
Die EU will die Macht der »Big Four« auf dem »Markt« der Wirtschaftsprüfer einschränken. Binnenmarktkommissar Barnier erwägt z.B., dass die Unternehmen sich alle neun Jahre einen neuen Prüfer suchen müssen und diese den Kunden nicht zugleich weitere Geschäfte wie Unternehmensberatung anbieten dürfen. Natürlich Aufschrei bei den Prüfungsgesellschaften, die davon »überzeugt sind, dass eine Trennung von Prüfung und Beratung negative Auswirkungen auf die Prüfungsqualität hätte«. Wie das gehen soll, sagt der Club leider nicht. Und dann das Tot-schlagsargument: »massive Folgen für die Arbeitsplätze.« Der Spinner sollte sich einmal Nachhilfe bei einem Lobbyisten nehmen...
29.9.
Da haben sich die »nervösen Märkte« aber schlapp gelacht, als über 500
Bundestags-abgeordnete erwiesenermaßern überhaupt nicht überblickten, worüber
sie heute nach erheblichem Druck (der Abgeordnete ist ja ausschließlich seinem Gewissen
verantwortlich - wenn er keine Chance auf Wiederwahl hat) abgestimmt haben.
Wenn wir mal
politisch denken, hat die Opposition der Kanzleresse zugestimmt, damit die weiter machen und sich
nun durchwursteln MUSS und der anstehende Wahlsieg von rot-grün desto triumphaler ausfallen
wird...
Israel mal wieder auf dem Weg um Verhand-lungsfrieden. In Ost-Jerusalem sollen/können weitere 1.100 neue Wohnungen für »Siedler« gebaut werden. USA-Außenministerin Clinton legte natürlich die vom ständigen konsequenzlosen Auflegen schon ziermlich kratzende CD mit ihrem »scharfen Protest« auf.
28.9.
Bei »Anne Will«: Das war ja wohl das Peinlichste und Unerträglichste seit Jahren im
deutschen Fernsehen! Der Flegel von Dohnanyi hat zwar von Fiskalpolitik und Wirtschaft keine
Ahnung, er-dreistet sich aber, den Parlamentspräsidenten der Slowakei zum EU-Austritt
aufzufordern, weil der nicht seiner unerheblichen und kenntnisfreien Meinung ist! Und der daneben
sitzende west-fälisch-niedersächsische Bauer Steffen Kampeter, der aufgrund der
CDU-internen Postenvergabe-Arithmetik und 20jähriger Parlamentszugehörigkeit
derzeit den Staatssekretär im Finanzvergeudungs-ministerium spielen darf, pflichtet kühn
bei und belehrt nach traditioneller deutscher Art auslän-dische Gäste. Dass die wie immer
hilflose Moderatorin dämlich grinsend dabei sitzt, ist zu erwähnen wohl nur ein
Selbstläufer.
Apropos Fernsehen. Wieso vergeudet die ARD zwei Sendeabende mit einer Schmonzette, weil der Schlagerpiefke (okay, ein Österreicher ist kein P.) Udo Jürgens 77 wird?
Kein Wunder, dass die norddeutschen Wirt-schaftsinstitute keine Rolle spielen: in Hamburg sitzt der Schweizer Straubhaar mit seinen aben-teuerlichen Heimatschutzthesen, in Kiel der USA-Chaot Snower mit seinen heimatlichen Albern-heiten...
Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert hat die Verwendung des idiotischen »Gefällt mir«-Buttons von facebook auf offiziellen Web-sites ab 1.10. verboten. Die IHK zu Lübeck zum Beispiel sagt dazu »nö« und will es auf einen Prozess ankommen lassen.- So weit reicht die Furcht vor den Wirtschafts- und Rechts-Interessen der USA offenbar bereits...
Bulgarien beweist gerade seine EU-Reife: Mit Pogromen gehen Rechtsradikale und andere gegen Roma vor. Da wird es ja wohl Zeit, dass das Land endlich im »Schengen-Abkommen« mit freiem Grenzübergang aufgenommen wird...
Nun soll die neue »Gesundheitskarte« statt der »Versichertenkarte« für alle gesetzlich Kran-kenversicherten eingeführt werden. Der neue Ausweis unterscheidet sich vom alten, getesteten im wesentlichen dadurch, dass nun ein Foto des Besitzers darauf ist. Nicht nur der »Chaos Computer Club« lacht sich kaputt, weil die Daten angeblich sicher seien. Noch viel kaputter muss sich der Softwarehersteller (in diesem grotesken Misswirtschafts-Fall mal wieder gewiss SAP) lachen: die Unternehmung hat rund 600 Milllionen (!) gekostet. Wobei sich jeder vernünftige Mensch fragt: (a) wieso so viel und (b) wo ist das Geld geblieben? Der Auftraggeber ist allerdings be-amtet und kennt solche Argwöhnungen von Natur aus nicht.
Der Bundesgerichtshof - schon immer nicht der Bürgernähe verdächtig - hat
mal wieder ziemlich daneben gegriffen: er wies die Klage von »Lehman-«Geschädigten
gegen die Hamburger Sparkasse (HasPa) ab. Sie hätten (im Nachhinein!) nicht nachweisen
können, dass die Bank nicht hinreichend auf die Risiken aufmerksam gemacht habe.
