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Na! SIE haben's hier prima!
Und Ihren Freunden und Bekannten wollen Sie diesen Blog wirklich nicht verraten?!
Mit einer E-Mail zum Beispiel?
Oder einem Link auf Ihrer Website hierher?
Und selbst wenn Sie sich hier ärgern: Gönnen Sie nicht genau das vielen anderen?

30.6.
Den wohl dämlichsten Sprachmüll des heutigen Tages hat ein Meister in dieser Disziplin abgesondert: FDP-Niebel. Auf den Hinweis, Die Linke habe ihre Kandidatin zurückgezogen und ihren Wahlmännern und -frauen ihre Abstimmung freigestellt, meinte er hämen zu müssen: Da sehe man doch das Demokratieverständnis dieser Partei, den Leuten in einer freien und unabhängigen Wahl Entscheidungsfreiheit zu geben. Und der ländliche FDP-Dumpfschwätzer Koppelin assistierte: »Das Management in der Koalition hat nicht gestimmt.« Womit er die ständigen Zählappelle und Stimmabgabe-Drangsalierungen bei Union und FDP meinte.

So. Die Linke hat sich mit der Enthaltung ihrer Mehrheit als völlig politikunfähig gezeigt und wohl aus der - zumindest Bundes- - politik verabschiedet. Denn wer sollte eine solche Truppe noch wählen?

29.6.
Na prima. Da verhaftet die USA-Bundespolizei FBI mit öffentlicher Grandezza zehn »russische Spione«. Ausgerechnet an dem Tag, an dem die EU dem Spionage-Ansinnen Washingtons auf Übermittlung sämtlicher Europäischer Bank-bewegungsdaten treubrav nachkommt. Die »Volksvertreter« in Brüssel/Straßburg wollen dieser Industrieausforschung ebenfalls ihr Plazet geben.
Angeblich dient die Datengabe der Terrorismus-bekämpfung. Und da es in den USA ja keine Terrorismusverdächtigen gibt (Terroristen - zumindest einfache und ohne Ämter - sowieso nicht), bleibt der Transfer eine Einbahnstraße.)

28.6.
Mal wieder, wie jeden 2. Montag, mit dem Spätbus gefahren, weil Redaktionssitzung ist. Auf dieser Fahrt waren diesmal wenig iPods-Hörer unterwegs. Aber dafür umso mehr jugendliche und heranwachsende Handy-Telefonierer. Diese grauenhaften, redundaten, unnützen und nichtssagenden Gespräche! Auf die kein Mensch vor der Erfindung der Mobiltelefone gekommen wäre.
Welche volkswirtschaftlichen Schäden hierbei entstehen: Die Geräte werden, nach dem Rückzug von Nokia & Co aus Bochum etc., in Rumänien oder China gefertigt. Die horrenden Gebühren der »Provider« gehen nur zu einem Teil in die technische Infrastruktur, die wiederum zu einem Großteil aus dem Niedriglohn-Ausland stammt. Der Rest des Geldes ohnehin in unproduktive Kanäle. - Man ist fast geneigt, den jungen Leuten wieder das Saufen anzuraten: Dann bliebe ihr milliardenschweres Taschengeld wenigstens bei heimischen Brauern und Schnapsbrennern hängen...

27.6.
War 5 Tage weg. Nun nur ein paar Bemerkungen:

Der Bundesgerichtshof hat das Recht auf Sterbehilfe enorm gestärkt. Klar, das die Ärztelobby Marburger Bund jetzt entgehenden Gewinnen nachtrauert. Und ebenso die Deutsche Hospiz-Stiftung, in deren Einrichtungen die Verweildauer nun erheblich abnehmen dürfte.

Die Bundesagentur für Arbeit will im Zuge des durch die ektronische Kommunikation erheblich zurückgehenden Profits der Deutschen Post deren Mitarbeitern als Beschäftigumgsprogramm (eben: Arbeitsagentur) und dem Laden zum Einnahmenerhalt demnächst erlauben, behördliche Briefpost von Arbeitslosen und Kindergeldempfängern zu öffnen und die darin enthaltenen Daten und Infos einzuscannen. Und der »Bundesbeauftragte für den Datenschutz« sieht dabei nicht einmal ein Problem! Wohl, weil es in unserem Lande so gut wie keine Schnüffel- und Datenskandale gibt?

