dass Tarifverhandlungen autonom seien und die Politik sich nicht einmischen dürfe. Heute aber treten SPD-Münte und CDU-Mutterkreuz-Trägerin von der Leyen heftig öffentlich für die demonstrierenden Kita-Mitarbeiterinnen ein. Kostet sie ja nix, da Kitas Kommunalangelegenheit sind... Israels Ministerpräsident Netanjahu, unter Druck seines ehemaligen Alimentators USA, schließt zum ersten Mal einen Palästinenserstaat nicht völlig aus. Verhandlungen seien allerdings nur möglich, wenn von palästinensischer Seite keinerlei Vorbedingungen gestellt, Israels Sicherheit gewährleistet, der neue Staat völlig demilitarisiert werde. Wir sehen: Vorbedingungen darf nur einer stellen. Entsprechender Jubel brach natürlich im Westjordanland und dem Gazastreifen aus. »Opa, was ist Zivilcourage?« - »Nun, mein Lieber: Da gibt es einen gewissen Winfried Hassemer. Der ist Jurist und Rechtsexperte. In dieser Eigenschaft kritisiert er das Verfahren zur Wahl der Bundesverfassungsrichter als »höchst fragwürdig«. Dabei war er selber jahrelang Vizepräsident des Tribunals. Und auch ein anderer ehemaliger Verfassungsrichter, Dieter Grimm, kritisiert nun nach Jahren die Vorgehensweise. Das, mein lieber Enkel, ist keine Zivilcourage!« Selten dämlicher Werbespruch: »Lidl lohnt sich«. Tja, aber so formuliert doch einzig dem Besitzer. Und da ist ja 'was dran!
14.6.
Heute ist »Weltblutspendetag«. Mit öffentlichem Gezeter, dass »die Deutschen« zuwenig Spendenbereitschaft zeigten. Vielleicht wissen sie aber auch nur zu gut, dass das Deutsche Rote Kreuz DRK sie gehörig ausnimmt: Schätzungsweise ein Drittel bis die Häfte der Blutkonserven verscherbelt das DRK für um die 80 Euro pro Einheit an die Pharmazeutische Industrie, während die Spender mit einer Tasse Muckefuck und einem trockenern Brötchen abgespeist werden und dem Versprechen, wieder einmal einem Menschen das Leben gerettet zu haben... Der Herr Steinmeier ist auf dem Parteinachmittag der SPD aber wieder einmal gar nicht über sich selber hergezogen als Mitverantwortlicher für die gegenwärtige »Krise« durch die Gesetzgebung von »Rot-Grün« und die »Agenda 2010« - die er im übrigen und unter dem Jubel der Delegierten auch noch verteidigte. Der Mann bettelt offenbar um 18 Prozent. Da hat sich das Wunschdenken der politischen und medialen »Beobachter« im Iran nach einem Machtwechsel bei der Präsidentenwahl aber gar nicht erfüllt. Und schon muss mit Argwöhnungen und Unterstellungen über das Land hergezogen werden. Ich hatte ja schon öfter auf die in Stellenausschreibungen der Ministerien gesuchten Fach-Giganten hingewiesen. Und schon wieder haben sie Spuren hinterlassen, wie Der Tagespiegel schreibt: »Intern gibt man beim Senat zu, dass der Ende 2004 mit der S-Bahn abgeschlossene Vertrag aus Sicht des Landes schlecht ausgehandelt war. Sanktionen bei Nichterfüllung der Vorgaben sind kaum möglich.« Es ist wirklich dringend an der Zeit, (a) leistungsgerechte Bezahlung bei Beamten und (b) persönliche Haftung bei eklatanten Fehlleistungen sowie (c) andere Auswahlkriterien als Parteimitglied- und Schwippschwägerschaft einzuführen!
