
31.5.
Das völlig überforderte Bundeshörstel ist endlich konsequent geworden und zurückgetreten. Es heißt, er sei »politikmüde«. War es aber nicht eher so, dass er eine ziemlich müde Politik betrieben hat, die die Bürger politikmüde machte? Warum gerade jetzt? Vermutlich, weil heute genau sechs Amtsjahre verstrichen sind und erst dann der Anspruch auf die dicke Amtspension erwirkt ist. Köhler hätte ja auch bis zum 30.6. warten können, dem traditionellen Ende präsidialer Amtszeit. So sieht es aus wie ein Abhauen aus der Verantwortung; was man ja von Seiten der politischen Gegner gerne z.B. Oskar Lafontaine und Gregor Gysi vorgeworfen hatte! - Leiden werden die Kabarettisten und hier vor allem Matthias Richling, der schon immer den besseren Köhler gab.
Zionismus der Sonderklasse
Toll, wie so eine hochgerüstete Kriegsmarine eine Gruppe von unbewaffneten zivilen Frachtschiffen angreift und dabei mindestens 19 Tote und über 25 Verletzte produziert! Und das Verbrecher-kabinett dies auch noch rechtfertigt, ja offenbar gut findet. Wo ist nun eigentlich noch der Unterschied zu faschistischen Regimes?!
Im neuen Spiegel fragen sie: »An Schulen und Hochschulen darf man angeblich nicht sparen. Warum eigentlich nicht?« In erster Linie wohl um zu vermeiden, dass allzu viele Leute auf dem Niveau der Autoren Jan Friedmann und Markus Verbeet hängen bleiben...
30.5.
Neues von der europäischen »Kultur«. Heute aus Oslo: Dünnes Piepsstimmchen gewinnt mit mäßiger Tonfolge gegen herumhopsende Schwachmaten.
29.5.
Zionismus I
189 Staaten haben den Atomwaffensperrvertrag NPT unterzeichnet. Nicht dabei sind Indien, Pakistan, Nordkorea und natürlich Israel. Nun hat eine Konferenz der NTP-Mitglieder nach langen Verhandlungen eine Abschlusserklärung verabschiedet, die einen atomwaffenfreien Nahen Osten verlangt. Die Zionisten, die den Besitz solcher Waffen nicht zugeben, stellen sich bockig und wollen sie »erst abschaffen, wenn Frieden ist«. - Das kann ja heiter werden, denn Frieden ist erst ohne dieses Teufelszeug möglich...
Zionismus II
Zahlreiche Schiffe mit Aktivisten und vor allem Hilfsgütern an Bord wollen die israelische Blockade gegen den Gaza-Streifen durchbrechen. Die zionistische Regierung in Tel Aviv jedoch will die Hilfsaktion mit allen Mitteln verhindern und fährt ihre Kriegsmarine auf. Die eingeschlossene und abgeriegelte Bevölkerung Gazas (als »Strafe«, dass sie mehrheitlich die Hamas gewählt hat), kann in diesem Jahr nur noch mit weniger als der Häfte der Hilfsgüter rechnen, die 2009 noch »gnädig« durchgelassen wurden. - Kapitel 2 aus dem Handbuch »Wie man sich weltweit wenigstens ein paar Freunde schafft«.
Welch' Scharlatane diese sogenannten Rating-Agenturen sind, zeigt dieses Ereignis: Fitch hat Spaniens Kreditwürdigkeit um eine Note »heruntergestuft«. Grund: die drastischen Sparvorhaben in dem Land. Es ist wahrlich nicht zu fassen! Genau dies wird Griechenland & Co doch allenthalben empfohlen, um die Finanzen zu sanieren. - Da wollen wir die Vertrauenswürdigkeit des Ladens doch gleich einmal um mindestens zwei Noten senken...

Tagesspiegel-Redaktionsdirektor (was ist das???) Appenzeller spricht in seinem heutigen Meinungsriemen von »Leitkommentar«. So ein Käse. Er kann sich zwischen den Grenres Kommentar und Leitartikel nicht entscheiden.
28.5.
Im Rahmen des Oder-Hochwassers behelligen uns die Medien pausenlos mit Meldungen wie »der Pegel steht in Frankfurt/Oder nun bei 6,70 Meter«. Schön, oder auch nicht, denn was das heißt, erfahren wir leider nicht. Steht das Wasser nun bereits 6,70m über normal oder wie oder was?