Nun muss
man zum Einen wissen, dass die Be-lehrungs- und Protokollpflicht beim
»Beratungs-gespräch« erst nach und aufgrund der Raub-ritterzüge der Bankster gegen
die Kleinanleger eingeführt wurde. Und zum Zweiten sagt wohl jedem - Juristen offensichtlich
ausgeschlossen - der gesunde Menschenverstand, dass bei einem Hinweis auf möglichen
Totalverlust der Anlage kein vernünftiger Mensch - Juristen wohl ausgenommen - das
Portemonnaie geöffnet hätte...

Aufgrund der jüngsten Vorkommnisse beim Betrug mit EC-Karten meint ein Bankensprecher: »Wir müssen nachrüsten ud auch nachbessern.« Wie wir die Bankster kennen, sind das dann gleich zwei kostenpflichtige Maßnahmen...
27.9.
Da war er wieder: der »Missbrauchsbeauftragte« der Katholischen Bischofskonferenz. -
Das kann der arme Mann doch gar nicht alles alleine schaffen!
Ist ja schön, dass die DGB-Gewerkschaften das »allgemeinpolitische Mandat« haben. Aber welcher Beelzebub, zum Teufel, hat die Vor-sitzenden der Einzelgewerkschaften geritten, in halbseitigen Zeitungsanzeigen an die Bundes-tagsabgeordneten zu appellieren, Deutschland in die Permanentschulden zu treiben und dem Unsinn EFSF zuzustimmen?! Das ist ein Skandal.
Man kann sich das Gespräch vor einigen Jahren in einer Datsche vor den Toren Moskaus so vorstellen: »Meddi, hast Du nicht Lust, für einige Jahre den Präsi zu geben, bis ich wieder kandi-dieren darf? Du spielst danach wieder den MiPri und darfst auch aufStaatskosten weiter mit dem iPhone spielen. Da denken die Kremologen in Washington und Berlin, in Paris und London gleich wieder, Du seiest modern und westlich orientiert. Und das kann ja irgendwie nicht schaden. Zunächst jedenfalls.«
26.9.
Keine anderthalb Jahre nach der vom Konzern verursachten bzw. verschuldeten größten
Öl-katastrofe will BP schon wieder im Golf von Mexiko nach Öl bohren! Zwar
werfen die Behör-den der USA dem Konzern schwerste Versäum-nisse vor. Was aber dessen
Bosse nicht davon abhält, erneut einen Antrag zu stellen. Schließlich ist noch nicht die
gesamte Karibik verseucht...
Wir haben es geahnt und eine Untersuchung bestätigt es jetzt: Aktienhändler verhalten sich rücksichtsloser und manipulativer als Psychopathen. Da fragt sich nur: wieso »als«?
Der »ifo-Geschäftsklima-Index« drehe langsam ins Negative, wird mitgeteilt. Kein Wunder: Die Konjunktur brummt, die Auftragsbücher sind voll, die Gewinne sprudeln. Da muss doch rechtzeitig gejammert werden, ehe die lästigen Gewerk-schaften auf die Idee kommen, dass die Beschäftigten am Gewinn beteiligt werden.
Über der Türe der CSU-Parteizentrale steht groß das Motto »Näher am Menschen«. Wie das gehen soll, fragt man sich, wo doch das Gebäude bewacht und gesichert ist wie Fort Knox.
Ein Tierschützbeamter, der einige Nerze aufge-zogen hat, teilt mit, die Tiere würden vor der Aus-wilderung nun »besendert«. Und er offensichtlich behämmert...
25.9.
Sternstunde des deutschen Fernsehens (wenn man den richtigen Sender aufruft und rechtzeitig
umschaltet): Eben noch legt Georg Schramm auf 3Sat die Maxime für
»Talkmaster« gegenüber Politikern fest: »Wenn Sie mir nicht antworten, werde ich
Sie auch nicht mehr fragen!« Dann umgeschaltet auf ARD zu Günther Jauch (ich
habe schon immer gewusst: er kann es nicht, sondern nur Fragen in Quizsendungen ablesen!). Da
märt und lügt der Bundeshosenanzug herum und als Publikum wurde offenbar der johlende
CDU-Bundesparteitag eingeladen. - Schlimmer als die Horrorfilme im Radau-TV.
Jede Wette: Schwesterwelle kriegt auch mit seiner neuen Brille keinen Durchblick.
Apropos Politfarcen. Wir ahnten schon und nun ist es offiziell: Putin wird Zar und Medwedjew Metropolit. Heißa Russland!
Nicht von mir, aber trotzdem gut: Beispiel für ein Oximoron ist »Microsoft Works«.

Die fehlbesetzteste Politikposition Deutschlands ist die der thüringischen Ministerpräsidentin. Das sagt nicht nur der Name (Lieberknecht - wobei aus-nahmsweise der lateinische Spruch »namen est amen« hinhaut), sondern auch ihr Fachwissen: »Wie es aus dem Wald herausruft, so schallt es zurück.« - Wir hoffen, das gilt nur für die ver-schnarchte Erfurter Staatskanzlei! (War da nicht gerade gestern der ebenso jenseitige Schüh-chenträger aus Rom? Ein Treffen auf Augenhöhe.)
24.9.