Dagmar Reim, die Intendantin des ebenso fabelhaften wie redundanten und provinziellen Senders RBB hat im Rahmen der erheblich wegbrechenden Gebühreneinnahmen der Anstalt erkannt: Wenn gespart werden muss, dann zunächst außerhalb des Programms. - Aber danach doch wohl vor allem dort, damit genügend Kohle für die Selbstverwaltung bleibt?

Die württembergische Pfarrerin Gisela Matthiae ermuntert ihre Krankenhausseelsorger und Pfarrer zu clownesken Einlagen unter z.B. Verwendung von roten Pappnasen im Dienst. Dazu wurde eigens eine Langzeitfortbildung eingerichtet. Und ich dachte immer, deren Aktivitäten seien schon immer eine Humoreske gewesen.


Nun erzählen sie in den Medien wieder, der Tagungsort das G20-Gipfels sei »hermetisch abgeriegelt« worden. Das haben die sprachschwachen Presseschwafler zwar gar nicht so gemeint (hermetisch=luftdicht). Aber es trifft die Situation. Denn die dort versammelten Politspitzen wissen erkennbar gar nicht mehr, was in der realen Welt so läuft...

22.6.
Es wird gemeldet, dass das EU-Parlament die Macht der Finanzlobby fürchte. Die dortigen Abgeordneten sprechen von einer »Gefahr für die Demokratie«. Womit sie schlussendlich ja wohl nur sich selber meinen können. Denn wie sollte eine Lobby zu fürchten sein?
Na gut, zum Beispiel die der Lebensmittel-Industrie, die die Verhinderung der »Ampel« mit fadenscheinigsten Gründen verhindert hat - indem eben diese Feierabend-, abgeschobenen und diätenverwöhnten Abgeordneten nicht die Interessen ihrer Schein-Wähler vertraten.
Aber wir wissen ja aus den nationalen Parlamenten und von deren Regierungen, dass sie alle nach der Pfeife der Wirtschaft tanzen.

Und dann die »Kontrolleure« der Politik, die Damen und Herren in den Medien. Da schreiben sie doch im Berliner Intelligenzboten Der Tagesspiegel im Brustton und völlig ernsthaft mehrfach: »Auf einmal gab es neue Materialien: Stahl und Beton«. Das bezieht sich auf den Bau der Berliner U-Bahn Ende des 19. Jahrhunderts. Nun gab es zwar Stahl schon mindestens 500 Jahre zuvor; wenn auch nicht als Baustoff. Aber Beton scheint erst um 1880 in Berlin angekommen zu ein: Mit dem aber bauten anderwärts bereits die Alten Römer...

21.6.
CDU-Grauen Wulff profiliert sich als zukünftiger »Präsident aller Bürger«: Er verteidigt vorbehaltlos die »Spar«-Orgie mit den Einschnitten ins Soziale und die weitere Drangsalierung der Hartz-IV-Empfänger.

20.6.
Anschlag auf die Verfassung durch - ausgerechnet - die Justizminister der Länder: Sie wollen Tätern aus anderen Rechtsbereichen, etwa wegen Diebstahl oder Körperverletzung, zur Strafe den Führerschein entziehen. - Als ob Karlsruhe nicht schon genügend andere schludrige Gesetze und Verordnungen der Politiker korrigieren muss.

Oberkathole Mixa will trotz allem weiter Priester bleiben. Ist klar. Wie soll er sonst seinen Neigungen nachkommen können?

Die Atomkonzerne drohen Schwarz-gelb, heißt es in den Medien. Tja, wenn man Klientelpolitik betreibt...


Wieder melden unsere Medien: »Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan verletzt«. Mensch, Leute, hört mit den sprachlichen Lachgasnummern auf! Im Krieg werden Menschen verwundet!

19.6.
Hat das Land mal wieder Glück! Rüttgers gibt als NRW-Ministerpräsident auf und will aus Trotz auch nicht Fraktionsvorsitzender werden, sondern zunächst als regionaler Parteichef nur noch seine eigenen Leute pesten.

Die israelische Regierung unternimmt aber auch alles, um sich Freunde zu machen und beliebt zu bleiben/werden. Nun hat sie kurzfristig und wider allen diplomatischen Comment den deutschen Minister für Entwicklungshilfe an einem Besuch des Gaza-Streifens gehindert. Herr Niebel: Deren Motto ist »Auge um Auge, Zahn um Zahn«. Da kann man doch mal an die jährlich Hunderte von Millionen »Entwicklungshilfe« denken, die wir den Zionisten in den Rachen werfen?