Nun ist es heraus. So stellt sich die CDU/FDP-Bauernkoalition in Schleswig-Holstein einen Sparkurs vor: Privatisierung des Universi-tätsklinikums in Kiel und Lübeck (dort auch gleich die Einstellung des renommierten Studiengangs Medizin), Streichung des gebührenfreien dritten Kita-Jahres, Wegfall aller Zuschüsse für die Schülerbeförderung (nachdem Hunderte von Schulen auf dem Lande geschlossen wurden), Kürzung der Mittel für die Volkshochschulen um 30 Prozent, Halbierung des Blindengeldes, drastische Kürzungen für die Kultur. Also fast nur im Sozialen sowie bei Bildung, Wissenschaft und Kultur (die seit der Regentschaft der CDU im Lande ohnehin darben). Aber z.B. die Bosse der HSH-Pleite-Nordbank bleiben in ihrer Raffgier unbehelligt, die Kieler Abgeordneten ziehen weiterhin die bundesweit dicksten Diäten
27.5.
Da hat das Bundeshörstel verbal aber voll in die Kloschüssel gegriffen: Deutet er doch in seiner bekannt schnurrigen Art an, dass das »Engagement« der Bundeswehr in Afghanistan der Sicherung deutscher Wirtschatsinteressen gilt! Und wir dachten immer, die Freiheit der BRD werde am Hindukusch verteidigt, nicht die Handelsfreiheit und Rohstoffinteressen, wie es Klein-Fritzchen schon immer argwöhnte.
Das ist nicht zu fassen! Für »die 72 teuersten Stunden in der Geschichte des Landes« (die Opposition in Kanadas Parlament) gibt Toronto mehr als 850 Millionen Euro aus: soviel kosten die zwei anstehenden Gipfeltreffen von G8 und G20 Ende Juni: Davon entfallen über 220 Mio auf »Sicherheitsvorkehrungen« und »nur« 125 Millionen auf die Unterbringung und Verpflegung der Sesselpupser. Für 3 (in Worten: DREI) Tage...
Was uns unsere israelfreundlichen Medien bislang vorenthielten: Der des Antisemitischen wohl ziemlich unverdächtige USA-General Petraeus wies kürzlich darauf hin, dass der israelisch-palästinensische Konflikt den islamistischen Terror verstärke und (für die Amis noch wichtiger) für den Tod von US-amerikanischen Soldaten in Afghanistan verantwortlich sei.
26.5.
In der weltgrößten Elektronikfabrik, der chinesischen Foxconn, die vor allem für US-amerikanische Computerfirmen produziert, gab es eine aufmerksamkeitserregende Serie von Selbstmorden. Dem will die Firmenleitung nun abhelfen, indem sie die Beschäftigten zu einer schriftlichen Erklärung zwingt, sich nicht umbringen zu wollen. - Bei Zuwiderhandlung folgt wohl automatisch die Todesstrafe?
Die USA haben eine Batterie von »Patriot«-Abwehrraketen in Nordostpolen stationiert. Die sind gen Osten gerichtet. Wieso denn, da wohnen doch die guten neuen Freunde, die Russen? Ach so, die Angriffsgeschosse der Schurkenstaaten und Terroristen machen von Südwest aus kommend erstmal einen Bogen um die Ukraine und Weißrussland, ehe sie über Polen nach Deutschland oder England fliegen...
25.5.
Man ist doch in diesen schweren Zeiten für jede positive Nachricht dankbar: Jetzt für die, dass der »brutalstmögliche Aufklärer« im CDU-Partei-spendenskandal, Hackfresse Roland Koch, seinen mehr als überfälligen Rücktritt aus der Politik versprochen hat. Wehe dem Wirtschaftsunternehmen, das ihm Unterschlupf gewährt.
Die schlechte Nachricht: Der designierte Nachfolger, der rechte Hardliner und skandalgeschüttelte Innenminister Bouffier, hat schon angedroht, im selben Stil weiterzumachen.
Das superreiche Bundesland Thüringen, dass z.B. seinem abgeschafften Ober-Skifahrer und Ministerpräsidenten Althaus bereits jetzt mit Mitte 50 eine Pension von rund 8.000 im Monat zahlt (die selbstverständlich nicht auf dessen neue Einkünfte als Industriegröße angerechnet wird), ist auch bereit, zum Erhalt des Opel-Werkes in Eisenach der Muttergesellschaft GM, die wieder so ziemlich in Geld schwimmt, Hunderte von Millionen Zuschuss - rund 100.000 pro heiligem Arbeitsplatz - zu gewähren. Schön, wenn man's hat...