11.6. Stephan Hermann vom Bayerischen Rundfunk kommentiert die morgige Präsidentenwahl im Iran: »Richtig besehen, haben die Wähler eigentlich keine wahre Alternative.« Das kann natürlich nur jemand kompetent einschätzen, der sich in derartigen Situationen bestens auskennt: eben ein Bayer, und speziell einer vom BR. Heute wurde des 80. Geburtstags der Anne Frank gedacht. Ihr Tagebuch ist wohl noch immer eines der, wenn nicht DAS Dokument zum Begreifen der Bestialität des Faschismus' im Alltag - besonders auch für Kinder und Jugendliche. Geht es noch geschmackloser? Der Fußballproll Ronaldo wird für 94 Millionen vom total abgehobenen Unterhaltungskonzern Real Madrid eingekauft, während in Spanien rund 30 Prozent seiner Altersgenossen arbeitslos sind und mit etwa 200 Euro im Monat vegetieren müssen! Rund 80 der ungefähr 100 Roma, die als »Touristen« nach Berlin kamen, werden nach Rumänien zurückgeschickt. Eine von ihnen märt: »Ich habe keine Unterkunft. Wo soll ich mit meinem Baby hin?» Liebe Frau Roma, bei allem Respekt: Heutzutage ist es etwas anders. Wer einen IQ über 49 und ein Kleinkind hat, sollte doch wissen, dass es selbst in der EU umgekehrt läuft: erst Job, dann Zimmer, dann Kind... Also, das Grauen schreitet voran! Diesmal gottseidank nur im Rollstuhltempo: Da gibt es doch offenbar in der Union Leute, die sich nicht scheuen, ständig Idiotisches ins Gespräch zu bringen. Etwa die »Kompetenz« des W. Schäuble (der von sich ja überzeugt ist, nicht nur ALLES, sondern insbesondere auch ALLES BESSER zu wissen) für einen Posten unter den EU-Kommissaren. Von allem, was er nicht kann, gelingt ihm ja eventuell Wirtschaft am wenigsten schlecht. Na gut, zumindest so wie dem ehemaligen (und immer noch heimlichen) FDP-ler Verheugen. In den sprachinkompetenten Medien - also fast allen - werden wir mit dieser Info behelligt: »Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder sind sich einig...« Nein, sie haben sich eventuell geeinigt und sind dann einig... Eigentlich wollte ich hier auch noch dem Werbeunspruch »nie mehr müssen müssen« meinen Toilettengroßerfolg mitteilen. Aber ich hatte schon gekotztkotzt.
10.6. In den deutschen Medien bricht ein Jubelsturm los, wenn Obama von einer Welt ohne Atomwaffen spricht. Wendet sich allerdings Russlands Präsident Putin gegen atomare Rüstung, ist allenthalben in den Redaktionen sofort tiefe Skepsis zu verzeichnen... Wieso schreibt das Bundesverfassungsgericht privaten Unternehmen wie den PKV (Krankenversicherungen) deren Geschäftspolitik vor? Ist das nicht ein unstatthafter Eingriff, wie etwa auch bei den Kneipen und dem Rauchverbot? Erst die USA, dann Österreich, nun Irland: Die katholische Kirche bzw. ihr Personal weiß wirklich mit ihrer Ideologie umzugehen: (päderastische) Liebe zum Nächsten, vor allem, wenn es sich um Kinder handelt, und verständnisvoller Umgang der Nonnen mit ihren Heimzöglingen. Es ist schon eine besondere Sorte Mensch, die in ihre Dienste tritt!