18.6.
Heute war es ab 13:30 Uhr auf der Straße wie an Heiligabend: kein Schnee, keine Seele zu sehen, keine Bewegung...

Bei diesem Spiel hatte man den klaren Eindruck, dass der einschlägig berüchtigte und verurteilte Berliner Serbe Ante Sapina bei der Schieds-richterbestechung mal wieder die Nase vorne hatte. Zur Erinnerung: Sapina war derjenige, der im Rahmen des »Wettskandals« der Fußball-Bundesliga 2004-2005 für eine zumindest vorübergehende ansehnliche Erweiterung der Einnahmen des Schiedsrichters Robert Hoyzer sorgte...

Grandios! Der Bundestag beschließt höhere BAFöG-Sätze. Nur: Bezahlen müssen dies die Länder!

16.6.
Ich höre jetzt ständig von einer FIFA-WM. Gibt es da beim Fußball, wie beim Boxen, nun mehrere Weltmeisterschaften? Geld genug wird mit dem Unsinn ja wohl verdient...

Kinderfreund Mixa meldet sich wieder zu Wort. Allerdings, wie ein bayrischer Bischofssprecher launisch anmerkt, aus einer psychiatrischen Klinik...

Wir hören aus dem Funkmedien: »Schi-Em« ist muksch und will nun gar keine Regierungs-bürgschaft mehr für Opel. Dann werden wir diese Autofirma wohl, wie schon etliche GM-Marken, in wenigen Jahren ad acta legen können.

15.6.
Da wird das Bundeshörstel am Tage seiner Verabschiedung ja fast rehabilitiert: Jetzt kommen die Medien damit heraus, was alle aufmerksamen Beobachter und Fachleute schon lange wussten und viele von uns ahnten: Geologen aus den USA berichten Über gewaltige Rohstoffvorkommen in Afghanistan, die bis zu einer Billion Dollar wert sein könnten...
Mit diesem Bericht soll wohl die schwindende Laune vieler Länder, sich am dortigen Krieg zu beteiligen, wieder aufgemöbelt werden. Was aber auch nach hinten losgehen kann: Weil nun der Einsatz der USA und anderer Kriegstreiber vor den wahren Hintergrund gerückt wird. Vonwegen Demokratie nach Afghanistan bringen!

Was haben sie nur für ein grauenvolles Personal beim Sport des ZDF: Da gibt es einmal diese Frau, die aussieht wie ein Mann der aussieht wie eine Frau, mit ihren Sentenzen von inneren Reichsparteitagen. Und dann diesen unausstehlichen Flachsprecher Béla Réthy, der einen zum Tonwegdrehen zwingt, aber mit seinen reaktionär-rassistischen Sprüchen dennoch durchdringt. Etwa: »Und hier die rekrutierten Fans für Nordkorea - völlig ohne Mimik.« (Ich sage immer schon, der ist Ungarns Rache für das Hórthy-Regime.)

Die FDP-Ost übt das parteitypische Umfallen: Nachdem zahlreiche Regionalgliederungen und einige Landesverbände sich vorstellen konnten, bei der Wahl zum BundespräSidenten dem Kandidaten Gauck ihre Stimmen zu geben, ist nun plötzlich die niedersächsische Flachpfeife der »ideale Kandidat«.

14.12.
Wieder Nachtbus gefahren und diese Einschätzung gewonnen: Fast alle Produkte könnten um gut 30 Prozent billiger sein, wenn auf die unsinnige Werbung (20 Prozent) und die damit zusammenhängenden Energiekosten (gut 10 Prozent) verzichtet würde - zumindest nach 20 Uhr...


Ein Geschäft im weltmännischen Berlin-Wilmersdorf heißt »copy, tinte and more«. Vermutlich versteht ein Engländer hier railway station, während der polyglotte ansässige Oberstudienrat auf »copy shop, printer cartridges, and more« tippt.

12.6.
Wo würden Sie diesen Mann vermuten:

Als Chef einer
(a) Currywurst- oder
(b) einer Mucki-Bude?
Weitere Ideen habe ich nicht...