24.5.
Das ZDF konstatiert für Polen »das schwerste Hochwasser seit Jahren«. Wobei keine Gewichtsangabe erfolgt! Und wenn's in Deutschland ankommt, ist es gewiss wieder konkurrenzlos ein »Jahrhundert-Hochwasser«...
23.5.
Auf der Zusammenrottung der sudetendeutschen Berufsvertriebenen hat CSU- und Bayernpolitchef Seehofer angedeutet, dass er drauf und dran sei, Tschechien diplomatisch anzuerkennen.
20 Uhr und mal wieder völlig erschüttert. Es gibt ja den Branchenschnack, dass die österreichische Tagesschau im Fernsehen die schlechteste Nachrichtensendung der Welt sei. Diese Wertung muss aber von Leuten stammen, die die Berliner Abendschau nicht kennen...
22.5.
Beste FDP! Es ist ja bekannt, dass euer Spitzenpersonal nicht rechnen kann - denken wir nur an die pfälzische Weinkönigin Brüderle oder die EU-Präsidialbeischnarcherin Koch-Mehrin. Aber »Kleinsparer« vor der in Diskussion befindlichen »Börsentransaktionssteuer« schützen zu wollen, ist doch wohl eher demagogisch: Da fallen bei einem Steuersatz von 0,05 Prozent im Jahre ja durchschnittlich fast 20 Cent an! - Kein Wunder, dass in Deutschland die Massen verarmen.
21.5.
Der »wahre Arbeiterführer«, ehemalige (inhaltlich, amtstechnisch und gottseidank auch intellektuell Ex-) »Zukunftsminister« der BRD sowie vorübergehende NRW-Ministerpräsidenten-darsteller Rüttgers »findet es gut, dass da Vertrauen wächst«. Wo? Zwischen CDU und Spezialdemokraten. Aber bestimmt nicht bei den Wählern!
Und bei Jauchs Wer wird Millionär schon wieder eine Lehramtsstudentin, die zu erwartend und symptomatischerweise keine Ahnung von nix hatte - mein Gott, was soll bloss aus meiner Rente werden?!
20.5.
Köstlich: Der schwäbische Landrat Kauder, überfordert als CDU/CSU-Bundestagsfraktions-vorsitzender seit seinem ersten Amtstag, wird bei Maybrit Illner von einem Hedgefonds-Manager derart brillant und eiskalt vorgeführt, dass er sich nur noch in die gewohnte dummbärtige Polit-Phraseologie und Schwafelei »retten« kann.
So weit können sich unsere Spitzenpolitiker, die sich zuvor natürlich, selbstverständlich und vor allem selbstmurmelnd »mit den führenden Sachverständigen« unterhalten haben (hier schüttelt einer unserer ökonomischen Spitzenwissenschaftler, Prof. Starbatty, verzweifelt den Kopf) verteidigen. Da kommt kein Name, da kommt keine Zahl, da kommt keine konkrete Angabe, da kommt kein tragendes Argument, da kommt verzweifelter persönlicher Angriff!
Aber »wir Politiker sind dafür gewählt, dass wir den Bürgern die Wahrheit sagen und die Dinge erklären«. - So z.B. auch bei der Atomenergie. Da spricht Kauder, nur den Wählern verpflichtet, die »Wahrheit« der EnBW.
Erstaunlich: Nach Landrat Kauders Meinung vertritt die SPD im Bundestag lediglich Parteiinteressen und nur die CDU/CSU die des Landes...
Die kraftlose Kraft in NRW ist nach »Sondierungs«-gesprächen mit der Linkspartei zu der Einschätzung gelangt, diese Partei habe »kein ausreichendes Demokratieverständnis«. Damit ist der Spezialdemokratin schon die zweite potentielle Koalitionspartei abhanden gekommen. Denn dass die FDP da gewaltige Lücken hat, zeigte sie mit ihrer unverschämten Forderung, wer mit ihr reden wolle, dürfe dies daneben nur mit ihr genehmen Gesprächspartnern.
18.5.