Was war das denn für ein Bohei um den Poli-zeiruf 110 von gestern! Da haben die
ARD-Bestimmer wochenlang darüber gestritten, ob der Film überhaupt gesendet werden
dürfe und dann für eine Ausstrahlung nach 22Uhr votiert; von-wegen
»Jugendgefährdung«. Ja, wieso denn? Derartige Szenen und »in echt« muten sie
doch schon Grundschülern in der 15-Uhr-Tagesschau zu! Und dann dies tränenquirlende
Klischee-Konglomerat. (Ich hatte übrigens Matthias Brandt bislang für einen guten
Schauspieler gehalten und nicht für einen doch arg begrenzten Gesichts-mimiker.)
Und unverschämterweise schon wieder der Frauenkleiderträger mit den schwulen roten Schühchen als »Spitzenmeldung« auf sämtlichen Kanälen!
Doch es gibt auch positive Meldungen: Der FDP-Liebling FDP-Schmalz wird nun doch nicht Generalbundesanwalt. Tja, allein Mitglied, einer 1,8-Prozent-Partei und dabei persönlich strittige Qualifikation geht nun nicht mehr, Frau Leuthäuser-Schnarrenberger.
Post-Chef Frank Appelt ist davon überzeugt, dass sein Laden auch langfristig eine gute Milliarde Profit pro Jahr im »Briefgeschäft« reißen wird. Grund genug also, die Zeit für gekommen zu sehen, das Porto heraufzusetzen. Natürlich allein wegen des Wettbewerbs, bei dem man ja schließlich die Preise erhöht, um zu bestehen. - Mann, was hat die Politik nur für »Manager« bei der »Privatisierung« ausgeguckt!

Das Provinzblättle Flensburger Tageblatt weist darauf hin, dass bei Rowolt ein Büchlein »mit zahlreichen farblichen Abbildungen« erschienen ist. Welch' farbige Sprache...
23.9.
Jetzt reicht es aber langsam mit der Raffgier der Bankster. Nicht nur, dass sie die Verluste aus
ihren Spielkasinos auf die Staaten und Steuerzahler ab-wälzen. Jetzt planen die deutschen
Privatbanken auch noch eine deutliche Senkung ihrer Garan-tien für Spareinlagen! »Wir
wollen das Haftungs-versprechen der privaten Banken realistischer machen«, tönt der
Hauptgeschäftsführer der Gangstervereinigung. Der »Realismus« sieht vor, dass die
Mindestsicherung pro Kunde von 1,5 Millionen auf rund 438.000 Euro bis 2025 fällt.

In dem berühmten »Nachrichtenmagazin aus Hamburg« liest man: »...in Zukunft eine Art interne Feuermauer errichten«. Als wir noch deutsch sprachen und es kein Internet gab, hieß die »firewall« Brandmauer.
22.9.
Da ruft doch ausgerechnet der Oberpfaffe vor'm Bundestag die Politik zu »mehr Moral und
Ver-antwortung« auf! Das grenzt an Realsatire.
Und dann noch »das Mysterium der Kirche«. Wenn sie jedenfalls ihren Glauben oder ihre Reli-gion meinten. Das Mysterium der Institution ist doch, dass sie sich schon über 1.000 Jahre in dieser Form halten kann...
Skandal I:
ALLE öffentlich-rechtlichen und die meisten Nachrichtensender
sendeten live um die Wette. Als gäbe es 110 Prozent Katholen im Lande.
Skandal
II:
Im selben Augenblick fordern ARD und ZDF spürbare
Gebührenerhöhungen! Ja, die Parallelausstrahlung kostet eben. Und erst recht die
pausenlosen Wiederholungen zwischen Juni und September... Und pflichtschuldigst beschweren sich
einige Politiker über die Raffkes in den Senderleitungen - ehe sie dann im Dezember dem neuen
Gebührenstaatsvertrag zustimmen werden.

Da lobe ich mir doch den Radausender Das Vierte: Der kündigt ohne viel Aufhebens an: »Die letzte Fahrt der Bismarck. Jetzt!«
21.9.
Das Berliner Springer-Hochhaus ist mit einem über fast alle Etagen reichenden Poster
des radikalkatholischen Papstes verziert. Ein Hin-weis darauf, dass die Leser der
Verlagsprodukte (in Berlin wohl an die 70 Prozent der Zeitungs-konsumenten) somit keine Chance
haben, über den Besuch des Pfaffen auch nur annähernd objektiv informiert zu
werden.
Erneut trommeln die USA und die EU (Israel so-wieso) dafür - und bis in unsere Massenmedien -, die Palästinenser mögen doch bei den Vereinten Nationen von einem Antrag auf Anerkennung eines selbständigen Staates Palästina absehen. Andernfalls drohen zwei schwere Niederlagen: Zum einen die Nahostpolitik Obamas (so es denn eine eigene gibt) mit der Konsequenz, sich es auch mit dem letzten Araber zu verscherzen. Und zum anderen die aus einer Anerkennung erwachsende Möglichkeit, die radikalzionistische Regierung Netanjahu vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu zerren. - Und beides will ja eigentlich keiner...
19.9.
Nur noch als Nachtrag für die weniger Politik-affinen: In Berlin steht die FDP
stimmenmäßig derzeit in scharfer Konkurrenz zur Tierschutz-partei - was wir
den Tieren bitteschön gar nicht zumuten mögen!
Im Bundestag gibt es einen
»Anhörungssaal«. Soweit ist es schon gekommen! Eigentlich sollte dies laut
Demokratietheorie doch der Plenarsaal sein?!