9.9. Mal festhalten! II Endlich einmal eine Erfolgsmeldung: Nach dem Ergebnis eines Volksentscheids in Dänemark dürfen die dortigen dicken Prinzessinnen sich endlich in der Erbfolge mit allfälligen Prinzen gleichgestellt sehen. Oder anders: Sollten sie mal einen kleineren Bruder haben, muss der auf ihren Tod warten, um als König auf den Thron klettern zu können. Das war bisher nur umgekehrt der Fall. Oder jedenfalls so ähnlich. Bei der Firma »Goldenes Geheimnis« (französisch arcan d'or) haben sich mal wieder die üblichen Verdächtigen insgeheim das Gold geholt: Zum Beispiel der offenbar Kriminelle und vormalige Chef des Ladens Middelhoff. Der zwar von diesem Geschäftssektor keinerlei Ahnung hatte, aber gute Freunde im Aufsichtsrat. Dessen Energien gingen in zwei Richtungen. Zur einen in die, monatelang und für einen zweistelligen Millionenbetrag aus dem Namen Karstadt-Quelle etwas Todschickes zu machen - eben Arcandor - und tot. Und zum anderen sich selber maßlos zu bereichern. Apropos Nieten: Was macht eigentlich Wendelin Wiedeking? Der jahrelang bestbezahlte Manager Deutschlands (jährlich mindestens 50 Millionen gezogen), der die Firma Porsche dermaßen in den Bach gezogen hat, dass sie nun bei der Bitte um Bundeshilfe mit in der Schlange steht. Ist er, wie es sich gehört, fristlos entlassen und dringend mit Schadenersatzprozessen überzogen worden? Wie wir die Mechanismen kennen, wohl eher nicht... Ganz toll, diese neoliberalen Scheinargumente: Wenn todgeweihte Unternehmen eingehen, dann entstehen eben andere, zukunftsfähige, mit neuen Arbeitsplätzen. Finden Sie es eigentlich auch so dramatisch, dass ein mitdenkender Schimpanse dem Berliner Zoodirektor einen Zeigefinger abgebissen hat? Dem Provinzsender RBB mit seiner Abendschau war es bisher - und es steht zu befürchten: wird es auch die nächsten 14 Tage - täglich mindestens einen Vier-Minuten-Bericht wert. Man muss dazu natürlich ehrlicherweise einräumen, dass sich in der Stadt ansonsten nichts Wichtigeres ereignet...
8.9. Muss man eigentlich noch irgend etwas zu den Europarlaments-Wahlen sagen? Doch wohl eher nicht. Nur so viel: ein echter Spiegel der Realität. Der Präsident der Freien Universität Berlin schickte an alle Mitglieder der Hochschule eine E-Mail mit seinem bekannt kompetenten Ausdrucksvermögen: »für den 17. Juni planen zahlreiche Organisationen die Durchführung von Kundgebungen« - also nicht etwa Demos, sondern deren Durchführung...
7.6. Einer der ekelhaftesten, ideologietriefensten und dabei kenntnisfreiesten Texte seit langem ist die Absonderung der Ursula Weidenfeld im heutigen Tagesspiegel: Da wird ein Demokratieverständnis deutlich, dass doch sehr zu wünschen übrig lässt. Nach Meinung der fast überall in den letzten Jahren gegangenwordenen »Wirtschaftsexpertin« sind offenbar in Konzernen einzig die Manager legitimiert, Entscheidungen zu treffen, w&aumo;hrend Betriebsräte bitteschön die Schnauze zu halten und untätig den niedergang der Firmen zu bestaunen haben. Wer's lesen will (gute Konstitution ist dringend angeraten): entweder unter http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Opel-Betriebsrat;art141,2816652 oder hier als PDF. Was haben wir nur für geniale und kompetente Politiker! Jetzt wissen sie nicht einmal mehr, was sie zur Rettung von
6.6. Jetzt werben Sie schon täglich mit TV-Spots um Spenden für den Mainzer Dom. Ja, bitte: Erstens ist Religion selbst hierzulande eine ziemliche Privatangelegenheit. Zweitens, was das kostet! Und drittens ist dann die Frage erlaubt, was sie mit den Milliarden an Kirchensteuereinnahmen machen. Zumal angesichts der miserablen Bezahlung in ihren Einrichtungen, die schon fast an Leibeigenschaft grenzt... Warum traut sich offensichtlich in den Medien niemand korrekt auszusprechen, dass der eine Miteigentümer von Arcandor, der Geld sparen will und die Bundesregierung unter Druck setzt, nicht die private Bank »Sal -«, sondern »Salomon Oppenheim« ist? In Ermangelung so richtig ergebnisstarker zeitgenössischer Kriege muss das Fernsehen dieselben heute ganzabendlich à la Hollywood in Kabel 1 und dem Vierten senden.
5.6. Eine anzuerkennende Geste: Obama besucht Buchenwald. Ob er dabei auch ein wenig an Guantanamo erinnert wird?! Für alle, die den Spiegel nicht lesen, hier ein besonderer Service: In der Ausgabe Nr. 22 vom 25 Mai ist ein mehrseitiger Artikel über den Junge Union-Chef Mißfelder abgedruckt. Das nackte Grauen! Ein Prototyp von Gesichts-, Charakter- und Positionslosigkeit mit leider guten Aussichten, irgendwann einmal Spitzenpolitiker, also etwa Bundesminister oder gar Kanzler, zu werden, wenn es - wie zu befürchten steht - mit dem Qualitätsverlust beim Politpersonal so weitergeht. Da kann man sich nur wünschen, dass man bis dahin mindestens demenzkrank ist... Hier der Text als PDF zum Lesen oder Downloaden.
