
31.1.
FDP-Pinkwart und CDU-Rüttgers merken allmählich, dass in ihrem Beritt im Mai Landtagswahlen sind. Da macht es sich offenbar opportunistisch gut, die soeben einhellig beschlossenen Hotellobby-Geschenke zu kritisieren...
CSU-Demagoge Söder kritisiert in seiner augenblicklichen Funktion als Bayerns Gesundheitsminister die Pläne des Bundeskrankheitsdödels Rösler mit der Bundeskopfpauschale als »nicht bezahlbar«. Da hat er recht: Seine Partei hat gerade als wichtigere Ausgabe rund 4 Milliarden mit einer kaputten Bank vergeigt.
Nun wird heftigst darüber gestritten, ob von einem »Datenhändler« eine CD mit Angaben zu Hunderten von bundesdeutschen Steuerhinterziehern gekauft werden dürfe. Vor zwei Jahren war das im Fall Liechtenstein und Postverbrecher Zumwinkel gar keine Frage. Also sind diesmal mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Spitzenpolitiker betroffen...
29.1.
Lobbykratie in Reinkultur: Der ausgewiesene Konzernlenker, Verkehrsexperte (»Platz da! Ich komm' von rechts!« - Peng!) und ehemalige Ministerpräsident Dieter Althaus wird Vizepräsident beim Autozulieferer Magma. Geschäftsfeld: VW-»Betreuung« und Kontakte zu öffentlichen Stellen in Deutschland. Oder anders: Weichklopfen seiner ehemaligen MP-Kollegen wie Wulff (Volkswagen) und anderer CDU-Granden in Entscheiderfunktion.
Da hat man sie in den Kneipen prassen gesehen! Die rund 1 Million Hartz-IV-Empfänger, die 20 Euro Kindergeld durch einem Bürokratenfehler erhielten. 
Die will Sozialstaatsverwalter und Extrageld-Verwendungskenner Schäuble wieder zurück haben; koste es, was es wolle. In diesem Fall pro Nase 21 Euro - ohne Mahnkosten.
Und auch hier wieder die Frage: Wieso Zusatzkosten? Werden die Dinge von den Verwaltungsbeamten in deren Freizeit bzw. in Sonderschichten erledigt oder erhalten sie gar Erfolgsprämien?
28.1.
Das Bundesverwaltungsgericht (wieso dieses?) hat die Regelungen für den Mindestlohn bei Postdiensten für ungesetzlich erklärt. Da beigeistert sich sogleich ein Geschäftsführer eines privaten Briefunternehmens, jetzt könne ja »der Wettbewerb beginnen«. Er meint wohl den um die erbärmlichsten Löhne.
»Afghanistan wird noch etliche Opfer fordern«, weiß ein Teilnehmer der Afghanistan-Konferenz in London. Und wir wissen auch, dass ganz gewiss keiner dieser Sesselfurzer darunter sein wird...
Ein weiterer Beweis für die »Attraktivität« privater und ganz besonders konfessioneller Schulen: Nun sickert langsam durch, dass die Jesuiten-Padres des Berliner Elite-Canisius-Kollegs sich in den 70er und 80er Jahren ungezählte Male an Schülern sexuell vergriffen haben.
Die Absenkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen hat nicht ganz erwartungsgemäß dazu geführt, dass seit dem 1. Januar in zahlreichen Bundesländern die Preise um bis zu 4,5 Prozent gestiegen sind. Jedenfalls für Nicht-FDP-Mitglieder...
Europas größter Softwarekonzern SAP erwartet in diesem Jahr Wachstum und eine schnellere Belebung seines Geschäfts. Ich kann nicht nachvollziehen, worauf sich der Optimismus dieses Saftladens begründet. So funktioniert etwa sehr zum Leidwesen der Studierenden, der Dozenten und der Verwaltung das von dort gelieferte Campus Management System auch nach fast 10 Jahren noch immer nicht auch nur im Ansatz korrekt und befriedigend.