Als hochdemokratischer Lobbyist enthalte ich mich
hier eines Kommentars. Na gut!!!!
Das heutige Urteil zeigt: Man darf in (Berliner) U-Bahnen niedergeschlagenen Opfern weiterhin mit Tötungsabsicht auf den Kopf treten. Vor allem als Gymnasiast. - Denn der ist trotz Bologna meistens mindestens ebenso doof wie Grund-schule und unreif wie alle anderen Schüler (im konkreten Fall sogar noch weniger), wird aber seit PISA hochgelobt...

Nach 20
Jahren Ötzi jetzt mal in echt und wirklich zum Lernen: Der Junge heißt international
»Frozen Fritz«. Was könnte ihm Schlimmeres passieren?
Na klar: Pommes
Frites.
18.9.
Die Schultheiss-Berliner haben wieder zuge-schlagen:
In der
Beliebtheitsskala auf den Plätzen 1 und 2 der Berlin verstehen-de Regiermeister
Wowereit mit seinem Null-Programm (ogott, und das macht kanzlerfähig?) und mit Henkel das
nackte Spieß-ergrauen - aber das sitzt ja schon im Kanzleramt.
Traurig: In arabischen
Ländern sterben Zigtau-sende im Kampf um Freiheit und Demokratie
- und nicht wenige Frauen darunter, bravo! - und hier wählen
Zigtausende aus Frust über die ver-kommenen etabliertenParteien und deren Personal die
Spaßheinis von den »Piraten«.
Das 21. ist dann doch wohl nicht das europäische
Jahrhundert?
Tja, da haben Rösler und seine FDP wohl nicht »geliefert« - sie sind geliefert...
17.9.
Typisch Honorarprofessor Tratschtröte Kara-sek: In seiner Wochenkolumne im Hamburger
Abendblatt, dem Springer-Organ für doof Ge-bliebene, eröffnet er seinen jüngsten
Text so: »Ich verstehe sie nicht, die Finanzkrise, die sich zur-zeit...« - Was ihn aber
überhaupt nicht davon abhält, weitere 100 Zeilen herunterzuschmieren.
Transaktionssteuer. Die regierenden Lobbyisten vor allem in den USA und Großbritannien wollen da nicht mitmachen, weil die Spekulanten ja sonst abwandern könnten von ihren »Märkten«. Ja, wohin denn, ihr Logiker, wenn die Taxe (übrigens ist von sagenhaften 0,01 oder gar 0,02 Prozent des Umsatzes die Rede...) überall erhoben wird?!
Ich weiß es wirklich nicht mehr, ob es Demon-stranten für oder gegen den Besuch des Radikal-katholiken aus Rom waren, die dieses köstliche Plakat hochhielten: »Ohne Kirche keine Hölle« Aber recht haben sie...
16.9.
Der Chef der
Einer Untersuchung zufolge ist jedes siebte Pflegeheim von der Insolvenz bedroht. Trotz der exorbitanten Gelder, die dort gerissen werden. Das muss man völlig mitleidslos sehen: In den ver-gangenen Jahren haben Ketten, Spekulanten, Hedgefonds und die üblichen Verdächtigen Heime gebaut, was das Zeug hält, weil sie sich hohe Renditen versprachen. Und die einschlägigen »Analysten« haben auch mitgesponnen...
Nun hat sich das populistische Gepöbel der letzten Tage ja wohl doch gelohnt: Die FDP hat deutschlandweit Stimmen gewonnen und steht kurz vor den 5 Prozent. Bravo, Herr Stabsarzt Rösler! Keine Ahnung von der Materie zu haben lohnt sich wieder.
15.9.
Über 150 Mitglieder des EU-Parlaments aus 24 Mitgliedsländern haben den Rücktritt
des baden-württembergischen Dummbartes Oettinger, der sich derzeit als EU-Kommissar versucht,
ge-fordert. Er hatte sich dafür ausgesprochen, zur symbolischen Abschreckung
defizitärer Mitglieds-staaten deren Flaggen vor EU-Gebäuden auf Halbmast zu setzen.
Wir
erinnern uns an weitere »Leistungen« dieses nach Brüssel
abgeschobenen »Spitzen»politikers: So in der berüchtigten Trauerrede für seinen
Amtsvorgänger in Stuttgart (»...gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein
Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes«) oder sein Spruch vor einer
Zusammenrottung der Landsmannschaft Ulmia Tübingen: »Wir sind in der unglaublich
schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr.
Früher, bei der Rente oder der Staats-verschuldung haben Kriege Veränderungen ge-bracht.
Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.«
Gottseidank sind nicht
allzu viele Deutsche in internationalen Spitzenpositionen, wie manchmal beklagt wird...
Der CDU-Landesvorsitzende von Baden-Würt-temberg Thomas Strobl hat es erkannt und mit übergroßer Deutlichkeit im Fernsehen formuliert: »Die Debatte hat etwas mit Kommunikation zu tun.« - Und so ein Genie versauert im Deutschen Bundestag!
14.9.
Das war ja klar: Die Deutsche Polizeigewerk-schaft klagt gegen die Einführung von
Namens-schildern bei den Berliner Senatscowboys. Das Tragen der Schilder »berühre die
Privatspäre der Polizisten«. Wobei ihnen niemand vorgeschrieben hat, die
Identifizierungsmarken auch privat zu tragen. Und, noch lustiger, die Namens- oder Nummernschilder
seien »gefährlich scharfkantig«. Nachdem wir uns wieder eingekriegt haben, fällt
uns ein, dass die Herren meist noch für sich und andere viel gefährlichere Dinge mit sich
herum-schleppen...