Diskussion über Abschaffung oder Aussetzung der »Wehrpflicht«. Der bayerische Kleinadlige von und zu beweist seine Kompetenz in logischem Denken: Wenn seine Trachtentruppe, im Volke auch Bundeswehr geheißen, in wenigen Jahren auf rund 150.000 Mitglieder zusammengeschrumpft sei, hätte sie keine Kapazitäten mehr zur Rekruten-ausbildung. Mit anderen Worten: Dann ist der Spuk in spätestens 30 Jahren total vorbei!

NRW: Kraft kraftlos. Und der »geschäftsführende« (wie Wörter manchmal treffen können!) Rüttgers kann weiter gutbezahlte Gespräche führen...


Im Schrottfunk Info-Radio Berlins muss man zur Fußballorgie derartiges hören: »Das Team hat morgen ihr erstes Spiel.« So ist das mit die Team...

11.6.
Jahrestag der »Wahlen« im Iran. Bundesinnen- minister de Maizière gibt sich stolz wie ein Schneekönig, weil nicht 20, sondern unermessliche 50 iranische Regimegegner aufgenommen werden können. Natürlich nach zähen Verhandlungen mit den Innenministern der Länder!
Die Aufzunehmenden gehören zu jenen Tausenden, denen der Bundeshosenanzug seinerzeit Hilfe und Solidarität zusagte: Der wievielte Bruch eines Versprechens ist das eigentlich in ihrer unerträglichen Amtszeit?

10.6.
So deutlich hat es noch niemand gesagt wie jetzt Jürgen Rüttgers im Zusammenhang mit Staatsgarantien der Länder für den USA-Konzern General Motors für Opel: »Wir vier Minister-präsidenten haben beschlossen, dass wir dem Unternehmen zur Verfügung stehen.« Jawoll, Euer Gnaden!!!!!

Die bundesweit bekannt gewordene Kassiererin »Emmely« hat vor dem Bundesarbeitsgericht obsiegt und muss wieder eingestellt werden. Da ihr ja vorgeworfen wurde, Kassenbons über 1,30 Euro veruntreut zu haben, hatte sie damit den Kleinbetrieb Kaiser's-Tengelmann in die Existenzkrise gestürzt. - Nebenbei: Politiker und Bankster, die ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben, werden selbstverständlich nicht entlassen, sondern mit Wiederwahl bzw. exorbitanten Boni belohnt.

Die Ärzte standen jahrzehntelang auf Platz 1 der Hitliste beliebtester bzw. anerkanntester Berufe. Warum? Weil niemand ihre kriminelle Energie kannte. Nun endlich ist einmal eine Mediziner-clique aufgefallen: Im DRK-Krankenhaus in Berlin-Mitte haben sie jahrelang bandenmäßig (mindestens 24 Beschuldigte) Abrechnungsbetrug begangen und in 128 Fällen (»die Spitze des Eisberges«, so die Polizei) einen Millionenschaden herbeigeführt.
Das zusätzlich Betrübliche ist der Umstand, dass nicht die Kassen diese Ausplünderung bemerkt haben, sondern ein Tatbeteiligter aus freien Stücken gestanden hat. Das nennt man dann wohlwollende Kontrolle im medizinisch-industriellen Komplex, die die Kassenpatienten mit Praxisgebühren und Zuzahlungen auszubaden haben.
Apropos Hitliste: Die Krankenkassen schätzen (wissen können sie es natürlich nicht...), dass rund 40 Prozent der ärztlichen Abrechnungen falsch sind. Allerdings nicht zuungunsten der Mediziner. Die Weißkittel sprechen übrigens nicht von Rechnung, sondern von Liquidation. Was manche derart wörtlich nehmen, dass es sogar ihre (dann ehemaligen) Patienten trifft...


Schon wieder Erkenntnisse aus der Berliner Spitzenredaktion des Tagesspiegels: »Afrikas Wirtschaft wächst so dynamisch wie kaum eine andere Region.« Wir lernen daraus: Afrikas Wirtschaft ist eine Region.

9.6.
Riesenaufmacher der Wirtschaftsseiten im Tagesspiegel: »Neue Steuer schockt Energierkonzerne« - Dass die unsozialen »Sparmaßnahmen« der Schwarz-gelben den Rest der Bevölkerung ebenfalls schocken - offenbar geschenkt.