Mit dieser Schlagzeile ist die, ausgerechnet, Kulturbeilage des Berliner Tagesspiegels versehen: »KUCKST DU, KUMPEL«. - Guckst du aber, der du unsere Sprache beherrschst...
27.1.
Fast die gesamte Innenstadt Berlins ist aus »Sicherheitsgründen«gesperrt oder verkehrsbehindert, weil zwei der beliebtesten Politiker der Welt, die Präsidenten Israels und Afghanistans, sich die Ehre geben.
Ab heute versammeln sich in Davos wieder die 2.500 führenden Zyniker und Vebrecher, um neue Verscheißerungen der restlichen Menschheit auszuhecken.

In Berlin und besonders dessen Medien sind sie vollkommen im Orkus verschwunden: die Wörter Fahrkarte, Eintrittskarte, Fahrschein, Billet und sogar Strafzettel. Selbst die Kulturbeilage des Tagesspiegels heißt kulturlos »Ticket«.
25.1.
Seit dem 1.1. hat der offenkundig ziemlich politikunfähige Berliner Senat die innerstädtische »Umweltzone« derart verschärft, dass ich mit meinem Auto (BMW-Spezialmodell, wenige Jahre alt, für das es derzeit und wahrscheinlich auf ewig keinen Feinstaubfilter gibt, das aber neu über 50.000 Euro gekostet hat - gemach, ich habe es secondhand relativ preiswert erworben!) da nicht mehr hinein darf, weil, allen zur Genüge bekannt, polnische Kohlekraftwerke die links-alternativ und bürokratisch herbeifabulierten Grenzwerte in Berlin überschreiten lassen.
Soweit zum Prolog.
Ich habe montagabends ein Arbeitstreffen in der Tabuzone und nehme als friedliebender Bürger den Bus. (Weniger kooperative Zeitgenossen ohne Grünplakette fahren übrigens in den heiligen Sektor und decken dort ihre Windschutzscheibe wintergemäß mit der Thermoschutzmatte ab. Dies nur als Hinweis...)
Nun zur spätabendlichen Rückfahrt in einen Vorort, der maklermäßig als »bevorzugte Wohnlage« gilt:
Beim ersten Mal war lediglich 1 Wachschutzmann im Bus zugegen. Bei der zweiten Heimfahrt waren es bereits 2 »Security«-Heinis. Heute bei der dritten schon 3. Wenn ich davon ausgehe, dass in dieser Buslinie kein Mensch ausfällig wird oder gar eine Entführung des Doppeldeckers plant, und völlig ausschließe, dass die Verkehrsbetriebe hier im steuerträchtigen Viertel reklame- und imagemäß gleich drei, dafür in »prekären« Vierteln ersatzweise gar keine Hilfssheriffs mitfahren lässt, komme ich zu folgendem Ergebnis: Das liegt allein an mir. Also dass bei meiner nächsten Fahrt unweigerlich 4 unterbezahlte, übrigens körperlich nicht eben überzeugende Sicherheitskostüme im Bus sitzen werden, während in einem »Problembezirk« der nächste Busfahrer tätlich angegriffen wird...
Jetzt wird abgegriffen! Heute eröffnete die DAK den Reigen der gesetzlichen Krankenkassen, die monatlich 8 Euro von ihren Versicherten als »Zusatzbeitrag« ziehen. (Selbstverständlich nicht anteilig auch von den »Arbeitgebern«, so die Entscheidung der »Sozialpolitiker«.) Und wenn dann bis Jahresmitte fast alle der über 170 Kassen mitgezogen haben, sind die 40 Millionen Zwangsmitglieder für dieses Jahr um mindestens 4 Milliarden erleichtert worden.

Apropos. Die Apologeten dieses Rollgriffs in die Taschen der doch zumeist auch noch Geringverdiener verweisen gerne darauf, dass der Gesetzgeber dies so gewollt habe. Ein Euphemismus für die geballte Lobbyistenversammlung im Reichstagsgebäude...
24.1.
Der scheidende EU-Kommissar Verheugen wird Honorarprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.