Wo beginnt jeder Satz mit einem Ja? Wenn der ZDF-Nachrichtenvorleser mit der unmodulierten Compurterblechstimme Fornoff bei heute dran ist. Ob er ein Gespräch mit einem Korrespondenten beendet, sich an den Sportmenschen neben sich wendet oder ein neues Thema beginnt - stets startet der Satz mit »Ja, ...« Es ist zum Aus-der-Haut-fahren!
13.9.
Die deutsche Automobilindustrie zeigt mit dem Logo der Internationalen
Automobil-Ausstellung unfreiwillig ihr Modernisierungspotential:
Nichts als Luftblasen...
Daneben I:
Der Bundesfinanzenvernichter gesteht seine Un-fähigkeit ein: Ein
ministeriumsinternes Prüfungs-papier zur »Verlängerung der Lebensarbeitszeit« auf
69 Jahre wird begründet mit »Risiken für die dauerhafte Solidität der
Staatsfinanzen«! Und wer ist seit zwei Jahren dafür verantwortlich??? Und wer darf es
ausbaden!?
Daneben II:
Das vom Bundes-Banken- und
Spekulantenfreund mit der Schweiz vereinbarte Steuerabkommen zur Schonung von
Großkapitalschiebern stößt auf Widerstand der SPD und »ein klares
Nein« des NRW-Finanzministers. Er hält diesen »Ablass-handel« für
verfassungswidrig. Was besonders pikant ist, da ja der Schieberspezi jahrelang mal
Verfassungsminister war (1989-1991 und 2005-2009 Bundesinnenminister)!
12.9.
Aus der ersten Sendung des Laberformats Günther Jauch lernen wir dreierlei:
-
Er kann es nicht! Das war niederes Bild- oder Bunte-Format und keine politische
Diskussion.
- Das Parlament schickt die Bundeswehr nach Afghanistan. Aha! Also doch nicht das
Volk!
- Senil-Spezialdemokrat Struck zum Thema Deutsche in Afghanistan - Gehen oder
bleiben? »Ich bin nicht mehr aktiv in der Politik und kann dazu nix sagen.« Wir erinnern
uns: Der Armleuchter hat den Krieg in Afghanistan mit angefangen (und geblödelt »Die
Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt«) und die Jungs dorthin geschickt (das
heißt dann un-widerlegbar für die freiwilligen Hirnis »Auftrag«...). Und ist
immernoch nicht ehrlich genug, Fehler einzugestehen.
Apropos spezialdemokratische »Verteidi-gungs«minister: Hans Apel ging ja kürzlich von uns. Und weil er an irgendeiner Fakultät ein-schlägige Anekdoten verbreiten durfte, war er in einem Nachruf sogleich »Professor«. - Eine Inflation übrigens, die von so gar keinem Politiker bekämpft wird. Wohl, weil man sich da im Regelfalle die Promotionskosten sparen kann. Was sich nach Bayern üüüberhaupt noch nicht herumgesprochen hat...
11.9.
Die nach meiner Meinung beste illustrative Dar-stellung zum heutigen 10. Jahrestag ist diese
hier:
Oh, was hat sie heute wieder gerattert im deut-schen
Fernsehen bis sie heiß lief: die Phrasen-dreschmaschine.
Und auch mal wieder
typisch: Am Gedenkort rotteten sich etliche Politikschranzen sowie zahl-reiche »Prominente«
zusammen. Demgegenüber war z.B. keiner der überlebenden New Yorker Feuerwehrleute
eingeladen worden. - Leistung muss sich eben lohnen!
Der Gag des Tages: Griechenland will nun eine Sondersteuer auf Immobilien erheben! Na, das beruhigt ja »die Märkte« und die Euro-Politik-versager ungemein. Wobei sie vergessen: In dem Land gibt es gar keinen Kataster. Da wird die Ein-treibung der Gelder ja wohl nicht gar so einfach!
Und nun rudern sie ohnehin alle
gewaltig zurück, die Obertöner der »Rettungsschirme« und son-stiger
Volksverblödung. Sogar der Steueranwalt
hat
offenbar von einem Fachkenner gehört, was geht und was nicht...
Vernagelte Politikschranzen
reden dann gerne von »Denkverboten« - die ja nun aufgehoben werden. Vor allem, wenn so
grandiose Ökonomen wie Dr. med. Wirtschaftsminister Rösler in den Arsch getreten
werden.
Und ein eher bedenklicher Gag: Der römische Oberpriester soll bei seinem Deutschlandbesuch im Bundestag agitieren. Was soll dieser Affront? Religion ist schließlich Privatsache. Das wird der offenbar auch geistig ungelüftete ostdeutsche spezialdemokratische Zottelbart Thierse wohl nie begreifen. Da werden doch Tore aufgerissen: Dem-nächst wollen andere auch vor'm Parlament missionieren; der Dalai Lama, Buddha, Frau Käßmann und wer weiß ich noch.
10.9.
Da lesen wir in der Süddeutschen: »Merkel bereit zu
Militäreinsätzen«
Na, sie ja wohl schon ganz und gar nicht! Dafür
dürfen andere sterben. - Da siehst du doch die Verkommenheit der Politiker!