Die Luftfahrtkonzerne sind sauer wegen der geplanten Flugabgabe. Das ist aber nicht ganz verständlich. Dabei werden die 10 bis 15 Euro doch stante pede an die Passagiere weitergeleitet. Neben allerlei sonstigen Zuschlägen. Mein Vorschlag: Sofort von allen Deutschen, den Urlaubs- und Flugweltmeistern, ohne Ansehen der Person den Betrag vom Juligehalt abziehen! Das wäre doch mal gerecht und schont die notleidenden Vorstansvorsitzenden.

Noch ein Notleidender: »Matthies ringt um Worte«, heißt eine neue On-line-Kolumne des Tagesspiegels. Befreit den armen Redakteur doch davon! Es bringt sowieso nichts.

Die neue Ami-Nebenabzocke klappt nicht: General Motors, die wieder zuhause Milliardengewinne ziehen, bekommen keine Kreditbürgschaft für Opel vom Bund. In ungeahnter Kabarettform meint Bundeswirtschaftsminister Brüderle: Die Länder, in denen Konzernfilialen stehen, sind dadurch natürlich nicht gebremst.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg will dem »christlichen« Sender Radio Paradiso die Lizenz entziehen. Großes Bohei aus interessierter Ecke. Diese Geheimaufnahme zeigt, warum:

Paradiesische Zustände für den Geschäftsführer und den Chefredakteur inmitten unterbezahlter, wahrscheinlich dummer Mädels, die IMM (irgendwas mit Medien) machen wollten und wie bei solchen Unternehmungen üblich wohl total ausgebeutet werden.


Am Institut für Publizistik der FU Berlin, das ja gottseidank nichts mit Sprache zu tun hat, gilt die Maxime »Rettet dem Dativ des Journalismus!«
Nur für Feingeister und Deutschsprechende: des Journalismusses, oder moderner: des Journalismus'. Denn hier herrscht der Genetiv oder, je nach Schulform, der 2. Fall oder der Wes-Fall ...

8.6.
Klein Fritzchen weiß ja: Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich. Das ist der Grund, dass viele trotz unüberhörbaren Gegrummels wohl den unseriösen Luftikus aus Hannover zum nächsten Bundespräsidenten küren. Damit sie beim nächsten Mal so überhaupt keinen »Respekt vor dem Amt« bei diesem Amtsinhaber mehr zu simulieren brauchen. - Das ist die anstehende Politikergeneration: Keine Ahnung vom richtigen Leben, ab 17 Kreisvorsitzender der Jungen Union, danach Hinterbänkler im Landesparlament usw. usf. Das kann man übrigens am genauesten und grausamsten am Abschreckungsbeispiel Missfelder erleben. (Übrigens einstmals Erster Stiefellecker des Bundeshosenanzugs, nun Chorkritiker...) Und in den Niederlanden wird so eine Kreatur namens Balkenende, ein Ministerpräsidentenversuch der dortigen Christdemokraten, gerade weggewählt.

Jetzt spinnen Sie in der Führung der Linkspartei wohl total: Erst wollen sich die fünf Vorsitzenden mit rund 260.000 Euro pro Jahr einen ordentlichen Schluck aus der Mitgliederbeitragspulle gönnen. Obschon die Mehrzahl von ihnen im Bundestags-Fraktionsvorstand hockt und eh schon doppelte Diäten und Freibeträge zieht. Und nun zerren sie auch noch die offenbar altersdemente Luk Jochimsen als dritte Präsidialwahlskandidatin hervor, damit das Merkel/Schwesterwelle-Geschöpf Wulff nur ja gewählt wird...

7.6.
Es ist unglaublich! Im »Sparpaket« der Bundesregierung sind sämtliche Wünsche des Arbeitgeberverbandes erfüllt. Und FDP- Schwesterwelle nennt den Skandal auch noch »ausgewogen, fair und gerecht«! Tja, so kann man es sehen: die Hartz-IV-Bezieher müssen bluten, die Vermögenden bleiben unangetastet. Das macht dann mathematisch fifty-fifty...

6.6.
»Nicht alle sozialen Wohltaten der Großem Koalition könnrn wir uns heute noch leisten«, meint FDP-Schnösel Christian Lindner. Klar, nach dem Hotelier-Bonus und anderen Frechheiten, die seine Pratei sich geleistet hat...

5.6.