Bislang war es so üblich, dass für eine Honorarprofessur eine herausragende berufliche Aktivität, eine überdurchschnittliche akademische Leistung und mehrjährige Lehrtätigkeit voraus-gesetzt wurden, ehe sich jemand den »Prof« vor'm Namen ins Messingschild stanzen lassen durfte. Ansonsten droht(e) die Gefahr, dass die Seminare in Anekdotenanreihungen verkommen (»Als ich einmal...«).
Und interessant wäre auch zu erfahren, in welcher Disziplin Verheugen lehren möchte. In Wechsel der Partei? Opportunismus? Bürokratieverteidigung? Wirtschaftslobbyismus?
23.1.
ZDF-Wanderprediger Peter Hahne geht dorthin, wo er hingehört: Weg von der Politik und Berlin direkt, hin zu einer menschelnden Talkshow im frühen Nachmittagsprogramm (so gegen 14 Uhr), wo er niemandem auf die Nerven geht (weil zu der Zeit ohnehin kein Mensch TV guckt, der es nicht nötig hat).
Haiti hat wieder einmal gezeigt, dass die Heerscharen von Katastrohen-Reportern überflüssig sind wie ein Kropf. Sie verbrauchen dort dringend benötigte Ressourcen, einen riesigen Fahrzeugpark, stören Rettunsteams und andere bei deren wichtiger Arbeit und packen selber nicht zu, weil irgendwo das »World Press Photo« des Jahres lauern könnte... Und das Material, das von ihnen gezeigt wird, beinhaltet lediglich zum tausendsten Mal dasselbe Elend.
22.1.
Jetzt gilt es, in der Bevölkerung »das Tabu Zusatzbeitrag zu brechen«! Meint jedenfalls die überbezahlte BKK-Lobbyistin Lydia Krüger. Die Mitglieder der rund 190 gesetzlichen Krankenkassen müssen ab sofort mit einer Zusatzfinanzierung der personell vollgesogenen Kassenvorstände rechnen. Damit die Kosten nicht etwa in der aufgeblähten Verwaltung aufgerieben, bleibt es bei der Pauschale von 8 Euro pro Nase pro Monat, die direkt gezogen werden kann. Ansonsten müsste die 1-Prozent-Grenze vom Bruttoeinkommen der Versicherten aufwendig ermittelt werden. Und in Zeiten der Krise wollen auch die Vorstände und Geschäftsfürher nicht zu erkannten Sündenböcken werden.
In Deutschland passiert leider auch angesichts dieser Verarschung von 80 Prozent der Bevölkerung nichts bis wenig. Die meisten knirschen inzwischen nicht einmal mehr mit den Zähnen: weil sie keine mehr haben oder die billigen chinesischen Implantate das nicht aushielten.
Auch ein Ergebnis unserer Politik/er: Im derzeit vorgeblich im Parlament »gelesenen« und diskutierten Bundeshaushalt stehen die Ausgaben für die Position »Soziales« an 1. Stelle. Platz 2 nehmen sogleich die Schulden bzw. deren Bedienung ein. Auf dem 3. Platz folgt der Posten »Verteidigung«.
Ja, Menschenskind, gegen wen oder was müssen wir uns verteidigen und warum kostet das 35 Milliarden (plus nochmals hier und da mehr oder minder gut versteckter weiterer 15 Mrd.)?!
Für einen zivilisierten postmodernen Haushalt à la denen in Norwegen oder Island stellt man sich diese Reihenfolge vor: Schule/Erziehung/Bildung - Wissenschaft und Forschung - Gesundheit und Pflege - Kunst und Kultur - ...
Na wunderbar: Da hören wir in der Tagesschau: »Obamas Pläne zur Verantwortung der Banken haben heute die deutschen Börsen belastet.« Na, wenn das alles an Übernahme von Verantwortung ist...

Und wie sowohl Dringleichkeit als auch Präzision aus einem Politikermund klingen, zeigt ein Beispiel vom Ober-Spezialdemokraten Gabriel: Für den Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan sieht er den »Zeitpunkt 2013 bis 2015« als erstrebenswert an. Das nennt man dann eine Punktlandung!