Der zu Hessens Strafe Roland Koch kongeniale Ministerpräsident von Schleswig Holstein will ebenfalls im Landeshaushalt an der Bildung und Forschung sparen und etwa die Universitäts-kliniken in Kiel und Lübeck privatisieren. Wohin das führt, wissen wir ja schon von den Skandalen aus Marburg und Giessen. - Aber was soll der Bauer von der Insel Nordstrand Peter Harry Carstensen auch schon von Forschung und Bildung verstehen!
Millionen von Spekulanten haben in NRW der FDP ihre Stimme entzogen. Da rächt sich die Partei aber gewaltig und ist ebenso plötzlich wie unerwartet (nein, leider nicht tot) für eine Börsentransaktions-Steuer.
Aus der Londoner City gibt es eine erfreuliche Nachricht: Da meint einer dieser Hedgefonds-Kriminellen und hält es für eine Drohung.: Wenn die EU eine strengere Kontrolle ihres »Geschäftszweiges« tatsächlich umsetzt, werden »die Anleger« - also die Spekulanten - Europa meiden. - Etwas Besseres kann uns doch gar nicht passieren! Nur die FDP-Dumme und EU-Parlamentsvizepräsidentin Koch-Mehrin wird herumfragen: Wieso? Weshalb? Warum?

Neben Unsinn zur »Finanzkrise« dieser Tage in den Medien nur Sprachmüll. Etwa so etwas bei ZDF-heute: »Sie werden den Fluten Herr.« Dabei geht nicht einmal »der Herr den Fluten«, was diese Hilfskorrespondenten doch hoffentlich merken müssten...
17.5.

Professioneller Beitrag im Berliner professionellen Info-Radio zum Thema Re-Naturalisierung: »Von einem Sturm umgewehte Bäume lässt man einfach stehen.« Das kann man so nicht einfach stehenlassen...
16.5.
Weil ihn wohlmeinende bayerische Kreise aus der vorderen Schusslinie gezogen haben und weil heute Sonntag ist und weil wir, die wir nicht seine Opfer waren, sein gütig-sympatisches Gesicht nicht so schnell vergessen sollten:
14.5.
Heute mal konzentrierte TV-Kritik.
Fällt es eigentlich keinem »politischen« Journalisten auf, dass, wann immer es gilt, die Kanzleresse niederzumachen, die reaktionäre hessische CDU-Fratze Roland Koch nach vorne geschickt wird? Ich will wahrlich den Bundeshosenanzug nicht verteidigen. Aber die Stahlhelm-Fraktion unter Hessischer Führung versucht ja nun wirklich alles nach dem NRW-Desaster...
Der deutsche Fernsehzuschauer wird über die Situation in Thailand völlig fehl informiert: Plötzlich sind die »Rothemden« die Bösen. Zwar eskaliert die Regierung die Situation und lässt scharf schießen, aber uns wird das Gegenteil vorgelogen. Habe gerade heute mit einer Expertin gesprochen.
Aber wahrscheinlich liegt es mal wieder - wie bei so vielen Auslandskorrespondenten - daran, dass die ausländischen Medien von ihren »Ortskräften« (die sie brauchen, da sie ja von Land, Leuten, Kultur und Sprache meist gegen Null tendierende Ahnung haben) veräppelt werden oder die Stimmung jetzt z.B. im Bangkok Hilton, wo sie meist an der Bar herumlungern und »politische Beobachter« beobachten (also sich oder die anderen Barherumhänger von CBS, CNN usw.) andere Einschätzungen haben (an denen Jim Beam häufiger entscheidenden Einfluss hat).
Schon aufgefallen? Gefühlte 30 Prozent des Programms sind Vorschauen, so dass man morgen schon gar keine Lust mehr hat einzuschalten, weil das Wichtigste/Interessanteste ja schon lief.
Und bitte nicht vergessen: »Die Anleger« sind nach Mitteilung des ZDF-heute-journals wieder nervös geworden! - Da hilft dann in der Tat nur noch ein Nervenarzt.
13.5.
Himmelfahrtstag II - Hauptsache (mit-)regieren, sagt sich da eine kleine politische Organisation in NRW. Aber damit nicht genug. Sie ist zwar nur die 4. oder 5. von 5 Parteien, aber wirft sich hochdemokratisch auf zu bestimmen, mit wem andere Politiker bitteschön reden oder nicht. Sonst schmollt sie nämlich und zieht sich von der politischen Bühne wie demokratischen Verantwortung zurück. Wer? Na klar: ähm, habe gerade den Namen dieser Politriesen vergessen.