9.9.
Der Kanzleresse gehen jetzt auch die letzten Maate von Bord: Heute tritt der Chefvolkswirt
der EZB, (die Bank, die qua Europaverträgen gar keine Kredite von Pleitestaaten
aufkaufen darf) Stark »aus privaten Gründen« zurück...
Jetzt haben es die Zionisten in Israels Regierung offenbar zu weit getrieben und ihren einzigen Verbündeten in der islamischen Welt heftig gegen sich aufgebracht: Die Türkei lässt sich nicht länger von Tel Aviv verscheißern (der gesamte Westen hingegen, die USA und vor allem Deutschland, schon, und das seit Jahrzehnten). Beim nächsten Hilfslieferungseinsatz für die geschundenen Menschen Im Gaza-Streifen will Ankara Kriegsschiffe zum Schutz einsetzen; damit die wildgewordene israelische Marine (die ja von der BRD mit U-Booten beschenkt wird!) nicht wieder in internationalen Gewässern unbewaffnete Schiffe angreift und humanitäre Helfer erschießt.
Neue Diskussion über die »Vorratsdaten-speicherung«, nachdem in Berlin drei Terror-verdächtige festgenommen wurden. Besonders die vormaligen Stammtisch-Fürsten in Flachschwaben Kauder Volker und in Obersowiesotittling Friedrich Hans-Peter, derzeit zufällig und in Ermangelung fähiger Leute Politdarsteller in Berlin, geifern mal wieder gegen die scheinbar liberale Bundes-justizministerin und überhaupt alle Verfassungs- und Datenschützer. Wobei die Frage im Raume steht, ob beider Daten überhaupt schon mal vorsorglich bevorratet wurden!?
8.9.
Wenn diese Figur ihren Mund aufmacht:
sträuben sich mir die Nackenhaare: Nicht allein wegen seinesch grauenhaft
kultivierten Dialek-tesch; nicht wegen seiner Unbelehrbarkeit, seine fachkenntnisfreie Meinung als
»alternativlos« zu lobpreisen; nicht wegen seines grauenhaften Umganges mit Menschen; nicht
wegen seiner »Vergeßlichkeit« bezüglich des 100.000er-Um-schlags von einem
Waffenschieber.
Nein. Sondern weil er die Rettung von 2 Milliarden aus der Schweiz anstelle von
saftigen über 30 Milliarden aus Strafverfahren von Steuerflüchtigen durch einen
windelweichen Vertrag vereitelt und dies noch als Großtat darzustellen versucht. Weil er bei
den Knackpunkten Griechenland und Euro-»Rettungsschirm« Volk und Abgeordnete hinters Licht
zu führen versucht.
Steueranwalt (aha!) Schäuble will mit seiner ver-schrobenen
Sichtweise bockig die Finanzindustrie auf Kosten der Steuerzahler schonen. Nach der für die
»Christen« abzusehenden katastrofalen Wahl-niederlage 2013 werden wir ihn vermutlich als
»Berater« oder Aufsichtsratsfuzzy bei einer/m - oder mehreren - Großbank(en) und
Versiche-rungskonzern(en) wiedersehen... Soviel von einem vormaligen Verfassungsminister über
sein Ver-ständnis von Amtseid.
7.9.
Was wissen Politiker eigentlich vom »richtigen« Leben, wenn sie mit 14 Vorsitzender
ihrer Par-teischülergruppe, mit 16 ihrer regionalen Parteijugend, mit 18,5 im dortigen
Bundesvorstand und mit 22 im Bundestag sitzen?
Zumindest, dass es den Strafgefangenen in unse-ren
Knästen miserabel geht. Ergo müssen dort die Zellen renoviert und im 3-Sterne-Zustand
her-gerichtet werden. Besuch für mindestens 2 Tage im Stück muss für die Insassen
gewährleistet sein. Teilnahme an einer Therapie, auf Wunsch haft- oder lebenslänglich ist
nicht nur kostenfrei, sondern zu vergüten. Da ist es doch heutzutage schon fast interessant,
jemanden um die Ecke zu bringen oder ein Kleinkind zu missbrauchen. Wer das nicht schafft, bleibt in
prekärer Arbeitssituation, in Hartz IV, in miserabel betreuten und ausge-statteten Alten- und
Pflegeheimen. Und wenn die Verbrechensopfer sowie ihre Verbände jaulen: der Täter
weiß schon mal, wie man's macht!
Und dann gibt es da noch die Frau von den Laien, der ein Lifestyle-Magazin mal Kanzleressen-befähigung angedichtet hat. Da sie solches noch immer glaubt, will sie immer mal wieder mit Ideen punkten. Nun hat sie leider in ihrem derzeitigen Versuchslabor Bundesarbeitsministerium und dessen Aufgabenbereich völlig den Durchblick verloren und verheddert sich mit populistischen Spinnereien im Rentensystem. Nun will die Gran' Dame die grassierenden Minirenten aufbessern. Und labert von einer »Zuschussrente«. Klingt prima. Ist aber ein sowas von alter Hut und heißt Grundsicherung. Und kommt bislang nur aus einem anderen Topf. Da sollte Frau über(haupt)-bezahlte Ministerpraktikantin doch besser an den Wurzeln des Übels laborieren: Prekäre Arbeits-verhältnisse, Mindestlohnverweigerung, private Zusatzrente aus Null Einkommen, unbezahlte Praktikumsketten, Zeitverträge usw. usf - der ganze Katalog des Raubtierkapitalismus' !