21.1.
Wir werden von Gesetzesbrechern regiert! Das hat der Urlaubsflieger und nebenberufliche niedersächsische Ministerpräsidenten-Versucher Wulff nun zugegeben. Selbstverständlich hat er die unzulässige Vorteilsannahme nicht erkannt - als Spitzenpolitiker muss man ja keine Gesetze kennen! -, als er ein kostenloses »Upgrade« für sich und seine Muschpoke beim Urlaubsflug akzeptierte. Weswegen er auch erst nach der Aufdeckung dieses Skandals sich bemüssigt fühlt, die geldwerten Vorteile von umgerechnet gut 3.000 Euro dieses Rechtsbruches zu begleichen. Erst als Der Spiegel nachgefragt hatte, sei ihm bewusst geworden, dass er falsch gehandelt habe!
Und sowas regiert uns!
20.1.
Der »Präventionsbericht 2008« stellt heraus, dass die Deutschen Weltmeister im Arztbesuchen sind: mit 18,1 Besuchen pro Jahr. Das heißt nun nicht unbedingt, dass sie die Weltkrankesten sind. Vielleicht, ach was, gewiss liegt es an zweierlei. Einmal sind die deutschen Ärzte wohl wirklich nicht die besten. Und zum Zweiten widmen sie jedem (Kassen-)Patienten gerade einmal 8 Minuten pro Besuch. Da können sie leider gerade einmal die Kassenmitgliedschaft des Patienten klären und die vorgelegten Vorberichte, Anamnesen und Röntgenaufnahmen der Kollegen von vor zwei Monaten als dringend wiederholungs- bzw. überprüfungsbedüftig erklären und zur apparativen Tat schreiten. Und natürlich zum Wiederkommen im nächsten Abrechnungsquartal anraten.
Den Rest wird der von ihnen mehrheitlich gewählte Herr Minister Rösler prüfen und regeln.
19.1.
Das war abzusehen: Fräulein Piepsstimme und Dummfrage Charlotte Roche muss die Talkshow Drei nach neun verlassen. Nach nur fünf Sendungen. Das waren zwar fünf zu viele, aber immerhin. Und nun kann sie ja in ihr Feuchtgebiet zurückrudern.
18.1.
Einen grandiosen Gefallen hat uns nun die Organisation »Freundesdienste durch Parteispenden (FDP)« getan: Wenn ich mir den Vorgang zur Charakterisierung der Verkommenheit politischer und demokratischer Einrichtungen ausgedacht hätte - kein Mensch hätte mir Glauben geschenkt...
Und das Politgrauen W. Kauder findet die Spende auch noch völlig in Ordnung, weil sie korrekt angegeben wurde!
In trauter Zweisamkeit spielen da die deutsche und die israelische Regierung gemeinsame Kabinettsitzung in Berlin. Das ganze ist doch eine abgekartete PR-Aktion zur Vernebelung des Beitrags deutscher Steuerzahler bei der Erweiterung der zionistischen Kriegsmarine mit Korvetten und U-Booten aus Kiel in Milliardenhöhe. Auch das eine »besondere Beziehung« beider Länder.
Bin mal gespannt, wer bei diesem Treffen höher sitzen darf als das Gegenüber, was ja inzwischen israelischer »Diplomatensport« geworden zu sein scheint, wie jüngst das flegelhafte Benehmen des stellv. israelischen Außenministers gegenüber dem türkischen Botschafter zeigte.
Wie wäre es denn, wenn die Käuferstaaten schlicht auf den Unsinn mit dem Airbus A400M verzichteten und die 20 Milliarden zum Aufbau Haitis verwendeten?!

Wieso schwätzen eigentlich alle Medien vom »Rüstungslobbyisten« Schreiber? Früher nannte man so einen ganz gewöhnlich Waffenschieber.
17.1.