Himmelfahrtstag I Damit es auch den Jüngeren unter uns erhalten bleibt:
Der tawarisch (für die ganz jungen: Genosse) Breschnjew war auf Staatsbesuch in der Bundesrepublik und wurde von Kanzler Willy Brandt empfangen: »Herr Vorsitzender, ich freue mich, dass ich Sie hier in Bonn am Himmelfahrtstag empfangen kann.« Und schon hörten wir im Fernsehen den ausgewiesenen langjährigen Dolmetscher (jetzt natürlich wieder rückübersetzt): »Wir freuen uns, dass wir Sie am Tag des Kosmonauten...«
So viel zur Himmelfahrt in verschiedenen Ländern.
12.5.
Nur als persönliche Anmerkung; aber mit dem hier und weiter unter Stehenden durchaus in Einklang zu bringen:
Ich habe heute in der Personalabteilung meine Kündigung vorgelegt.
Eine meiner Schwestern dazu: »Ein Traum! In der Lage zu sein, habe ich mir immer wieder vorgestellt. Mit dem nackten A... auf den Tisch meines Amtsleiters und dann sagen: Sie können mich! - Leider fehlt der entsprechende Lottogewinn.«
Letzterer mir auch. Außerdem ein ernst zu nehmender Amtsleiter. Aber irgendwann ist Schluss mit der Verscheißerung. Zum Beispiel:
So schief kann man nun wirklich nur noch liegen, wenn man von Politik keinerlei Ahnung hat - oder vom realen Leben Lichtjahre entfernt ist! Wie z.B. die EU-Kommission. Die fordert doch tatsächlich nun eine totale Kontrolle über die Etatansätze der Mitgliedsstaaten.
Einmal davon abgesehen, dass genau dieses das höchste Privileg eines - nationalen - Parlamentes im bürgerlichen Staats- und Demokratieverständnis ist.
Wieso wohl reklamieren diesen Unsinn gerade die aus allen Mitgliedsländern nach »Europa« weggelobten intellektellen und politischen (na gut, eine Tautologie) Schwachmaten?!
Wir illustrieren: Die FDP-Spitzentante in Europa und stellv. (ich mag es nicht ausschreiben!) Präsidentin des Europaparlamentes Koch-Merin ist dermassen fachlich beschlagen, dass sie jüngst in einer TV-Sendung den Anstieg der deutschen Staatsschulden während ihrer unerträglichen Verweildauer in der Ausstrahlung (45 Minuten) auf »etwa 6.000 Euro« schätzte. Selbst normale Irre wussten, dass hier 20 Millionen richtig ist!
Was stand auf dem APO-Plakat, das wir Anno 1968 im Audimax der FU Berlin hinter dem damaligen Regierenden Bürgermeister hochhielten? 
Dies: Solche Idioten regieren uns!
Geschichte wiederholt sich. Erkennbar!
Der Klaus Schütz, so heißt diese spezialdemokratische Charaktermaske, wurde dann noch ein wenig BRD-Botschafter in Israel. Wovon er selbstmurmelnd keine Ahnung hatte, aber wodurch seine kumulierte Abschlussrente doch nicht unwesentlich in die Höhe schoss...
11.5.
Na, Roland Koch, der Retter der CDU-»Stahlhelm«-Fraktion, ist zum Schaden der Kanzleresse wieder grabenkriegsmäßig hyperaktiv. (Was uns ja prinzipiell freuen sollte. Aber die »Argumente«!)
Jetzt stellt auch er fest (bzw. lässt sich von Besserwissenden sagen), dass des Geldes zu wenig ist. Klar, wo eingespart werden muss: Für ihn als Anti-Intellektuellen wird in der Bildung zu viel Geld aus dem Fenster geworfen. Es reicht doch, wenn ein traditionell rechter hessischer CDU-Gewohnheitswähler dies spürt. Viel übler hingegen, dass den Blagen zwischen 0 und 3 auch noch bundesweit Betreuungsplätze zugesagt wurden! Das kostet nun eindeutig zu viel, da ja die Banken-Betreuungskosten jeden Heller im Staatshaushalt erfordern.
10.5.
Wieso Kraft? Der Begriff ist doch schon in der hochgradig verdächtigen »Lebensmittelindustrie« sowas von diskreditiert.