4.6. Wir haben es geahnt und befürchtet. Nun prescht der Berliner »Grüne« Esser vor und fordert für eine »Konsolidierung« der öffentlichen Haushalte, die er und seinesgleichen so nachhaltig ruiniert haben, sowie »Einschnitte in öffentliche Leistungen, die richtig wehtun«, und eine Erhöhung der Steuerquote von jetzt unter 22 auf 24 Prozent. Ja, so einfach ist es: Sollen doch andere den Dreck wegmachen! Manchmal ist der Verfassungsschutz sogar wach: Jetzt hat der Brandenburger entdeckt, dass der Internetdienst Amazon ein »Partnerschafts-programm« mit der NPD, Kreisverband Uckermark, betreibt, durch das die Neonazis am Umsatz beteiligt werden, wenn über die Link-Verknüpfung der »Geschäftspartner« ein Kauf erfolgt! - Amazon »prüft«, immerhin.
3.6. Apropos Treppenwitz: Ausgerechnet die Angestellten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt/Main veranstalten einen einstündigen Warnstreik. Dazu muss man wissen, dass sie als Mitarbeiter einer EU-Einrichtung bzw. -Behörde nicht nur gut doppelt so viel verdienen wie vergleichbare Angestellte im richtigen Leben. Zum Ausgleich dafür brauchen sie aber keine Steuern zu zahlen, da sie ja supranational wirken. Und dann hört man noch von zoll- und steuerfreien Einkaufsmöglichkeiten... Da lässt sich natürlich herzlich streiken! Die vor allem in kirchlichen Kinder- und »Fürsorge«heimen missbrauchten und als Arbeitskräfte Ausgebeuteten fordern die Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Höhe von mindestens 25 Milliarden Euro. Im Berliner Info-Radio hören wir, »Dank dem amerikanischen Insolvenzrecht« ist der Dativ mal wieder gerettet.
2.6. Damals, vor 42 Jahren, brüllten die Westberliner Provinzpolitiker jeglicher Couleur, allen voran die Spezialdemokraten, und geiferte die Springer-Presse: »Seht euch diese Typen an!« Es waren jedoch nicht solche gemeint:
Nun ist die »Schuldenbremse« für die Bundesländer durch. Deren Notwendigkeit zeigt doch in erster, wenn nicht einziger Instanz die Ausgabenpolitik der Damen und Herren Politiker?
Kurz vor der Bundestagswahl kriegt der Herr Steinmeier nun einen ordentlichen Satz heißer Ohren: Der BND-Untersuchungsausschuss weist ihm die volle Verantwortung im Fall Kurnaz zu. Er habe die Rückkehrmöglichkeit des Deutsch-Türken aus Guantanamo nicht nur be-, sondern sogar verhindert. Und auch eine angebliche Nichtbeteiligung Deutschlands an George W.s Irakkrieg sei eine Legende. »Deutschland hat sich indirekt beteiligt. Hierfür trägt Frank-Walter Steinmeier die politische und moralische Verantwortung«, heißt es aus dem Gremium. Na, da muss man doch Kanzler werden!
Neulich im Spiegel wurde dieser Thorsten Polleit vorgestellt. Der 41-jährige ist seit 2000 »Chefvolkswirt Deutschland« bei Barcleys Capital in Frankfurt/Main (also mit 32 dort gestartet). Zuvor war der Jüngling schon in dieser Funkton bei ABN Amro. 1995, also mit 27, promovierte er in Münster, und seit 2003 (ergo mit 35) gibt er den Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management. Wenn man bedenkt, dass jemand zumindest an richtigen Universitäten erst nach mehrjähriger Lehrtätigkeit und hervorragenden wissenschaftlichen Veröffentlichunge HonProf wird, muss der Herr Polleit dies bereits ab Ende der 90er Jahre gebracht haben; also knapp nach der Promotion. Er ist übrigens der festen Meinung, dass Grundlage einer Inflation auch Preisanstiege bei Immobilien und Aktien seien. Wahrscheinlich hat diese solitäre Entdeckung zur Ehrenprofessur geführt. Ahem...