Außer von der ARD (siehe eins weiter) ist es an Peinlichkeit nicht zu überbieten: Haiti liegt seit vier Tagen darnieder, aber dem deutschen Außenministerhilfsdarsteller Westerdingsda fällt es erst nun ein, darauf einzugehen: weil nach rund 100.000 Toten auch ein Deutscher darunter sein soll, ist es ihm der Erwähnung wert.
Und außerdem erhöht unser Land seine Katastrofenhilfe auf glatte 7,5 Millionen! Weil doch der Rest des sowieso immer knappen Geldes etwa zum Beispiel für die politischen Stiftungen der Parlamentsparteien oder für Dringendes gebraucht wird: 4,2 Mrd. Berliner Flugplatz; 3,2 Mrd Stuttgarter Bahnhof; 6 Mrd. Atomendlager-Prüfverfahren; 18 Mio Pensionsrücklagen für gescheiterte Bundesminister; usw. usf.
Und die Amis tun auf einmal so, als seien ihnen Land und Leute wichtig. Nur weil mit Obama ein Friedensnobelpreisträger seine Figuren öffentlichkeitswirksam antreibt. - Der letzte »erfolgreiche« USA-Einsatz in der Karibik war bekanntlich der Einmarsch in Grenada zur Zerstörung der dortigen Links-Demokratie.
Vielleicht haben viele »Künstler« Glück und wurden beim ARD-»Winterfest der Träume« mit Florian Silbereisen heute abend nicht gebucht: Da stehen sie ja dann für das »Winterfest der Alpträume« morgen zur Verfügung:
Geschmacklos bis zum Geht-nicht-mehr: ZDF (das ja schon immer mit der Springerei paktierte) und Bild planen für morgen eine Gala für Haiti. Da produzieren sich dann gewiss B-, C- und vor allem D-»Stars«, die im Dschungelcamp noch rechtzeitig vor der gerechten Vernichtung aufgefunden wurden (richtige und halbrichtige haben ja meist Auftrittsverträge). Und alles »gala« (griechisch: Milch), also trübe, Trübe...
Außenministerlehrling Westerwelle in China. Spitzenmeldung der deutschen Medien von dort müsste entsprechend sein: »Menschenrechte angemahnt CLXXIV« Natürlich allein für dieses Jahr...
Ausnahmsweise will ich mal die Seiten wechseln: Der Spezialdemokrat Speer, der in Brandenburg schon vielerorts und vielfältig sein Unwesen getrieben hat, will nun in der Spielrolle des Innenministers bei der Polizei sparen. In Rede sind geplante rund 3.000 (und in seiner Abrede nach der Landtagswahl etwas weniger) von etwa 9.200 Stellen. In dem Bundesland gibt es ohnehin nur etwa alle 50 bis 70 Kilometer eine - und dann in den wesentlichen Tageszeiten auch noch durchgängig unbesetzte - Polizeistation. Aber leider alle 10 bis 12 Kilometer eine faschistische »Kameradschaft« oder sonstige Glatzenzusammenrottung. Cui bono?

Neuer Sprachklops in der unsäglichen Riege der Berliner zitty-Tagestipp-Pinseler entdeckt: »...die holde Maid aus den Klauen des Klobs Depardieu zu befreien« Wer befreit die Leser aus solchen sprachlichen?
15.1.
Der Deutschen Bahn, dem neben den Banken Skandalladen par excellence, wird vorgeworfen, osteuropäische Arbeiter zu Minimal»löhnen« im Winterdienst beschäftigt zu haben. Ein Bahnsprecher gibt nix zu, gesteht aber »Einzelfälle« ein. Ja, so kennen wir sie: wahrscheinlich Zigtausende von eigentlich einzelnen Einzelfällen...
Haiti: Die armen Menschern! Ein von der korrupten und skrupellosen Diktatorenfamilie Duvalier jahrzehntelang ausgeplündertes Land. Natürlich unter den Augen der USA (direkt vor deren »Haustür« und doch anders als Kuba, weil ohne USA-Millionärs»verluste«) und der französischen Ex-Kolonialmacht. Auf den Straßen angeblich keine Polizei und kein Militär. Quatsch! Die sind alle in Zivil da und plündern an vorderster Stelle.