Interessanterweise sind, wie sich nun herausstelllt, »die Märkte« nichts anderes als Computerprogramme. Nun kommt es nur noch darauf an, die verrückten Herumschwirrer (vulgo Finanzmakler - erinnert übrigends fatal an katholische Bischöfe) in der New York Stock Exchange oder der Frankfurter Börse davon zu überzeugen, dass sie bei ihren Ecstacy- oder Koks-Trips das richtige Graphical Users Interface finden müssen, um sich mit den Rechnern komplett zu vernetzen und die reale Welt in Ruhe zu lassen.
Als Avatar stinken sie dann ebenso sofort wie berechtigt ab.
Oder in ihre ureigentliche Bestimmung zu gehen: dort, wo es gaaaanz ruhig ist und die Leute die Jacken tragen, bei denen die Ärmel hinten zusammengebunden werden.
Noch ruhiger wird es, wenn die ebenfalls dorthin bestimmten Berufspolitiker sogleich mit erfasst würden - die Konsequenzen des virulent entstehenden Überfüllungsproblems noch mal gar nicht mitbedacht. Aber dafür hatten sie ja die Kopfpauschale ersonnen...
In diesen Tagen muss der Kanzleresse das Regieren doch richtig Spaß machen: Kein großes Gerede, keine Verhandlungen, keine Modellvergleiche - es ist für sie die Rettung Griechenlands wie der »Schutzschirm« für den Euro alles absolut »ALTERNATIVLOS«.
Und so Dummbärte wie der ZDF-Schwätzer Udo van Kampen (aus »Prüssel, wo die Kriechen kriechen«) sehen das auftragsgemäß ebenso.
Udo van K., das ist dieser hier:
So hat man in den 50er Jahren Fernsehen gelernt: Die »Zwiebel« (Jargon für das Mikrofon) nach vorne direkt in die Kamera, den Oberkörper ebenfalls leicht vor und die Kamera ungefähr mit 30 Grad von vornrechts. Inzwischen ist allerdings Farbe hinzugekommen. Und Hochdeutsch. Beim Fernsehen.
In NRW sind die »Grünen« noch unentschieden - jedenfalls vor den TV-Kameras. So könnten sie sich auch die Oppositionsrolle vorstellen. - Das hätte Die Linke mal sagen sollen! Dann wäre sogleich die ganze Medien- und Polit-Muschpoke über sie hergefallen: jaja, die kann ja nur Opposition...
9.5.
Heute wählen alle in NRW. Naja, nicht alle. Eher die Wenigen. Aber hoffentlich die Bewussten. Oder mindestens alle, die schon 1986 von Peter Gabriel aufmerksam gemacht wurden: Gib' nicht auf!
Hier kann leider keine Übersetzung geleistet werden. Aber der Song meint genau das: keine Kompromisse, keine »Grünen«, keine Taktik, keine falschen Versprechen.
SPD, CDU, FDP, »Grüne« - alles dasselbe; und wo du deine Stimme hinverlierst, sie koalieren kreuzweise und verarschen dich. Nichtwählen ist natürlich auch doof! Also: Hingehen und ungültig machen. Linkspartei in NRW ist allerdings derzeit noch döfer...
8.5.
Jetzt ist ja völlig klar, warum das mit jährlich rund 3 Milliarden Zwangsgebühren alimentierte ZDF nur noch durchschnittlich 11 Prozent der Fernsehgeier abendlich »an die Geräte« lockt. Beispiel heute: Willkommen bei Carmen Nebel vertreibt die noch nicht Gestorbenen unter 63-jährigen, Der Bergdoktor die darunter Liegenden und Rosamunde Pilcher die Ungeborenen.
Dass es auch anders geht, zeigte WDR 3, das die Preisverleihung des »Echo« für Jazz übertrug. JAZZ! So spritzig und interessant und publikumswirksam!
Kritikwürdig daran der Versuch, eine Oscar-Verleihung in Klein Kleckersdorf nachzuspielen. Was vor allem daran lag, dass so unerhebliche wie unerträgliche Laudatoren wie die peinliche Sonnenbrille Sido, der grauenhaft doofe wie deplazierte Tunten-Sonnenstern und der zum-kotzen-dringend-frisörbedürftige Alsmann herumwanzen mussten. Ohne diese Schranzen kann es beim nächsten Mal richtig niveauvoll und relevant werden. Und in 30 Jahren vielleicht sogar ins 1. Programm rutschen. Wenn dann auch noch die triefend erkennbaren Interessen der Musikindustrie wegbleiben...