Nicht zu fassen! Der Bundestag hat es tatsächlich geschafft, den Gesetzentwurf zur Patientenverfügung mehrheitlich zu verabschieden, der dem Wunsch der Menschen am ehesten gerecht wird. Übrigens sogar gegen die Position der Ärztelobby! Wobei man sich als Demokrat fragt, was der Gesetzgeber hier bei einer freien Willensäußerung zu suchen hat.
Immerhin sind damit das Christengedusel der »Grünen« Göring-Eckardt (zurück auf die Kanzel! kann man nur sagen) und das grauenhafte Bürokratie-, Retro - und Autoritätsgefasel des wandelnden reaktionären Aktendeckels Bosbach vom Tisch. Da möchte man ja schon fast vor Begeisterung auf die Intensivstation!
Übrigens von der Firma »Queens Gras«, wie der weltgewandte Tagesspiegel vermeldet. Der meint wahrscheinlich die niederländisch-russische Queen's Grass.
Regierungssprecher Wilhelm ist als nächster Intendant des Bayerischen Rundfunks im Gespräch. Das nennt man dann propagierte und rechtlich zwingende »Staatsferne« des öffentlich-rechtlichen Rundfunks...
Da stinkt doch der Wahlkampf aus sämtlichen Knopflöchern! Die CDU, gegenüber den Alpendudlern von der CSU (siehe auch weiter unten) erneut einknickend, verspricht in schlichter Einfalt und wohliger Güte (Goethe) »Steuer-erleichterungen«. Für wen, wann und wie ist dabei von einschneidender Bedeutungslosigkeit. So richtig das Metier von Pofallapofalla.
Dass sowas gar nicht geht angesichts der sich täglich türmenden Staatsverschuldung - vergiss es. So wie FDP (die Verursacherpartei) und Christenunion. Vielleicht vergilt es ja deren Gott .
So ist es mit ihrer Erklärung zu staatlichen »Revolutionswächtern« auch nicht unbedingt der richtige Weg, kriminelle und moralisch verlotterte Jugendliche (die in Schwarz, mit Helm und auf Mopeds) von der Straße zu holen:

Aber man wird das ungute Gefühl nicht los, dass die CIA wieder fröhliche Urständ feiert. Was schon der Umstand nahelegt, dass der journalistische Grundsatz, beide Seiten zu hören, von den westlichen Journalisten 'mal wieder so gut wie nicht beherzigt wird. Zumal der Iran für uns zum Berichtsgebiet des Bayerischen Rundfunks zählt. Und unsere Absolutexperten berichten ohnehin aus dem nur wenige Meter um die Ecke liegenden Kairo oder ahlen sich in Berlin bei »Experten« der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Wie aus den Radau-Medien zu erfahren ist (also ich nicht direkt, sondern via-via-via!), soll die vor geraumer Zeit zur Erhöhung seiner Wahlchancen zum bayerischen Ministerpräsidenten unter Tamtam und Schwüren verlassene Konkubine des Horst Seehofer erneut schwanger sein. Von ihm.
Wir wollen das hier auch nicht vertiefen, weil hierzulande gottseidank noch nicht alles in die Öffentlichkeit gezerrt wird. Aber: An der Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit und allen diesen Eigenschaften, die Klein Fritzchen von einem Politiker erwartet, ist bei HS nichts zu sehen! Das war ja schon deutlich, als der »Verbraucherschutz-minister« sich als Lebensmittelindustrieschutz-minister verstand und gerierte...
Ab heute sollen die Agrarsubventionen der EU an jeden einzelnen Agrarier für jeden Interessierten im Internet einsehbar sein. Einzig Bayern »wehrt sich« noch gegen diesen Brüsseler Beschluss. Wo ist das Problem? Einfach keinen Cent mehr nach Bayern - undhastunichtgesehen, erscheinen von dort mit Sicherheit und pede stante die vorgeschriebenen Infos!