14.1.
10 Jahre fette Sondersteuer für USA-Banken und vor allem diejenigen, die durch Steuergelder gepäppelt wurden und unappetitlich genug sind, daraus wieder Boni für ihre Bankster zu zahlen. Es geht doch, Frau Merkel!!! Selbst im Homeland des Kapitalismus.

Phrasenoberdrescher Christian Wulff aus Niedersachsen weiß, was er auf der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstandes will: »DieseTagung ist ergebnisoffen mit dem Ziel,« - ja, eben ergebnisoffen zu sein. Oder wie oder was?
13.1.
Nur weil er Brie heißt, muss der nach Meinung des Tagesspiegels ausgerechnet zum »Strategen« der Linkspartei hochstilisierte Uraltschwätzer André nicht ständig Käse reden. Etwa den, dass die Partei »in extremer Weise von Lafontaine abhängig« sei. Und dann noch im Gespräch mit dem monothem-, äh traumatischen Ganztags-Kommunistenfresser Matthias Meisner.

Offenbar ist dieser Däne nur rund zwei Wochen alt geworden. Denn das Berliner Stadtmagazin zitty schreibt in seinem Kulturplaner: » 18. März bis 4. April: Helge Schneider Konzerte«
Das weiß die Redaktion wahrscheinlich vom Kopenhagener Korrespondenten Ove Hansen Mikkelsen.
12.1.
Das Kürzel FUB steht ab sofort für »Fern-Universität Berlin«. Der Akademische Senat der vormaligen Freien Universität hat nämlich mit sofortiger Wirkung beschlossen, dass kein Student mehr in den Seminar- und Übungssitzen anwesend zu sein braucht, Anwesenheitslisten nicht mehr zu führen sind und im elektronischen Campus Management System (das trotz Millioneninvestitionen und mehreren mehrjährigen Versuchsläufen nie richtig funktionierte) zusätzlich jedem eine »regelmäßige« sowie »erfolgreiche Teilnahme« zu attestieren ist.
So etwas gab es im Wissenschaftsbetrieb bislang nur bei klassischen Vorlesungen, in denen mehr oder minder vergreiste Professoren aus ihren frei flottierenden, meist rund 20 Jahre alten Skripten im wahrsten Sinne des Wortes vorlasen. - Wir sehen: Das Bachelor-System treibt Niveau und Erkenntnisse unaufhaltsam voran, bis wir US-amerikanisches Niveau erreicht haben...
Vor zwei Wochen ereiferte sich Der Spiegel noch zum Thema griechischer Staat: »Die Bürger plündern ihn aus...« Mal ganz abgesehen davon, dass die Bürger der Staat SIND: So herum ist es immer noch besser als in Bayern, wo Stoiber und Konsorten, Stichworte Landesbank und Hypo-Group Alpe Adria, die Bürger ausplündern.
11.1.
Aus so etwas muss man auch erst einmal kommen: Gästin der nächsten RBB-Talkshow »Im Palais« ist eine gewisse »Patricia Taterra, selbstständige Weltveränderin«. Ob sie ein Diplom darauf hat? Und: Ist das eine Ich-AG? Jedenfalls gewiss auf Kosten der Allgemeinheit...

Da klagt eine Studentin der privaten Potsdamer Universität für Management und Kommunikation im Radio: »Da haben wir vier Semester studiert, und jetzt geht alles zu Brüche.« - Jawohl, für Kommunikation! Und vier Semester! Kein Wunder, dass dem Laden nun die staatliche Anerkennung entzogen wurde.
9.1.
»Hochrangige« CDU-Funktionäre bemängeln Bundeshosenanzugs Führungsstil. - Welche Führung denn, bitteschön???