6.9.
Ja, bitteschön, was denn nun? Einerseits wird uns durch die Medien eingeflüstert, der
DAX falle wegen »Ängsten«, andererseits wird ständig darauf
hingewiesen, dass im wesentlichen Com-puter den »Handel« an den Börsen
betrieben...
Nun wieder anders: Die »Börsianer« (vulgo für Spekulanten umd Zocker) freuen sich, DAX und Dow Jones steigen. Denn: die Deutschen zahlen! So jedenfalls der Tenor des Urteils des Bundesverfassungsgerichts - deren Richter ja sowas von politikfrei und -unabhängig sind (wer »macht« sie denn?!), dass sie der Regierung nicht in die Parade zu fahren sich trauen und die Klage wirklicher Experten abbügeln. Aber so ist es ja: Juristen wissen (a) alles und (b) besser. Und unsere »neutralen« Kommentatoren lobhudeln »mehr Macht für den Bundestag«.
5.9.
Was ist das für eine verbrecherische »Religion«, auf die sich die
al-Shabab-»Milizen« in Somalia berufen?
Nun haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ARD und ZDF den »Sport«-Verbänden (in Italien und Spanien sind das längst Wirtschaftsorganisa-tionen) mit den GEZ-Zwangsgebühren für Millionen die Übertragungsrechte derer Veranstaltungen abgekauft. Daher meinen sie nun sagen zu können, »das Freundschaftsspiel findet im ZDF statt«. Tatsächlich aber wird in Polen gespielt!
Ausgerechnet die erwiesenermaßen unfähigste Schnulle auf diesem Gebiet motzt im Nachhinein: Sabine Christiansen bezeichnet die Talkshows als »Einheitsbrei« und so profillos wie die politischen Parteien. Das Letztere galt für ihre Veranstaltung allerdings schon, als sie noch relativ konkurrenzlos war.

Der Endprodukte der holzverarbeitenden Industrie
verbreitende Betrieb »Weltbild« wirbt in seinem neuesten Katalog:
Wir hätten lieber Niedrig- statt Spitzenpreise gesehen! (Und auch den
fehlenden Bindestrich.
4.9.
Kürzungsorgie. Mal wieder an der falschen Stelle:
Bundesarbeitsminister-Versuchsdarstellerin von den Laien will die Förderprogramme für
Jobsucher »entrümpeln«. Könnte man nicht 'mal das Bundeskabinett
entrümpeln?!
Das ZDF-heute lobt die kleinen Demonstranten in Tel Aviv. Demgegenüber sind demonstrierende Kinder hierzulande von den »Grünen« oder der Linken stets verführt...
Landtagswahlen in MeckPom:
- In der
»Berliner Runde« der ARD saß der abso-lute Wahlverlierer CSU-Dobrindt (0
Prozent für seinen Verein) recht fröhlich herum. Demgegen-über war kein Vertreter der
absoluten Wahl-gewinner (Nichtwähler 48 Prozent) eingeladen. Und die hatten doch vor 22 Jahren
so fürchterlich nach Demokratie gejault. Oder war es doch nur die Sehnsucht nach der
D-Mark und Bananen? Okay, bei dem politischen Personalangebot wäre auch ich ins
Schwanken geraten.
-Die wandelnde Aktentasche Sellering und die berüchtigte A. Nöhles
betonen, dass die Spezi-aldemokraten das machen werden, was sie vor der Wahl gesagt hatten: Nix.
Unverschämterweise keine Koalitionsaussage. Und es war vorher klar, dass eigentlich nur
rosa-schwarz und rosa-rot möglich werden.
- Trotz des massiven medialen Trommelfeuers gegen
sie legte Die Linke frecherweise noch zu!
- Als Erfolg der letzten 5 rosa-schwarzen Jahre
wurde jubiliert, dass die Arbeitslosenquote im Lande gefallen sei. Was Wunder: Es verlassen immer
mehr Menschen wegen Perspektivlosigkeit MeckPom oder müssen prekäre
Arbeitsverhält-nisse eingehen.
- Wer nicht zugegen war: Die Kanzleresse, obwohl es ihr
Landesbezirk ist. Ebenso absent wie seit Jahren in der »Sprechstunde« ihres
Abgeord-netenbüros. Sie vertraut wohl darauf, dass sie bei der kommenden Bundestagswahl auf
Platz 1 der Landesliste gerät.
- Und ganz toll das ZDF-Schaubild des nächten
Schweriner Landtages: da sitzt Die Linke noch nach der NPD und den
»Grünen« ganz - rechts!

Da fragt doch der NDR-Provinzredakteur in Schwerin den dortigen CDU-Landesgeschäfts-führer, ob seiner Partei der Wahlslogan »C wie Zukunft« geschadet habe. Das sei doch ein grammatischer Fehler. - Gottseidank kein ottograffischer!
3.9.
Griechenland wird von der EU, der EZB und dem IWF drangsaliert. Aber wie soll
denn die Wirtschaft dort wachsen, wenn sie geknebelt wird? Wie sollen die Steuereinnahmen
erhöht werden, wenn die Löhne radikal gesenkt werden und die Leute nichts kaufen
können? Da tobt auf Kosten des Volkes mal wieder die völlig falsche Volkswirtschafts- und
Fiskallehre (eine von drei bis sechs - und sowas ist an den Universitäten als
»Wissenschaft« vertre-ten!), die sich die kenntnisfreien Politiker mal wieder haben
aufschwatzen lassen. Aber derart hat sich die Finanzindustrie bereits häufiger Extraprofite
verschafft.