Es gibt in der CDU-CSU-Bundestagsfraktion einen, er fast so klug ist wie Wolfgang Schäuble, der bekanntnlich nicht nur alles weiß, sondern auch noch besser. Das ist der ehemalige stellvertretende Landrat des Kreises Tuttling (der Name ist Programm), Volker Kauder, der jetzt die parlamentarische Fraktionströte der Tröte Merkel gibt. Nun unterstützt er, wohl aus wahltaktischen Gründen, die Bundesärztekammer, die mal wieder vor einem Gesetz »warnt«, das ihren, meist ökonomischen, Interessen entgegensteht. Diesmal dem über Patientenverfügungen.
Zwei Tage die Enkel im Haus gehabt: Da ist natürlich an Zeitunglesen, Nachrichtenhören und Texteschreiben nicht zu denken...
In der Tagesschau wird mitgeteilt, dass nach einer jüngsten Umfrage die Kanzleresse mit 70 Prozent die Skala der angeblich führungskräftigsten Politiker/innen anführt. Wenn man bedenkt, dass sie in den letzten vier Jahren eigentlich keine und in den dringendsten Fragen der vergangenen Monate überhaupt keine Entscheidung getroffen hat, um sich ihre Wiederwahl-Chancen nicht völlig zu vermiesen, lautet der logische Schluss: Wenn wir überhaupt keinen Kanzler/keine Kanzlerin hätten, läge dessen/deren Wert gewiss bei 100 Prozent Zustimmung.
Was mich heute noch zornig macht und mit dazu beitrug, zum Linken zu werden: 20 Jahre nach ihrer Ermordung in Bergen-Belsen musste ich in der Tracht der damals ziemlich revanchistischen »Bundeswehr« nur wenige Kilometer weiter in Bergen-Hohne zu idiotischen Schießübungen ins »Manöver«.
Dieselbe Seuche grassiert auch unter den »sich« Sicheren.
Ob dann beides auch nach außen gilt? Sicher und einig sind sie demnach ja dann doch nicht...
Der Herr Steinmeier sammelt eifrig Wahlkampfpunkte. So ist im neuesten Spiegel zu lesen: »Doch das ging Steinmeier, dessen Wahlkreis im Kohleland Brandenburg liegt, entschieden zu weit. Der Kanzlerkandidat, für den der Klimaschutz keine besondere Priorität hat, sah die Interessen der vier deutschen Stromriesen verletzt.«
Damit hat er dann vier Stimmen gewonnen. Und die zählen, wie weiland vor 150 Jahren beim Drei-Klassen-Wahlrecht, allemal mehr als die von vier Millionen popeligen Bürgern.
Übrigens, Spiegel, eine Priorität ist eine und wird nie eine besondere...
Mal festhalten! I
Der Herr Steinmeier: Ist das nicht der Mann mit Kurnaz und Agenda 2010 und Bundestag anlügen und und und? Und wundert sich in diesem Lichte über nur 20 Prozent?
Wer die Tagesschau oder die heute-Nachrichten guckt und vorher die Wirtschaftsseiten der Tageszeitungen gelesen hat, der muss den dringenden Eindruck bekommen, dass die einen mit »Deutschland« einen völlig anderen Staat meinen als die anderen: Im TV geht es da nur bergab, in der Presse geht es zum einen gar nicht so abwärts und zum anderen fast wieder bergauf. Wer lügt da wie gedruckt?
Dieser Niete in Nadelstreifen
reichten offenbar zwei Finger nicht.
Der Mann hat sich übrigens nach London abgesetzt und dort eine »Investmentfirma« gegründet. Tja, wenn man schon kenntnisfrei ist, sollte man auf diesem Sektor dringend weitermachen. Und die Beschäftigten sich an solche Figuren wenden und nicht gegen die Bundesregierung...
Genau: Ehemalige Verkäuferinnen finden dann sofort und automatisch Anstellungen als Fachkräfte z.B. in der IT-Branche. Diese Illusion funktioniert nur in der FDP: Wenn du keine Ahnung hast, aber genügend Sitzfleisch, wirst du dort automatisch Parteivorsitzender oder Generalsekretär.
Das Statistische Bundesamt meldet, dass die Zahl der Habilitationen (früher das Ticket für eine Professur) weiter zurückgegangen sei; und zwar mit jetzt 1.800 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent. Das allerdings geht den Kommilitonen vollkommen am Arsch vorbei, weil sie mit Recht schon seit mindestens 20 Jahren keine Qualitätsverbesserung feststellen würden.