In sämtlichen Medien hörst du, dass es im Bundesgebiet prinzipiell gar kein »Winterchaos« wegen Daisy gegeben habe. Nur die Berliner Abendschau findet bei 2-3 cm Neuschnee alles fürchterlich (und auch ansonsten wie immer kein richtiges Thema). Sie hängen vielmehr sogleich noch ein Spezial namens »Schnee, Eis und Sturm« hintendran, damit sich der gewöhnliche Schultheißberliner (der ja seit Tagen schon sein Auto am Straßenrand einschneien lässt und sich über die S-Bahnmängel echauffiert) so richtig gruseln kann.

Apropos Schnee: Jetzt geht ja wieder die Schuldigensuche los, wenn irgendwo sich jemand die Haxen bricht, weil noch weißer Niederschlag auf dem Gehweg liegt. Dann handelt es sich im Rahmen der allg. Verkehrssicherungspflicht nach einhelliger Juristenmeinung um eine mangelhafte »Beräumung«. Ich dachte immer, derartige unsinnige und bedeutungsleere Wortverlängerungen seien lediglich etwas für freie Journalisten, die nach Druckzeilen bezahlt werden und den Text dann aufblähen mit Gebilden wie anmieten, sich sicher/einig sein, ansparen, Privatwohnung, Eingangsbereich usw. usf.
8.1.
So ist er eben, der zentraldeutsche TV-Sender ZDF: In seiner Hauptnachrichtensendung erwähnt er umfänglich, dass morgen in Essen der Startschuss zu den Feierlichkeiten für die »Kulturhauptstadt Europa 2010« (das ist notabene in diesem Fall kultur-hilfsweise und einerseits das gesamte Ruhrgebiet) erfolgt.
Kein Wort hingegen darüber, dass der Titel dieses Jahr geteilt wurde: Zum anderen ist es das ungarische Pécs (für kuk-Nostalgiker und Erika-Steinbach-Fanatiker: Fünfkirchen), zum weiteren die unbedeutende Kleinstadt Istanbul. Aber die sind ja beide im Rentnerfernsehen nicht der Erwähnung wert...
Kreditkarten-Desaster: Die völlig schuldlos in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Banken und ihre überforderten Softwarelieferanten raten nun den »Verbrauchern« (sind es nicht eher die Produzenten und Wertschöpfer?!), im Ausland Reiseschecks zu verwenden. Weil ja die Automaten noch nicht mitspielten. (Tatsächlich aber verdienen die Geldhändler bei dieser Methode erheblich mehr!)
Und unsere TV-Nachrichten entblöden sich nicht, das auch noch als - im wahrsten Sinne des Wortes - bare Münze zu verkaufen. Recherche oder nur gesunder Menschenverstand sind dort wohl Fremdworte?!
Nach Übergriffen von Rechtsradikalen gegen zugewanderte Afrikaner in Süditalien, die sich selbstverständlich wehrten, greift Berlusconis Polizei ein: allerdings gegen die Haut- und nicht die Gesinnungsbraunen. Und der Innenminister-Darsteller tönt, dies sei ein Anlass, die Einwanderungsgesetze zu überprüfen. Nicht etwa die gegen (Neo-)Faschisten!
7.1.
STELLENANZEIGE
Die Dessauer Polizei sucht dringend einen Allround-Schauspieler, auch gern aus den eigenen Reihen, der gerichtsfest darstellen kann, dass ein volltrunkener Afrikaner, der mit Armen und Beinen an die Pritsche in einer Ausnüchterungszelle gefesselt ist, trotzdem mit einem Feuerzeug aus der Hosentasche seine Matratze anzünden und somit deutsche Beamte in Schwulitäten bringen kann! Der folgende qualvolle Tod des Delinquenten muss nicht mitgespielt werden.
6.1.
Die Wirtschaftsbosse sind schon eigene Kerlchen: Wenn EADS sich vertraglich total vergeigt, nicht rechtzeitig liefern kann und zusätzliche 5 Milliarden will/braucht, gehen sie in die Schmollecke, weil die Staaten bei dem Missmanagement nicht mitziehen. Wenn aber der Staat nun feststellt, dass er wesentlich weniger Impfstoff gegen die »Schweinegrippe« benötigt als geplant (siehe auch »Fachleute« im Eintrag gestern), werden die Mienen der Pharmabosse eisig und es erfolgt ein Hinweis auf »geltende Verträge«.