Nun ist doch der Beweis erbracht, dass »die Märkte« und die Börsen nur noch Schimären ihrer selbst sind: Das elektronische Handelssystem an den USA-Börsen stürzte ab und präsentierte den daran herumdödelnden Gangstern einen - natürlich scheinbaren- Absturz.
Und dagegen wollen unsere Politiker nicht angehen?!
»A la lanterne!<« (hängt sie auf!) hieß schon zur Französischen Revolution der Ruf der Jetzt-haben-wir-aber-wirklich-die-Schnauze-voll-Habenden!
Ich hätte es nur ganz am Rande vermutet, dass dieser ach so professionelle und gütige Menschenfreund
wohl auch noch ein Kinderschänder ist...
7.5.
So kann's gehen: »Society-Chefin« Marie Gräfin von Waldburg ist eine von sieben Mitgliedern des neuen Betriebsrats bei BUNTE - neben drei weiteren Ressortleitern. Jetzt durchseuchen auch schon sogenannte Adlige und leitende Angestellte die Betriebsräte. Zu meiner Zeit ging es mit den Sous-Chefs schon deshalb gar nicht, weil sie Arbeitgeberfunktionen ausüben!
Ja, so sind sie, die »Grünen«: Trotz größter Bedenken und einer Forderung nach der Transaktionssteuer wollen sie doch mit großer Mehrheit dem Gesetz zur Griechenlandhilfe zustimmen. Man weiß ja nie, was sich am Sonntag so mit der CDU nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen ergibt. Vielleicht eine Koalition zwischen Opportunisten und Industriefreunden...
So rasend - in 3 Tagen statt normal 3 Monaten und dieses Mal sogar noch an einem Tag in 2. und 3. Lesung, im Bundesrat und beim Bundeshörstel durchgepeitscht - sollte es einmal gehen, wenn fundamentale Belange der Bevölkerungsmehrheit wie etwa eine substantielle Hartz-IV-Reform mehr als dringend nötig anstehen!!! Aber da müssen ja erst einmal jahrelang die Lobbys und üblichen Bedenkenträger Stellung nehmen und ausreichend finanziell befriedigt werden.
Der Staatsrechtler Paul Kirchhof hat ein neues Modell zu den Rundfunkgebühren vorgestellt. Der jetzige Monatsbeitrag von 17,98 soll im wesentlichen beibehalten werden, so dass ARD und ZDF sich weiterhin jährlich mit jährlich rund 7 Milliarden vollpumpen dürfen - weshalb diese Sender das Modell auf das Heftigste »begrüßen«. Das Gutachten sieht keine Hinkehr zum Prinzip vor, dass nur der zur Kasse gebeten wird, der deren Angebot auch wahrnimmt. Löhnen sollen grundsätzlich alle Haushalte und Betriebsstätten. Bisher musste man ein Empfangsgerät lediglich »bereithalten«, auch wenn damit nur Privatfernsehen oder gar nicht TV und Radio genutzt wurden. Somit ist eine wirkliche Neuregelung begraben -> Kirchhof.
Übrigens, ich halte ein Gerät zur Produktion von Kindern bereit; da müsste ich doch in Analogie, auch wenn ich keinen Nachwuchs habe, Kindergeld beziehen?

Die Tagesschau hat heute das erste Mal offenbart, warum der Finanzbedarf der ARD so immens ist: Sie betreibt offensichtlich im Golf von Mexiko in rund 1.000 Metern Tiefe ein Studio. Denn sie meldet: »Die tonnenschwere Kuppel wurde in das Wasser herabgelassen.« - »her«, weil sie dort unten sitzen; andernfalls wäre das Ding ja »hin«abgelassen worden!
6.5.
Soso, der saubere Herr Schreiber ist für die Medien lediglich ein »Waffenhändler« oder sogar nur ein »Rüstungslobbyist«. Waffenschieber wäre doch wohl das mindeste für derartige Lumpen!
Was denn? Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Griechenlands sollen eine Einkommenskürzung von nur 8 Prozent hinnehmen? Da kann ich nur bitter lachen und sie darauf hinweisen, dass ich als Angestellter der Freien Universität seit über sechs Jahren einen Lohnraub von 12 Prozent hinnehmen muss!