Ich traue diesem Pofalla zu, dass er gar nicht merkt: Die CDU/CSU hat bei der Europawahl bundesweit über 6 Prozent verloren...
Die Peinlichkeit des Tages: Gemessen an seinen Orden,
hat Prinz Charles den D-Day neulich ganz alleine und erfolgreich bestritten...
Der Provinzausstrahler RBB hingegen liefert zumindest eine Kampfansage an seine Gebührenzahler und behelligt die heiß- und kaltkriegserfahrenen Zuschauer im Sendegebiet fast vier Stunden lang mit Elogen an einen gewissen Harald Juhnke.
Es läuft heute in Berlin eine Wahl - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und ich wundere mich, was es alles gibt; und vor allem, wofür Geld ausgegeben wird - und nicht zu knapp: des Präsidenten des Landessportbundes LSB.
Darum balgen stets abgehalfterte ehemalige Spitzenpolitiker und Wirtschaftsführer. Ein Hinweis darauf, dass es nicht nur um Ehre und Gotteslohn geht. Nein: diese Figur hat auch noch etwa einen Dienstwagen mit Fahrer.
Und damit nicht genug. Denn so ein Präsident braucht ja noch für die richtige Arbeit einen LSB-Direktor. Und dann Unterpräsidenten für so wesentliche Gliederungen wie den Karate und Football- (eine feine Mischung!) oder den Tauchsport-Verband. Zumindest weiß ich jetzt, wohin nicht unwesentliche Teile meines ziemlich hohen Mitgliedsbeitrages im Verein fließen.
Es ist kaum zu glauben; aber die Kanzleresse und die Ministerpräsidenten haben doch tatsächlich dem »Hochschulpakt II« zugestimmt! Da sollen 2011 bis 2015 zusätzliche 18 Milliarden (11,8 vom Bund) für Forschung und Lehre ausgegeben werden. Das sind in der Bildungsrepublik Deutschland pro Jahr zwar nur rund 2,5 Milliarden mehr - was einem normalen größeren Rüstungsauftrag entspricht -, aber immerhin.
Der Chemiefaserhersteller Trevira ist systematisch in die Pleite getrieben worden. 1.800 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Treppenwitz: Die Firma gehörte zuletzt der indischen Unternehmensgruppe Reliance (deutsch: Vertrauen)...
Der von der Bundesregierung eingerichtete Runde Tisch »Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren« will allerdings keine anwaltschaftliche Vertretung der Betroffenen bei seinen Anhörungen zulassen. Für Ministerien und Verbände hingegen haben zahlreiche Volljuristen Platz genommen. Aktiv bei der Behinderung derjenigen, um die es geht bzw. gehen sollte, ist die »grüne« Tischvorsitzende Antje Vollmer. Die Dame mit der weinerlichen Stimme war früher einmal Bundestagsabgeordnete und sogar Bundestags-Vizepräsidentin und von der formalen Ausbildung her evangelische Theologin. Wes Geistes Kind sie ist, zeigte sie mit ihrem Widerstand gegen die Adoptionsmöglichkeit von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Als sie mit diesem Standpunkt in ihrem Verein nicht durch kam, verweigerte sie muksch sogar ihre Wiederaufstellung auf der hessischen Landesliste. - Ein klassisches Verhaltensmuster bei »Politikern« dieser Partei.
Jetzt weiß ich, wieso Karstadt pleite geht: Heute im Tagesspiegel ein Einleger von dem Laden. Kurz zum Bestellen eines Artikels auf deren Website. Was steht dort? Dies: »Derzeit nicht lieferbar.« Am selben Tag!
Darauf die Callbude angerufen. Beim ersten Mal quatschen die Mädels nach Abnahme einfach weiter und legen dann auf. Beim zweiten Anruf heißt es: »Manchmal ist die Homepage von Karstadt nicht so aktuell.« Ob ich denn ersatzweise hier bestellen könne? »Nein, denn der Artikel ist ja nicht lieferbar.«
Tja, so macht man Umsatz!
Sondern nette, intelligent aussehende Studenten, welche gegen die Zustände demonstrierten...