Und welch' gebenedeiten Verträge die überbezahlten Karrierejuristen in den Ministerien wieder mal zustande gebracht haben...

Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden: Palästina ist kein Kreditinstitut! Nichtsdestotrotz kommt Der Tagesspiegel mal wieder mit der Schlagzeile »Feuertaufe in der Westbank«. Gemeint ist das westliche Ufer (englisch bank) des Flusses Jordan, also eine ziemlich offene Landschaft.
5.1.
Auch wieder grandios: Die Medien berichten, dass sich alle Fachleute hinsichtlich der Entwicklung des Arbeitsmarktes im Lichte der »Krise« geirrt hätten. Na, schöne »Fachleute«, das. Kein Wunder, dass das passiert, was passiert, wenn solche Intelligenzzwerge das Sagen haben...
Millionen von Bankkunden können mit ihren EC- und Kreditkarten kein Geld bekommen, weil ein Programmierfehler die Chips lahmlegt. Ja, wer hat denn auch ahnen können, dass nach 2009 das Jahr 2010 kommt!
4.1.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund lamentiert über immensen Geldmangel und anstehende Kürzungen seiner Leistungen sowie Erhöhung zahlloser Gebühren. Wie wäre es denn, zunächst einmal die vollgesogenen und überbezahlten Vorstände der kommunalen Betriebe (etwa Wasser, Strom, Verkehr), die z.T. eine halbe Million pro Mann im Jahr ziehen, ordentlich auszudünnen?!
3.1.
Guido Westerwelle fordert eine »geistig-politische Wende«. Mir würde eine intellektuelle vollkommen reichen anstelle alter Kohl-Soße...
Das Al-Qaida-Domino klappt präzise: Nach dem Irak und Afghanistan is nun der Jemen »im Visier« der USA. Und welcher Staat ist als nächster dran? Somalia ist auch nicht weit.
2.1.
Jetzt greifen die Irren schon wieder einen der dänischen »Mohammed-Karikaturisten« an! Tolle friedliche, unrassistische und tolerante Religionsvertreter, diese Eiferer. Apropos: Hier nochmal zur Erinnerung die Karikaturen aus der Jylland Post (wie es grammatisch richtig heißen muss).
Die CSU will sich in der Union dick machen und fordert, für sich, einen weiteren »Vizekanzler«; am liebsten den fränkischen Kleinadligen. Dabei gibt es die Figur eines Vizekanzlers weder staats- noch verfassungsrechtlich.
Im Sport zeigen sie wieder die»Vier-Schranzen-Tournee«.
So frech sind die Konzern-Bosse: Erst kriegen sie bei Airbus ihren »A400M« nicht richtig gebacken, überziehen den Jungfernflug um vier Jahre und schränken die vereinbarten Leistungen erheblich ein - oder streichen sie gleich ganz -, erhöhen dafür aber die Plankosten von sowieso schon 20 Milliarden gleich um 40 Prozent. Und nun »droht« die Firma mit dem Ende des Vorhabens, sollte es nicht zu »starken finanziellen Anstrengungen der Regierungen« kommen. Schleßlich sei der Konzern ja »bereit, auch unsere Verantwortung zu übernehmen und die Lasten zu teilen«. Die durch Unfähigkeit selbst geschaffenen Lasten!
In der polyglotten Berliner Abendschau wird zur Sylvesterfeier am Brandenburger Tor vermeldet: »Gut 20 Benz spielten auf.« Es waren aber keine Automobile gemeint, sondern das englische Wort für Musikgruppen, bands. Schließlich stand die Feierlichkeit auch unter dem urdeutschen Motto »Welcome 2010« - wobei die Zahl natürlich wiederum deutsch gesprochen wurde...
1.1.
Allen Besuchern des Blogs wünsche ich ein gutes Neues Jahr!