»Die Märkte« sollen sich nach Meinung der Spezialdemokraten an der Rettung der griechischen Ökonomie beteiligen. Jetzt weiß ich endlich, warum die Schranzen dort »Marktteilnehmer« heißen.

In der Nachrichtensendung heute mussten wir heute diese philosophische Meisterleistung goutieren: »das größte von zwei Lecks« Gottseidank war es nicht das allergrößte!
5.5.
Es ist unerträglich! Der Versager und Missmanager Funke (siehe auch Physiognomie)
will nun per Gericht etliche Millionen von seinem Pleiteunternehmen Hypo Real Estate einstreichen wegen ungerechtfertigter Kündigung eines brillanten Bankenchefs - also seiner.
»Banken lassen Griechen überziehen« schlagzeilt Der Tagesspiegel. »Banken ziehen Griechen über« sollte es ja wohl besser heißen.
Auch interessant: Während unser bald unerträglicher Bundeshosenanzug und ein Großteil ihrer CDU-Finanz»experten« (die Europa erst entgegen allem Sachverstand der Ökonomen in die Scheiße geritten haben - übrigens auch in Energiefragen) trotzig der Meinung ist, eine spezielle Börsen- und Bankensteuer sei des Teufels, ist die Finanz- und Versicherungs-Branche schon viel weiter: Nach einem Bericht es Spiegels hat sich in einer Umfrage unter über 500 Führungskräften des Sektors eine große Mehrheit für eine »Lenkungsabgabe« ausgesprochen. Also auf, ihr bornierten Betonköpfe und Dussel!
Auf dem Festakt zu Kohls 80. Geburtstag versteigt sich Laudator Roman Herzog (immerhin auch einmal Präsident des Verfassungsgerichts!) doch tatsächlich fast zur juristischen Entlastung des Gesetzbrechers! So ist sie, die - konservativ-christliche - Polit-Muschpoke.
4.5.
Es ist nicht zu glauben! Ausgerechnet in der Sendung »plusminus« vom Bayrischen Rundfunk wird eine alte Forderung Oskar Lafontaines erhoben: Angesichts der Wirtschaftslage müsse nun endlich die Binnennachfrage in Deutschland stimuliert werden.
Bundesfinanzminister Schäuble wendet sich danktriefend an Ackermann wegen dessen wolkiger Ankündigung von simplen Selbstverständlichkeiten: der Beteiligung der Banken und Versicherungen an der Hilfe für Griechenland.
Es ist nicht zu fassen: Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist offenbar vor allem darauf zurückzuführen, das nach USA-Recht eine bestimmte Sicherung an den Bohrplattformen nicht erforderlich ist, wie sie im Rest der Welt bei Offshore-Förderung wie z.B. in der Nordsee vorgeschrieben ist. Das hätte BP ja schließlich einige tausend Dollar gekostet...
Hier bat der Fotograf die Kanzleresse: »Machen Sie doch mal ein intelligentes Gesicht und tun so, als ob Sie die Sache verstehen!«
3.5.
Präsident Obama erwartet von der verantwortlichen Ölgesellschaft BP, dass sie für den Milliardenschaden im Golf von Mexiko aufkommt. Die hat denn auch schon Mitarbeit signalisiert. Denn bezahlen wird ja schlussendlich nicht sie, sondern der Käufer von Treibstoff und Heizöl - also wir...
Opel-Chef Reilly wird frech und fordert von der Bundesregierung Prämien für Elektroautos. Und was ist er selber beizusteuern bereit? Er, der schon einmal mehrere Milliarden für den Erhalt seines Ladens in Deutschland wollte.

Berlins quality paper schreibt: Die Anhänger des FC St. Pauli »feierten den Aufstieg in die Bundesliga«. - Lieber Tagesspiegel, da waren sie schon lange, allerdings in der zweiten...
2.5.
Die Märkte«, also die Spekulanten, Devisenschieber, Bankster und restlichen Verbrecher, jubeln: In den kommenden drei Jahren dürfen die Steuerzahler, Rentner und Lebensversicherungsnehmer ihnen Extraprofite aus der griechischen Finanzkrise von über 110 Milliarden zuschieben. Weil es ja angeblich keine Alternativen für die Politiker gibt (dies habe ich bewusst doppeldeutig formuliert!).