Das deutsche Kabinett ist gegen einen selb-ständigen Staat Palästina - weil das israelische radikalzionistische Kabinett das nicht so gut findet...
Apropos demokratische Staaten. Es ist ja nicht zu fassen, dass westliche Geheimdienste, allen voran (natürlich) die CIA und das britische MI6, innigst mit Gaddhafis Unterdrückungsapparat zusammengearbeitet haben. Kein Wunder, dass der libysche Oberverantwortliche sich schon vor Wochen nach London abgesetzt hat. Da wurde er bestimmt von seinen Kollegen freundlichst empfangen, geherzt und geküsst und gefragt, wie und wohin er es denn nun gerne möchte.
2.9.
Monatelang tobte die Tarifauseinandersetzung zwischen Journalistenverbänden und
Zeitungs-verlegern. Letztere barmen schon seit Jahren und nun besonders, wie schlecht es ihnen
und sogar ihren Firmen ginge. Kaum ein Zeitungseigner konnte seine Zweityacht in der Ägäis
moder-nisieren. Statt schwarzem mussten sie roten Kaviar hinunterwürgen. Nun stellt sich beim
Übernahme-kampf der zwei Besitzerfamilien des Konzerns der Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung heraus, dass die Renditen der Zeitungsverlage in NRW bei schmalen 13, in Braunschweig
bei bedenklichen 20 und in Thüringen nur bei 19 Prozent liegen. - Da war es ja gut, dass die
Schreiberlinge sich vor kurzem mit horrenden Gehaltssteigerungen von 1,9 Prozent zufrieden
gaben!
Einmal mehr zeigt Andrea Nöhles von der SPD, dass sie von Politik wenig Ahnung hat und im Grunde eine eher absolute Fehlbesetzung als »Generalsekretärin« der Partei ist. Nun lobt sie den im Berliner Wahlkamf befindlichen dortigen Regiermeister Wowereit, er sei für Höheres geeignet. (Wer ihn und seine Politik kennt, kann dies ja nun gar nicht nachvollziehen.) Was natürlich sofort auf Kanzlerambitionen oder gar -befähigung hinweist und den Wahl-Berliner sich fragen lässt, oder er eine ebensolche Flitzpiepe ist wie die karrieregeile Renate Künast, die ja nur im Falle ihres Wahlsieges ihren Bundestagspupsessel verlassen will.
Aprops Berliner Abgeordnetenhauswahl: Wie bin ich doch froh, dass Martin Sonneborn bei mir magistrierte (Magisterarbeit über das Satireblatt Titanic) und von mir in den Nonsense-Sumpf geleitet werden konnte. Neueste Absonderungen des Hirnis hier
1.9.
So sehen die USA »ihren Hinterhof,« vulgo Latein-amerika. Und wundern sich, dass die
»Gringos« dort so außerordentlich beliebt sind. Etwa weil, wie jetzt erst breiter
bekannt wird, eine nordamerikanische »Delegation« zwischen 1946 und 1948 in Guate-mala 83
Menschen umbrachte. Und zwar in einer »Studie«, wie sie menschenverachtender nicht zu
denken ist; nicht ausgeschlossen, dass die NS-Massenmörder Mengele & Co, die so
plötzlich 1945 aus Deutschland verschwunden wurden, dabei waren. In ihrem ureigensten Metier,
den Menschen-versuchen. Denn nach KZ-Manier wurden min-destens 1.300 Guatemalteken mit
Syphilis und Tripper infiziert. Um Erkenntnisse zu gewinnen, wie die wesentlich wertvolleren
Soldaten der USA-Armee besser gepflegt werden können. Welche die Geschlechtskrankheiten ja
offensichtlich erst während ihrer Einsätze legal erworben hatten. - Jaja, das Mutterland
der Demokratie und Vorbild für alle Völker...
Nur, falls Sie es nicht wussten: Es gibt an der Kieler Universität ein - selbstverständlich öffentlich bezahltes - »Kompetenzzentrum Milch«. Dessen Zentrum ist, die allgemein interessante und befürwortete »Wettbewerbsfähigkeit« der Milchwirtschaft zu stärken. Hört man jedenfalls aus Kuhstallkreisen.
Ab heute werden »Energiesparlampen« und Leuchtstoffröhren um bis zu 25 Prozent teurer. Das hat aber rein gar nichts mit dem Verbot der 60-Watt-Glühbirnen zu tun, das zufällig heute eintritt, wie die zwei Produktionsmonopolisten klarstellen!
So kann man natürlich keinen Staat machen: Die Vorstandsvorsitzenden von 25 führenden USA-Konzernen haben 2010 zusammen mehr Kohle gerafft, als ihre Unternehmen an Steuern auf den Gewinn gezahlt haben. Besser noch: Im Schnitt erhielten die Firmen über 300 Millionen erstattet. Dass das den Republikanern und insbesondere den Viollidioten der Tea Party nicht reicht, ist natürlich höchst verständlich; denn es ist ja noch viel mehr Geld aus dem Land herauszuholen...