Gibt es eigentlich eine Sprache, in der ein Substantiv zwei Artikel bekommt? Gibt es. Im Berliner Qualitätsblatt Der Tagesspiegel: »Die ,Le Monde' sucht dringend Investoren.« Das heißt auf deutsch: Die ,Die Welt' sucht...

3.6.
Wenn 20.000 Unternehmer mosern, ist die Politik umgehend eilfertig dabei, deren Wünsche zu erfüllen. Wenn 20 Millionen Arbeitnehmer ihren Unmut äußern, wird der schlicht übergangen. Beispiel: Der von Gesundheitsminister Rösler ins Auge gefasste Anstieg des Arbeitgeberbeitrags zur Krankenversicherung um schlappe 0,3 Prozent ist aber auch sowas wie vom Tisch, weil der BDA-Boss Hundt das gar nicht gut fand. Demgegenüber blieb die Anhebung auf Arbeitnehmerseite geräuschlos beschlossene Sache. Ebenso die geplanten 30 Euro zusätzlich; natürlich neben der Praxisgebühr. (Gottseidank scheint dieser Rollgriff in die Taschen der Menschen und der ganze FDP-Kopfpauschalen-unsinn uns erspart zu bleiben.)
Besagter Hundt hat dann auch noch die Chuzpe zu tönen: »Auch die Arbeitsmarktpolitik kann und muss einen Beitrag leisten!« Etwa durch Kürzung des Arbeitslosengeldes bei älteren Arbeitslosen auf 12 Monate. Oder durch Zusammenstreichen der Stütze bei Arbeitslosen mit Kindern. Schließlich sind ja die Liegekosten für die Yachten von Hundt & Co an der Ligurischen Küste enorm gestiegen...

Hier kann man »argumentieren« lernen: Köhler-Nachfolgekandidatin von der Leyen ist mit 51 Jahren in den Augen ihrer Gegner zu jung. Das gilt nun für den 50-jährigen Wulff allerdings gar nicht. Oder: Es ginge nicht an, dass zwei Frauen an der Spitze des Staates stehen. Da kann dann neben dem Bundeshosenanzug der Gegenkandidat Gauck gleich einpacken - zwei Ossis an der Spitze?!
Jetzt hat die Kanzleresse nach Rüttgers und Koch auch den dritten potentiellen Konkurrenten um die nächste Kanzlerschaft »verloren«.

2.6.
Seh'n Se, det is Balin I
Kein Mensch hat Geld und Berlin über 60 Milliarden Schulden. Aber nun, wo die Bundesregierung in einem Anflug von Realismus den Wiederaufbau des Stadtschlosses in Frage stellt (Kosten derzeit angeblich nur schlappe 550 Millionen) oder zumindest für ein paar Jahre verschieben will, geht ein Aufshrei durch alle Schultheiss-Berliner; allen voran der Regiermeister Wowereit, der offenbar trotz allem noch den Berliner Anteil von rund 50 Millionen irgendwo versteckt hat. Wahrscheinlich in den verrotteten Schulgebäuden.

Seh'n Se, det is Balin II
Weil die Scanner für Passagiere und Gepäck größer ausfallen als bisher bekannt, muss der übertriebene Protzflughafen BBI wahrscheinlich mit seiner Eröffnung noch ein halbes Jahr warten. Offenbar ist kein Platz in dem riesigen Gebäude - oder man muss auf einen Briefkasten verzichten.

Das Land muss Ausgaben kürzen und einsparen (was mit sparen ja nun schon mal gar nichts zu tun hat). Jeder weiß dass man dies am besten dort macht, wovon es genug oder gar zu viel gibt. Undunsere Spitzenpolitiker wissen genau: in unserem Lande sind das Kinder und ist es die Bildung...

1.6.
Ich fahre in letzter Zeit öfter Spät- und Nachtbus. Da ist mir aufgefallen, dass fast alle jungen Araber, Palästinenser und Iraner iPod-Stöpsel in den Ohren haben. Wenn sie normale MP3-Spieler (sofern sie den Unsinn unbedingt zu brauchen meinen - ich jedenfalls habe weder den einen noch den anderen) kauften, könnten sie mindestens 300 Euro sparen und nach Hause schicken. So lange dies nicht der Fall ist, können sie von mir keinen einzigen Cent an Spenden für ihr Volk erwarten.